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Frohe Weihnachten!

Autor:  kurotowa
-und natürlich auch ein gutes neues Jahr, an alle, die ich hier kenne! XD
Habt ein paar schöne Feiertage und lasst es euch gutgehen!

Es ist soweit~!

Autor:  kurotowa
Ja, es ist soweit - Im Januar ziehe ich von Wipperfürth, mit seinen Hügeln, Wiesen, Talsperren und beschaulichem Landleben ins laute, voller Menschen gepackte Köln!
Wie lange ich es in der Großstadt aushalte, wird sich zeigen, aber da ich mit meiner Freundin zusammenziehe und wir uns zusammen eine wirklich muckelige Wohnung machen werden, wird das eh gar nicht so schlimm. Ganz in der Nähe ist auf der einen Seite ein Park (Grün!) und auf der anderen der Rhein (Wasser!) - und zur Not ist man ja auch schnell wieder im Bergischen, wenn man mal genug von der flachen Stadt und dem ganzen Trubel hat.^^

Allerdings bedeutet der Umzug auch, dass ich ab dem 15. Dezember kein Internet und Telefon mehr habe, daher werde ich bis dahin auch sehr selten auf Animexx sein; auch mit dem Beantworten von ENS kann es länger dauern, daher schonmal "Entschuldigung!", wenns tatsächlich was länger braucht ^^".
Telefonisch bin ich ab da nur noch übers Handy zu erreichen, in Köln gibts dann wieder Festnetz.

Ein großer Schritt, der Umzug, aber ich will unbedingt mit meiner Freundin zusammenziehen, wegen des Jobs ist es auch viel günstiger, und ich habe ohnehin irgendwie das Gefühl, dass ich etwas in meinem Leben verändern muss, also passt das alles sehr gut zusammen XD.

Sobald ich in der Domstadt wohne, gibts nen Erfahrungsbericht! Großstadt vs. Landleben - wer wird gewinnen?!

Im Sandkasten der "Wissenschaft"

Autor:  kurotowa
Woah, ich rege mich im Moment echt auf, über das, was mir gestern auf der Arbeit erzählt worden ist!
Die Sache ist ein wenig kompliziert, und ich muss Synnonyme statt Namen benutzen, um niemanden (in welcher Weise auch immer) zu schädigen, aber es geht vielmehr um die Idee des ganzen.

Okay, stellt euch vor, in einer großen Stadt gibt es zwei Museen: Museum A (wo ich zur Zeit arbeite) und Museum B. Beide Museen beschäftigen sich mit derselben Epoche und sie haben denselben Arbeitgeber, nämlich die Stadt; zudem haben beide denselben wissenschaftlichen Auftrag und kümmern sich um die Erforschung der Stadtgeschichte - also sollte man doch eigentlich denken, dass Muesum A und Museum B Hand in Hand über eine Blumenwiese hüpfen und sich gemeinsam fragen, welche antiken Überreste sich wohl unter ihren Füßen verbergen könnten.

Weit gefehlt. Jetzt treten nämlich die zwei Chefs der Museen auf, der Einfachheit halber mal "Chef A" (von Museum A) und "Chef B" (klar, von Museum B) genannt.
Nun kam es einige Jahre zuvor, dass Chef A mal der Chef von Museum B war, dort aber (teils auch selbst verschuldet) in Ungnade fiel, herausgeekelt wurde, aber sich dennoch wieder in seinen Job einklagen wollte, und sich somit im Museum B viele Feinde machte.
Aber er hatte auch einige Freunde in der Stadtverwaltung, die zu ihm hielten, und so bekam Chef A etwas später die Leitung für den Bau eines neuen Museums, dem Museum A übertragen, in derselben Stadt und sogar nur 200 Meter von Museum B entfernt.

Museum B beäugt seitdem mißtrauisch, was da vor seiner Nase vor sich geht, und auf das es keinen Einfluss nehmen kann - geleitet von ihrem verhasstem Ex-Chef.
Die Jahre vergehen, Studenten werden für die wissenschaftlichen Arbeiten eingestellt, man macht seinen Job. Währenddessen kommt es immer wieder zu Sticheleien zwischen Chef A und dem neuen Chef B, weil der eine es nicht lassen kann, dem anderen eins reinzuwürgen, und der andere neidig auf das Projekt des anderen ist, und so entsteht zwischen den Museen eine immer giftiger werdende Atmosphäre, für die die eingestellten Studenten jedoch nichts können.

Ich habe, bevor ich bei Museum A angefangen habe eine Zeitlang in Museum B gearbeitet und kenne daher die Leute dort - ur nette Menschen, grade die Studenten, nur die Führungsriege und alteingesessenen Vorarbeiter sind teilweise ziemlich engstirnig und rollen sich auf ihren Posten zusammen (was mein Chef A allerdings auch tut).
Das erste, was mir beim Vorstellungsgespräch von Chef A gesagt wurde, als ich erwähnte, wo ich vorher gearbeitet hatte, war "Vergessen Sie alles, was sie dort gelernt haben, das sind Idioten!", aber ich wurde trotzdem genommen. Trotzdem wird noch heute Neubewerbern eingebläut, sie sollten beim Gespräch niemals erwähnen, dass sie mal was mit Museum B zu tun hatten...

Jedenfalls wurde mir nun von verschiedenen Kollegen (und Studenten) erzählt, dass sie geplant hatten, ihre Abschlussarbeit über ein Thema zur Stadtgeschichte zu schreiben, das auch den Wirkungsbereich von Museum B miteinschloss. Also machten sie sich auf und trafen sich mit Chef B, um abzuklären, ob das Thema in Ordnung ginge, sie das Archiv benutzen dürften und sowieso wissenschaftliche Unterstützung erwarten könnten.
Allerdings beantworteten sie auch die Frage wahrheitsgemäß, wo sie denn arbeiten würden, und das war ihr Todesurteil.

Die Antwort lautete sinngemäß, das Thema ginge im Moment ganz und gar nicht in Ordnung, sie hätten keine Untersrtützung zu erwarten und sie sollen sich in zwei Jahren nochmal melden (nämlich dann, wenn das Museum A fertig ist).

Und das macht mich gerade extrem wütend, denn diese Studenten verlieren nicht nur ein Thema, das ihnen auch wirklich taugen und in das sie viel Enthusiasmus stecken würden - Nein, die Erforschung der Stadtgeschichte kommt um keinen Schritt weiter, weil sich irgendwelche Chefs angiften und meinen, man könne ja ihr Museum in der zwischenzeit in irgendeiner Weise "ausspionieren"!!! Fragt mich nicht wie diese Spionage aussehen soll, denn was wollen sie denn verbergen? Ihre Forschungsergebnisse? Die müssen sie doch sowieso publizieren, wem schadet es da, wenn jemand anderes früher erfährt das, was weiß ich, Straße 1 früher Straße 2 gekreuzt hat? Wohl eher Klatsch und Tratsch, die der Chef der Gegenseite für den nächsten, bösen offenen Brief benutzen könnte =__=

Ehrlich, wir hatten mal ein Kolloquium, um die bisherigen Forschungergebnisse unseres Museums A vorzutragen, und Vertreter des Museums B waren auch eingeladen. Okay, es war die beste Theatervorstellung in meinem Leben, wie sich Chef A mit den Leuten von Museum B herumzankte - zuerst auf wissenschaftlicher Basis, aber schnell wurde es immer persönlicher, und man merkte echt, dass es hier nur um den Kleinkrieg von ein paar beleidigten Jungs ging, und der Rest der Zuhörerschaft grad mit in ihrem Sandkasten saß, während sie sich die Förmchen um die Ohren schlugen.

Museum A und B arbeiten BEIDE im selben Bereich und zum selben Thema, und sollten allein der Forschung willen doch zusammenarbeiten! Aber in dem jetzigen Zustand ist KEINEM auch nur in irgendeiner Weise gedient, außer den Chefs und ihren verletzlichen Egos. Dass das auf den Rücken ihrer Mitarbeiter ausgetragen wird, deren Ruf tatsächlich auch darunter leidet (ja, ich wurde mal von einem auswärtigem Kollegen sehr bemitleidet, als ich erzählte, dass ich in jener Stadt arbeite!), Studenten ihre Magisterarbeiten nicht schreiben können und die Forschung auf der Stelle tritt, weil keiner mit dem anderen vernünftig redet, ist einfach nur erbärmlich... und leider habe ich auch keine große Lust mehr, später weiter in der Stadt zu arbeiten - wegen diesem Kinderkram!!

Vielen Dank auch, ihr Egomanen! Ich hoffe ihr merkt mal irgendwann, dass man gemeinsam eine viel größere Sandburg bauen kann!

Austria - Land of the Future!

Autor:  kurotowa

Österreich - Land der grenzenlosen Gleichberechtigung! JEDER bekommt hier ein Schild, der in irgendeiner Weise benachteiligt ist und einen Sitzplatz im Bus benötigt, sei es die Schwangere, der Vater mit dem Kind, die Mutter mit dem Kind, der Blinde, die Blinde, der alte Mann oder die alte Frau.



Den Knopf zum Halten des Busses dürfen jedoch nur Männer mit Stock benutzen - was sehr schade ist, denn dafür kommen entweder alte Herren in Frage, die, wenn sie zu weit vom Knopf entfernt sitzen, diesen mit der Gehhilfe drücken wollen und dabei das Sicherheitsglas durchbrechen, oder aber Blinde, die den Knopf trotz grüner Blink-LEDs ohnehin nicht sehen können.
Alle anderen Personen, auch die schwangeren Mütter müssen sich zum nächsten Knöpflein an den Haltestangen wuchten und dabei die Mitfahrer umschmeißen. Sehr schade, aber der Ansatz ist da! Wir in Deutschland hingegen sind da chauvinistische Schweine: Entweder gibt es diese Aufkleber in den Bussen erst gar nicht oder sie zeigen meist Männer...Ich schäme mich grad voll für diese mittelalterlich-sexistische Einstellung im deutschen öffentlichen Personennahverkehr, pfui! Da können wir ja gleich wieder den Frauen das Wahlrecht entziehen oder Blinden aus Spaß an der Ampel erzählen, dass grade grün ist. Wir sollten viel öfter auf unser Nachbarland im Süden schauen und von ihnen lernen, und zwar nicht nur was Süßigkeiten angeht!

Ehrlich, Österreich überrascht mich JEDESMAL wieder, und ich mag es SO gerne - wahrscheinlich gerade wegen diesen verrückten, exotischen Sachen!

Wiedereinmal so ein Internet-Eintrag

Autor:  kurotowa
Hallo zusammen! Es ist wiedereinmal so weit, mein Internet spinnt - bzw. ab und zu, mal geht es fast den ganzen Tag lang, dann verschwindet es plötzlich und das Modem versucht über ein paar Stunden hinweg sich wieder einzuwählen.
Es kann entweder an der Leitung liegen (bzw. gar an den Sonnenwinden! Jaja, sie kommen uns holen! XD), oder am Modem selbst. Mah, telefonieren kann ich dann jeweils auch nimmer, das ist genauso nervig.

Daher nur die kurze Mitteilung: Wenn ich plötzlich ohne Vorwarnung aus einem Chat o.ä. verschwinde liegts nicht daran, dass ich mich furchtbar langweile und keine Manieren hab, sondern an den Telefonleitungen des (ansonsten wirklich tollen!) Bergischen Landes.

Mal gucken, ob es sich von selbst erledigt, denn im Moment läuft alles ganz normal. Ansonsten freu ich mich auch über analoge Post, denn auf die ist hier immer Verlass~

I don´t like Hildegard Knef

Autor:  kurotowa

Ich habe ein, tatsächlich nur EIN einziges Hasslied, und das ist "Für mich solls rote Rosen regnen". Und sie singt es. Hildegard `die Knef´ Knef. Mit ihrem grauenhaftem Sprachgesang, in ihrer typischen unterirdischen Tonlage, so seltsam tief, gelangweilt, tranig und in mir-ist-alles-scheißegal-Manier, dass einem die Ohren bluten. Bei anderen Menschen sagt man, die Stimme entsteht im Hals oder im Mundraum - bei ihr entsteht sie dort, wo man üblicherwiese den Brechreiz empfindet (ist wahr, achtet mal drauf!).

Gerade läuft im Fernsehen ein Thementag zu ihren Ehren, und ich frage mich, warum? Was hat diese Frau so erfolgreich gemacht? Etwa ihre Stimme...?
Okay, ich habe gelesen, sie hat auch Filme gedreht und sie sei ein "Multitalent"; außerdem sei sie eine Chansonsängerin. Zugegeben, da muss man sicherlich eine gewisse Melancholie vermitteln, aber DAS..!? Die Frau wirkt ununterbrochen total desinteressiert und verschlafen, wie soll man da bitte überhaupt irgendeine Emotion vermitteln, außer Gleichgültigkeit?!
Man stelle sich vor, eine total verkaterte Frau schläft nach durchzechter Nacht eingerollt auf ihrem Bett, ihr Produzent kommt herein, rüttelt an ihr herum, drückt ihr einen Liedtext in die Hand und brüllt: "SING!"

Und in diesem Zustand singt sie:

Für mich...solls rote Rosen...regnen.
Mir sollten sämtliche...Wunder. Begegnen~.


GAH! Noch dazu im Sprachgesang!!
Nun, sie hat Lieder auch normal gesungen, das muss man erwähnen, sogar auf Französisch und auf Englisch. Doch schafft sie es, selbst einen so heißblütigen und leidenschaftlichen Song wie "Fever" in einen lulligen Halbschlaf zu verwandeln:

http://www.youtube.com/watch?v=B5UvYI_ul6A

Ich vermute, sie hat hier den Titel des Songs gelesen, sich gedacht "Aha, da muss ich so tun, als hätte ich Fleckfieber, total krank und müde. Nur warum muss ich dabei tanzen?", ist zum Set geschlurft und hat drauf losgelegt.

Aber warum verkaufte sie mit so etwas ihre Platten wie geschnitten Brot, und Deutschland lag ihr zu Füßen?
Zugegeben, sie hat in einer Zeit gesungen, in der man den Leuten etwa erzählte, sie müssten sich im Falle einer Atombombenexplosion auf dem Nachbargrunstück auf den Boden knien und die Hände vors Gesicht halten - oder in der weibliche Unterwäsche gefragt war, die kleineren Passanten die Augen ausstechen konnte, also sollte man vielleicht nicht zu viel darauf geben.

Nur bleibt mir wohl für immer verschlossen, warum Musiker erfolgreich sind, die kein Talent haben. Ich meine, seht euch Udo Lindenberg an! (Neben Nena und ´der Knef´ ein weiterer dt. Musiker, den ich nicht mag). Der war vielleicht mal in den 80ern populär, weil einige seiner Songs politisch waren, aber kennt jemand eines seiner neueren Lieder? Mal ehrlich, wir gucken ihn uns doch nur noch dehalb an, weil er weiterhin seit 30 Jahren seinen drolligen Hut und die Sonnenbrille trägt, die Unterlippe rausschiebt, beim Singen furchtbar nuschelt und immer "Alles klar, keine Panik, alles easy" sagt. Er hat sich als Ikone wunderbar erfunden, das muss man ihm lassen, aber er hat für mich nichts mit Musik zu tun. Seine Lieder sind eh dämlich. Und trotzdem wird er überall hoffiert... es bleibt wohl ein Mysterium.

Falls übrigens gerade ein großer Hildegard Knef-Fan diesen Eintrag hier liest, würde ich mich zu gern mit ihm unterhalten und mich eines besseren belehren lassen, weil ich ihr bestimmt gerade Unrecht getan habe und ihr künstlerisches Talent ohnehin nicht fassen kann bzw. erst gar nicht erkannt habe.
Also nur keine Scheu, ich lass mich gern bequatschen! Und danach guck ich mir nochmal das "Fever"-Video an.

Invasion der Brezeln

Autor:  kurotowa
Neulich musste in meiner Heimatstadt eine alteingesessene Drogerie schließen, und ich war sehr erschüttert als ich sehen musste, was nun in die leeren Räume des Geschäftes eingezogen war:
Eine Billigbäckerei der übelsten Sorte (Motto: "Wir backen - Du König"), ein steriles Warenlager für aufgebackene Mehlpampe, beleuchtet durch kaltes Neonlicht - und mit Schleuderpreisen, die nur drauf zurückzuführen sein können, dass noch Restposten von verstrahltem Weizen aus der Gegend von Tschernobyl entdeckt, oder Sklavenkinder in den chinesischen Brötchenbergwerken extra viel ausgepeitscht wurden.

Ich kann verstehen, dass die Nachfrage nach billigem Brot durch die wirtschaftliche Lage, Arbeitslosigkeit etc. in Deutschland sicherlich gegeben ist, aber habt ihr mal in einer solchen Billigbäckerei eingekauft? Ich habe es bisher nur zweimal gewagt und war jedesmal ur beleidigt, dass man so etwas überhaupt als Nahrungsmittel bezeichnen darf, ohne den Kunden gleichzeitig ein paar Evolutionsstufen herunterzusetzen.
Und gerade die Brötchen in jener Bäckerei, in der ich ´König wäre´, sahen aus, als ob sie eine Krankheit hätten - die Kruste bleich und ausgewaschen... Das sonst so bräunende, knackige Licht des Großraumbackofens war für sie mehr ein neblig-trüber Novembertag gewesen; sie flehten einen durch das Schaufenster an: "Iss uns, damit wir es hinter uns haben...!", fielen dann kraftlos auf ihr hölzernes Krankenlager zurück... und ich bekam ein schlechtes Gewissen.
War dies die Taktik, mit der die Leute in solche Bäckereien gelockt wurden? Mitleid? Und sollte ich aus reiner Menschengüte meine eigene Gesundheit riskieren? Ich pfiff auf die Erhebung in den Adelsstand und drehte mich brüskiert um.

Hier kam die nächste Überraschung: Der Billigbäcker hatte schräg gegenüber der Filiale einer anderen Bäckereikette aufgemacht. Einfach so. Etwa 10 m entfernt. Hatte sich der Mensch, der den Franchise-Vertrag für den Billigladen unterschrieben hatte eigentlich mal den Standort angeguckt?
Wobei... Ich kam ins Grübeln... Hatte nicht letztes Jahr am Marktplatz, 60 m entfernt ein neuer Backladen mit Cafe aufgemacht...? Ich zählte im Kopf die Bäckereien in der Altstadt dieses (nun wirklich nicht großen!) Marktfleckens durch und kam spontan auf 6. Und drei weitere Bäckereien hätte ich in weniger als 5 Minuten erreichen können.
Mein Gott, diese Stadt war vollgestopft mit Gebäckläden!

Mir kam ein furchtbarer Verdacht. In Gedanken ging ich nun die Fußgängerzone der zweiten Stadt durch, die ich fast täglich durchstreife (-n muss), Bergisch Gladbach - und brach zusammen:
Auf einer Strecke von etwa 220 m befanden sich 8(!) Bäckereifilialen! Das bedeutete, etwa alle 27 m konnte man Brot kaufen!!
Und auch hier fiel mir auf, dass die jüngsten Geschäfte Billiganbieter waren, die sich ungeachtet der bestehenden Strukturen in das ohnehin schon hohe Gebäck-Gebirge hineingequetscht hatten - dort, wo soeben irgendein Geschäft pleite gemacht und leere Räume hinterlassen hatte.
Okay, das muss im Grunde nicht schlecht sein: Bäckereien riechen zumindest besser als 1 Euro-Läden, Geschäfte für gerade benutzte Kauknochen oder nasse Hunde; das Interessante an der Sache ist, dass selbst die alteingesessenen Bäckereien dennoch weiterhin gut über die Runden zu kommen scheinen und am Abend nur noch wenig Ware in den Regalen liegen haben.
Sind wir so versessen auf goldgelbes Backwerk, dass wir, wenn ein paar neue Brotversorgungsrampen aufmachen, gar nicht anders können, als diese leerzufuttern? Trotz ständig steigender Getreidepreise? Droht eine Überflutung mit Vital-Vollkornbrötchen, pseudo-französischen Minibaguettes und Plunder - eine Invasion der Brezeln?

Nicht unbedingt, denn wenn die wirtschaftliche Lage weiterhin so schlecht bleibt, werden die Billigbäckereien die übrigen, teureren Bäckereien in der Umgebung irgendwann verdrängen, und so das Niveau und die Qualität des Backwerks enorm abnehmen.
Was bleibt wird ist ein Sumpf aus mittelmäßigem Kram für die Masse, und nur wenige, wirklich gute und deshalb teure Bäckereien für die betuchteren Leute. Es ist unheimlich traurig zu sehen, wie sich die Lage schon jetzt immer mehr zum Schlechten verändert, gerade bei einem Thema wo ich wirklich stolz bin, aus Deutschland zu kommen, denn wenn wir eines können, dann ist das (nein, nicht Weltkriege anzetteln!): Brot backen!

Hoffen wir, dass es nie zu diesem Szenario kommen wird, und kaufen so weit es uns möglich ist bei den guten Bäckereien ein, die faire Löhne zahlen und Brot backen, das auch wirklich nach Brot schmeckt - und nicht irgendeinen Getreideschwamm mit schlabbriger Kruste, der lediglich den Bauch füllt, aber ungenießbar ist. Das tun Backsteine auch.
Wir wollen es doch nicht SO WEIT kommen lassen:






(Hier übrigens der Beweis. Jede Brezel steht für eine Bäckerei(-filiale))

Wipperfürth (Altstadt):



Bergisch Gladbach (Mitte):

Das Weihnachtsquiz - 300 KT und Chibi zu gewinnen!

Autor:  kurotowa
Es ist bald Weihnachten, und ich habe jede Menge Karotaler zu verschenken!
Okay, "verschenken" ist vielleicht das falsche Wort, ihr müsst schon etwas dafür tun:

Löst einfach die fünf Aufgaben bzw. nennt die richtige Antwort! Wer zuerst sämtliche Aufgaben korrekt löst, bekommt nicht weniger als 300(!) Karotaler sowie eine handgefertigte Zeichnung eines Charakters seiner Wahl (in der Chibi-Version)!
Ist das nichts? Eben! Viel Spaß beim Rätseln! ^^


1.) Welcher Schauspieler ist auf diesem Foto zu sehen?




2.) Bei folgendem Kürzel handelt es sich um einen Roman (dt. Version). Welches Buch ist gemeint?

Autor: "M. B." Titel: "D. M. u. M."


3.) Wie kommt der kleine Kerl zu den Süßigkeiten? Zeichne den Weg durch das Labyrinth ein und schicke mir dann einen Link zu der Bilddatei/Scan/Foto/whatever.




4.) Welches Gebäck ist "selten von Vorteil"?


5.) Wie heißt der auf dem Foto angezeigte Gegenstand - auf Litauisch?

"Emotionen - ich liebe sie..."

Autor:  kurotowa
...sagte einmal Claudia Schiffer in einem Werbespot für ein Schönheitsprodukt - nur um sich dann über die schrecklichen Gesichtsfalten aufzuregen, die diese "Emotionen" auf dem Gesicht hinterlassen können.

Dieser Webespot ist mir damals sehr im Gedächnis geblieben. Nicht wegen Claudia Schiffer (die ich nach wie vor außerordentlich unattraktiv finde), sondern wegen der seltsamen Art, wie sie mit ihrer Gefühlswelt umgeht.
"Emotionen - ich liebe sie..." klingt doch, als ob Emotionen etwas sind, was man im Supermarkt an einer Theke kaufen kann: Man sagt der Verkäuferin, wie viel man von der Emotionswurst oder dem -käse haben will, sie schneidet es zurecht, wiegt es ab, packt es in Folie ein, ab in den Einkaufswagen - und zuhause kann man dann seinen Lieben mit unbeteiligter Miene den ganzen Kram ins Gesicht schmieren.

Natürlich haben Metzgerei- oder Molkereiprodukte selten etwas mit den wogenden Gemütszuständen der Menschheit zu tun, ich will eher auf dieses Wort hinaus, und wie gegenständlich es gebraucht wird - die "Emotion".

Wenn man heutzutage zwischen den Programmen wechselt fällt einem auf, wie beliebt dieses Wort mittlerweile geworden ist, gerade bei Teasern für andere Sendungen:

Da hat man etwa eine Ankündigung für ein Fußballspiel, wo der Sprecher mit markanter Stimme sagt: "Das Champions-League-Duell zwischen Rot-Weiß-Lüdenscheid und Mailand - Kämpfe...Tore...und große Emotionen."
(Bei letzterem wird gezeigt, wie sich einige Spieler freuen oder auf einen Haufen werfen).
Oder bei "Wetten dass...?". Man sieht, wie sich Thomas Gottschalk zum Deppen macht, ein Kandidat freut sich, dass er irgendeinen Blödsinn hinbekommen hat, und der Sprecher verkauft es einem wieder als "große Emotionen".
Bei Talkrunden oder Filmbesprechungen ist davon die Rede, dass dies und das "voller Emotionen" sei, jemand ist "emotionsgeladen" oder "emotional total am Boden".

Früher hatten wir dafür einen sehr einfachen Begriff: das Wort: "Gefühl".
Aber dieses Wort scheint jedoch nicht mehr trendy zu sein und wird bei Tesaern höchstens noch bei Rosamunde Pilcher-Verfilmungen verwendet, denn da klingt "...und große Gefühle" weitaus geschmeidiger und netter, als eine kalte "Emotion".

Sowieso, "Emotion" wirkt für die heutige Zeit einfach praktischer.
Zum einen kommt es aus dem Englischen, und alles klingt cooler, wenn es aus dem Englischen kommt; dann hat es diesen wissenschaftlichen Beiton, dieses "-ion" am Ende, das man auch bei "Kernexplosion", "Nebenhölentrepanation" oder "Regulation" findet.
Es hat, trotz des Sinns, der hinter dem Wort steckt, etwas Unnahbares und gleichzeitig Kontrollierbares an sich - und das passt perfekt in die heutige Gesellschaft, wo man sich ununterbrochen unter Kontrolle halten muss, um nicht aus dem Muster zu fallen und ein Außenseiter zu werden.

Das Wort "Gefühl" hingegen, das klingt ausufernd und unberechenbar; gegen Gefühle kann man sich nicht wehren oder sie einzwängen - eine unkontrollierbare Größe im eigenen Leben, die nur noch in Gnackbeißerromanen oder den wilden Küsten Cornwalls, auf dem Anwesen von Rosamunde Pilcher Freilauf haben dürfen.
Seht ihr? Das klang doch schon sehr schwülstig, wobei wir bei einem weiteren Vorteil des Wortes "Emotionen" wären: Auch gestandene Männer können es in aller Öffentlichkeit benutzen, ohne gleich als Memme hingestellt zu werden! Mir ist aufgefallen, dass das gerade männliche Sportler in den Nachrichten seitdem sehr gerne machen.
(Man stelle sich nur mal vor: Ein Fußballclub schießt ein Tor, die Spieler rennen zusammen, fallen sich in die Arme, dem Torschützen wird auf die Stirn geküsst, aus Freude schmeißen sie sich übereinander und bilden einen menschlichen Haufen aus verschwitzen Leibern - und DAZU kommt dann beim Teaser: "...und große Gefühle~...!"
Die gesamte Shonen-Ai-Fraktion des Fandoms würde ab sofort kreischend Fußball gucken und Spieler miteinander shippen!!)

Mit "Emotionen" haben wir also ein Ersatzwort gefunden, das auch der männliche Teil der Bevölkerung benutzen kann, ohne ´schwul´ zu klingen - also das "Coke Zero" (was ja nichts anderes ist als "Coke Light", nur mit markantem, schwarzem Etikett) für die eigene Gefühlswelt. Dieses Kontrollierbare, das an dem Wort anhaftet, unterstützt das noch einmal.

Frauen benutzen dieses Wort allerdings genauso, wie etwa Claudia Schiffer. Und das ist schade, denn wenn wir schon Gefühle, und damit einen enorm wichtigen Teil der Persönlichkeit so sehr ausgrenzen wollen - oder eher müssen, weil es in dieser Gesellschaft zum Überleben notwendig geworden ist, kann das doch nur eines bedeuten: Dass das Leben ein furchtbares, garues Vor-sich-hin-Vegitieren geworden ist, in dem es ein außergewöhnliches Ereignis ist, eine "große Emotion" zu haben - also sich mal sehr zu freuen oder in einer Talkrunde lauter und wilder zu reden als die anderen.

Wirklich, wenn das Fernsehen es schon als so ungewöhnliches Ereignis darstellt, dass sich Fußballspieler über ein Tor freuen - und das auch zeigen! - dann seht es nicht gut um unsere Gesellschaft.

ABER, wie gesagt, man hört diese ganze "Emotions"-Sache nur in den Medien - man muss sich nicht daran halten oder es übernehmen, nur weil es praktisch erscheint!
Ich bin absolut gegen diese ganzen Maßnahmen, die unterschwellig unsere Gesellschaft in eine langweilige, gleichgeschaltete Masse verwandeln, die in den Menschen nur noch "Konsumenten" sehen und alles Störende - weil Menschliche - einfach "materialisieren", wegpacken, oder in seiner neuen Form sogar gegen die Leute einsetzen!!
Wie etwa Claudia Schiffers Gesichtscreme! Sieh perfekt aus, habe keine Falten im Gesicht und du passt perfekt in die heutige Gesellschaft - aber sieht man dadurch überhaupt noch wie ein Mensch aus? Mein Gott, gerade Falten und unsymmetrisches Gesichtzüge sind doch das Interessante, was man im Gesicht seines Gegenübers erkennen kann, das was ihn zu einem Charakter, zu einem Individuum macht! Und Gefühle - nicht dieses verdammte, kalte Modewort "Emotionen" sind es, die die Menschheit weiter als diesen quirligen, vor Individualität strotzenden Haufen leben lassen!! Da kann sich Claudia Schiffer gern ihre sch**ß Gesichtspampe irgendwo hinstecken und sich die f*cking-Witschaftshörigen vom Fernsehen über höhere Einschaltqouten freuen, wenn irgendwo ein Sportler heult und sie die Kamera draufhalten!! Ich find das einfach nur abartig!!!

So, und DAS waren jetzt "große Emotionen", und ich hoff, mein Gesicht ist grad ganz runzlig und alt!

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