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H.d.l

Lancelot x Guinevere
von

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Eine kalte Nacht

Nachdem die Sonne bereits untergegangen und der Schneeregen schwächer geworden war, war auch in dem Nachtlager von Artorius, dem Befehlshaber der Ritter vom Großen Wall, Ruhe eingekehrt. Wer noch nicht schlafen konnte, weil ihm die Angst zu schaffen machte, dass die Sachsen jeden Augenblick um die Ecke kommen könnten, der hatte sich mit einem warmen Fell gegen die Kälte vor ein lodernedes Feuer gehockt und unterhielt sich gedämpft mit seinen Kameraden. Überwiegend suchten die Meisten aber Schutz vor den Taten dieser grausamen Welt im Schlaf und wer diesen Schlaf gefunden hatte, wurde schon nach kurzer Zeit von leichten Schneeflöckchen umhüllt, sanft in das Reich der Träume begeleitet.

Lancelot war einer von denen, die den Schlaf zwar suchten, aber ihn eher selten bekamen. Er war gerade dabei sein eigenes Lager für die Nacht vorzubereiten. Eine zerschlissen Decke diente als Schutz vor dem Bodenfrost und darüber würde er es sich mit einem Fell gemütlich machen. Bevor er das jedoch tat, wollte er noch ein Feuer entzünden und dazu brauchte er Holz. Gemächlichen Schrittes durchstreifte er das Nachtlager und versuchte etwas Holz aufzutreiben. Neben einem der großen Reisewagen wurde er fündig, denn dort befand sich ein Stapel Feuerholz. Lancelot trat auf das Holz zu und machte sich gerade daran ein paar gute Scheite aufzulesen, als ihm der Schein einer Lampe in ide Augen stach. Er sah auf und erkannte ein beleuchtetes Fenster an einem der Wagen, hinter dem Guinevere saß und von zwei Frauen mit einem Schwamm abgewaschen wurde. Als er erkannt dass sie junge Frau gänzlich nackt war, zwang er sich woanders hinzuschauen, doch der Drang ihren schönen glänzenden Körper noch einmal zu sehen, ließ ihn seine Augen wieder auf die Szene richten, die nur durch einen durchsichtigen Vorhang leicht verschleiert wurde. Es war schon eine Zeit lang her, dass er so eine hübsche Frau gesehen hatte, daher wunderte es ihn nicht, das er seine Augen nicht von diesem bezauberndem Wesen abbringen konnte. Lancelot konnte ihre roten Lippen sehen und ihre Augen, die es sichtlich genossen mit einem Schwamm von den Strapazen der vergangenen Wochen gereinigt zu werden. Noch während der nasse Schwamm wohltuend über ihre weiche Haut strich, wanderten ihre Augen in die Nacht hinaus, wo sie den Ritter bemerkten. Keine Regung durchzuckte ihr Gesicht, als sie ihn ansah. Sie beobachtete ihn einfach, Lancelot jedoch wandte seinen Blick sofort von ihr ab. Er wollte nicht dass sie die Situation falsch deutete, daher warf er ihr einen letzten Blick zu, drehte sich leicht verlegen ab und griff schnell zu einem kleinen Stapel Holz bevor er ging. Guineveres Augenaber folgten ihm nach. Es war ihr nicht peinlich dass er sie nackt gesehen hatte, denn sie wusste, dass er zwar ein Frauenheld, aber auch ein aufrichtiger und guter Mensch war. Bestimmte war es keine Absicht von ihm gewesen und ihren Anblick würde er wohl so schnell nicht wieder vergessen. Ein sanftes Lächeln huschte über ihre Lippen, als ihr klar wurde in welche Verlegenheit sie ihn gebracht hatte.

Nachdem man sie schließlich gewaschen und eingekleidet hatte, griff sie nach einem Mante und stapfte unbeirrt in die Nacht hinaus. Sie ließ die Reihen der Reisewagen hinter sich und suchte das zeltlager nach einem bestimmten Menschen ab. Sie netdeckte ihn, wie er an einem Baumstamm lehnte und starr ins Feuer blickte. Von ihren heran nahendem Schritten aufgeschreckt, sah er auf und erkannte Guinevere, die in einem feuerrtoten Mantel gehüllt war, der ihre Formen sacht umschloss. Seine Augen durchbohrten sie. "Sagt mir, erinnert ihr Euch noch an Eure Heimat?" Ein Lächeln umschloss die Lippen des Ritters, als er scherzhaft antwortete: "Meine Heimat? Nun was soll ich Euch da erzählen. Wir haben Ziegen geschlachtet, ihr Blut getrunken und sind nackt ums Feuer getanzt." Er lachte leise und musterte sie, als wollte er auf das Geschehen von vorhin anspielen. Guinevere aber war sich sicher, dass er seine Unsicherheit ihr gegenüber vertuschen wollte. Irgendetwas bedrückte ihn und was immer es war, es hatte mit ihr zu tun. "Ihr wisst, dass ich das nicht meinte.", antwortete sie mit einem flüchtigen Lächeln und setzte sich zu ihm. Er machte platz und bot ihr den größten Tel des Felles an. "Beschreibt mir Eure Heimat. Wie war sie?" Während sie das sagte, sah sie ihn auffordernd an. Er bemerkte den Ernst in ihrem Blick und seufzte schwer, bevor er zu erzählen begann und in schwachen ERinnerungen schwelgte. "Sie war wunderschön und unendlich weit. Von einem Horizont zum Nächsten erstreckten sich grüne Wiesen, die man gar nicht alle mit seinem Pferd erreichen konnte. Der Wind blies mir durch die Haare und rief meinen namen, während sich das Land unter einem ozeangleichen Himmel wand." Guinevere lächelte zufrieden.

"Das ist die Freiheit, die Ihr da beschreibt. Das wofür wir kämpfen." "Wenn das meine Freiheit ist, dann ist sie jetzt für mich unerreichbar.", antwortete er tonlos und stocherte mit seinem Stock im Feuer herum, um die Funken glühen zu lassen. "Ihr irrt Euch Lancelot, denn Freiheit kann auch dort sein, wo es Menschen gibt die Euch ähnlich sind, oder ähnlich fühlen wie Ihr. So wie ich.", schloss die junge Frau und sah ihn an. Seine schwarzen Augen schienen ihr das Gefühl zu geben ihn zu kennen. Auch Lancelot erkannte diese braunen Augen, doch woher, das wusst er nicht. Sie waren ihm vertraut und doch so fremd. Lancelot neigte sich leicht vor um ihr näher sein zu können.

"Glaubt mir, wenn es noch mehr Menschen wie mich geben würde, würde niemand mehr den hilflosen heöfen."

Sie waren sich jetzt so nah, das Guinevere sein Herz schlagen hören konnte. Sie spürte die Wärme seine Körpers und ihr Herz begann zu rasen. Ihre Gesichter kamen sich immer näher. Die Luft begann zu prickeln, doch noch bevor sich ihre Lippen zart berühren konnet, wehrte Lancelot plötzlich ab.

"Verzeiht mir bitte Guinevere.", sagte er und starrte wieder ins Feuer. Guinevere war enttäuscht, aber das wollte sie ihm nicht spüren lassen.

"Werdet Ihr mit der Freiheit, die Euch Rom versprochen hat, wieder in Eure Heimat zurückkehren? Werdet ihr heiraten und Söhne haben?", fragte sie nach einer peinlichen Stille. Wieder seufzte er.

"Ich habe so viele Söhne getötet. Welches Recht hätte ich da noch auf eigene?" "Jeder Mensch hat Rechte, man muss sich ihrer nur bewusst werden.", war ihre Antwort. "Diese Rechte existieren schon lange nicht mehr.", meinte er, wobei er sich sacht ansah.

"Warum sagt Ihr das?", wollte Guinevere wissen. Sein Gesicht nahm einen quälten Ausdruck an. "Weil ich es nicht ertragen kann Euch zu belügen. Ich...ich wollte Euch und den Jungen gar nicht retten und jetzt bedrückte er mich zu wissen, dass ihr gestorben wärt, wenn Artuhr Euch nicht gerettet hätte." Seine Worte hallten in ihrem Kopf wieder und hinterließen ihre Spuren.

"Wieso bedrückt Euch die Vergangenheit? Lasst sie ruhen, denn nur so könnt Ihr Euer Schicksal beherrschen. " Lancelot wandte sich bei ihren Worten ab, aber Guinever wollte das nicht zulassen und drehte seinen Kopf so, dass er ihr tief in die haselnussbraunen Augen sehen musste.

"Was fühlt Ihr? Wollt Ihr Eure Zeit mit belanglosen Gedanken verschwenden? Wisst Ihr, wenn jeder von uns wüsste wie lange er zu leben hätte, würden wir unser Leben sinnvoller gestalten. Es wird der Augenblick kommen, in dem Ihr Euch entscheiden könnt das richtige zu tun, Ihr sein ein ehrenhafter Mann Lancelot, warum also stellt Ihr Eure Ehre in Frage?"

Lancelot verlor sich in ihren Augen. "Könnt Ihr mir verzeihen Guinevere?", fragte er schließlich. Sie ließ sein Kinn los und musterte ihn entschieden, "Wie soll ich Euch verzeihen, wenn es nichts zu verzeihen gibt?" Ihre Worte stärkten ihn. Jetzt war er bereit für seine Freiheit zu kämpfen.

Mit einem letzten Blick für den Ritter, erhob sich Guinever und Schritt von Dannen. Noch immer raste ihr Herz wie verückt und sie konnte nicht leugnen zu bemerken, das sie ein flauer Gefühl inder Magengegend hatte. Mit einem zufriedenen Lächeln im gesicht schritt sie weiter durch die Nacht um ihren eigentlichen Auftrag zu erfüllen.



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Kommentare zu diesem Kapitel (2)

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Von:  RoxyDaydreamer
2008-07-26T17:29:04+00:00 26.07.2008 19:29
O______________O
wie geil!!!!
Dan geht nicht nur mir so XDD
ich bin fast durch gedreht als ich dne film zu ende sah >.<
ich hatte mir eigentlich auch gewünscht das die beiden zusammen kommen...naja^^
aber ich finde deine geschichte voll cool^^
*daumen hoch*
ich freue mich wens weiter geht^^
mach weiter so^^
Von:  Bernsteinseele
2008-06-01T21:14:40+00:00 01.06.2008 23:14
meinte er, wobei er sich sacht ansah. <<< er sieht eher sie an und nicht sich ^^

und jetzt bedrückte er mich zu wissen <<< es und nicht er ^^


eigentlicher Auftrag? hmm O_o

schöne Story .. hoffe das nächste Kapi kommt schneller ^^



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