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Akira

Japanisch Kanji: アキラ
Erstmalig erschienen: 1988
Produzenten: Akira Committee Company Ltd., Dragon Production, Hakuhodo Inc., Kodansha, Mash Room, Nakamura Production, Telecom Animation Film Company Ltd, TOHO, Tokyo Movie Shinsha
Animationsstudio: Tokyo Movie Shinsha
Anzahl Episoden: 1
TV-Serie: Akira: Part 1 (Live Action)
Manga: Akira
Manga: Akira - Farbige Neuausgabe
Manga: Akira - Originaledition
Kinofilm: Akira
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Kaneda
Tetsuo
(c) 1988 by Akira Committee, Mash Room, Toho, Hakuhodo, Katsuhiro Otomo

Review von Daniel Benkmann am 26.02.2002

16. Juli 1988: Fast ganz Tokyo wird in einer gewaltigen nuklearen Explosion vernichtet. Die Ursachen dieser Explosion bleiben weitestgehend ungeklärt, allerdings leitet dieses Ereignis den Beginn des 3. Weltkrieges ein.

31 Jahre später, 2019, ist Tokyo um den gewaltigen Krater herum als Neo-Tokyo wieder aufgebaut worden. Die düstere Metropole wimmelt von Weltuntergangs-Predigern, Gangs und Terroristen, die von der korrupten Regierung nur mühsam mit militärischer Gewalt unter Kontrolle gehalten werden können. In den Straßen herrscht Anarchie. Aufstände und brutale Bandenkriege sind an der Tagesordnung.

Die Freunde Tetsuo und Kaneda sind typische Jugendliche Neo-Tokyos. Von Schulbildung halten sie nicht sonderlich viel, sondern sie machen lieber mit ihrer Motorradgang nachts die Straßen unsicher und liefern sich auf ihren Bikes harte Kämpfe mit rivalisierenden Gangs, die in ihr Hoheitsgebiet eingedrungen sind. Bei einem dieser Konflikte stößt Tetsuo aus Versehen mit einer seltsamen Gestalt zusammen, die aussieht wie ein Kind aber ein Gesicht wie ein uralter Mann hat. Kurz darauf taucht das Militär auf, nimmt Tetsuo gefangen und führt an ihm Experimente durch, die unglaubliche psychische Kräfte in ihm wecken. Während Kaneda verzweifelt versucht, Tetsuo zu befreien, geraten dessen neugewonnene Kräfte außer Kontrolle und drohen nun ein zweites Mal Tokyo zu vernichten.
 

Die Meinung des Rezensenten:

"Akira" ist zweifellos einer der am weitest verbreiteten Anime-Filme in Deutschland. Selbst bei Videotheken, die mit Animes ansonsten herzlich wenig am Hut haben, steht in der Regel eine Kopie von "Akira" im Regal. So geschah es dann auch, dass eines Tages mein Bruder mit der "Akira"-Videokassette unterm Arm zu mir kam und mich somit meinem ersten echten Anime aussetzte (natürlich hatte ich zuvor schon viele Animes wie etwa "Heidi" oder "Captain Future" gesehen, aber "Akira" war der erste Anime, den ich auch irgendwie bewusst als "japanischen Zeichentrickfilm" wahrnahm). Ich muss damals ungefähr 12/13 Jahre alt gewesen sein und zu sagen, dass der Film bei mir einen sehr großen Eindruck hinterlassen hat, wäre wohl leicht untertrieben. Meine behütete kindliche Psyche, die zuvor allenfalls mit steriler "A-Team"-Gewalt konfrontiert worden war, wurde einer bombastischen Bilderflut an apokalyptischer Ultragewalt ausgesetzt, die durchaus ihre Spuren hinterlassen hat. Noch Jahre später blieben in meinem Gedächtnis vor allem zwei Dinge in bezug auf "Akira" hängen: Die Szene, in der Tetsuos Gedärme herausfallen und er versucht sie wieder hereinzuschaufeln, und die Tatsache, dass ich absolut keine Ahnung hatte, um was es in dem Film überhaupt ging.

Nun, ca. 10 Jahre später, muss ich feststellen, dass ich besagte Gedärme-Szene beim zweiten Ansehen des Films als eher harmlos empfand, die Handlung aber nach wie vor ein wenig verwirrend bleibt (dazu später mehr). Auf jeden Fall war es sehr interessant nach all den Jahren wieder zu diesem Film zurückzukehren und festzustellen wie er heute auf mich wirkt. Als Ergebnis meiner persönlichen Erfahrungen kann ich zumindest sagen, dass die Altersfreigabe "ab 16" bei diesem Film sehr wohl ihre Berechtigung hat, selbst wenn heutzutage die Kids wahrscheinlich schon wesentlich abgebrühter sind als ich damals.

Aber genug über mich, reden wir lieber über den Film.
"Akira" basiert auf dem gleichnamigen Manga von Katsuhiro Otomo, das erstmals 1982 im japanischen "Young Magazine" erschienen ist. Der Film kam 1988 in Japan in die Kinos und war zu dieser Zeit der teuerste bisher produzierte Anime - und das sieht man dem Film auch an. Selbst nach heutigen Standards kann "Akira" technisch noch erstaunlich gut überzeugen und wirkt keineswegs veraltet. Die Animationen sind sehr gut und die Hintergrundzeichnungen strotzen nur so vor Details.

Lässt man allerdings die technischen Aspekte beiseite und konzentriert sich nur auf die narrativen Elemente, so kann "Akira" nicht mehr so gut punkten. Die Grundhandlung Marke "Armee macht Experimente mit PSI-Kindern, die außer Kontrolle geraten und eine Welle der Zerstörung auslösen", die mit einem Minimum an politischer Intrige gewürzt wurde, gewinnt wahrlich keinen Originalitätspreis und ist für meinen Geschmack stellenweise mit viel zu viel parapsychologischem und existenzialistischem Quatsch versehen worden. Genauso wenig konnten mich die Charaktere überzeugen, die alles in allem äußerst flach bleiben. Vor allem begeht Otomo den großen Fehler, dass er erst gegen Ende des Filmes in Rückblenden die enge Beziehung zwischen Kaneda und Tetsuo näher beleuchtet, also zu einem Zeitpunkt zu dem diese Beziehung längst zusammengebrochen ist. Da der Zuschauer aber vorher diese enge Beziehung höchstens erahnen konnte, lässt ihn die Entzweiung der beiden vorerst ziemlich kalt und er kann ihre Handlungen deswegen teilweise auch nicht so ganz nachvollziehen. Man mag sich darüber streiten, aber ich hätte es wesentlich besser gefunden, wenn man auf konventionelle Weise die Beziehung zuerst mal aufbaut, bevor man sie zerstört, und sie nicht erst zerstört und den Aufbau dann kurz vor Schluss, wenn es eh schon egal ist, nachliefert.

Neben diesen spärlich eingestreuten Elementen zur Charakterisierung der Hauptpersonen besteht der ganze Schluss des Filmes im Prinzip nur aus einer reinen Zerstörungsorgie. Diese ist zwar absolut grandios gemacht, aber ein klein wenig hätte man sich ruhig zugunsten der Handlung und der Charaktere zurücknehmen können. Vor allem da viele Handlungselemente aufgrund der extremen Raffung, die bei der Umsetzung eines recht umfangreichen Mangas als 2-Stunden Film notwendig war, nur schwer nachzuvollziehen bleiben. So gibt es im Film einige Charaktere, die nur am Rande vorkommen und bei denen man sich fragt, was sie eigentlich im Film zu suchen haben.

Trotz dieser harschen Kritik muss ich allerdings sagen, dass "Akira" auf jeden Fall sehenswert ist. Ähnlich wie "Blade Runner", mit dem der Film manchmal verglichen wird, überzeugt "Akira" weniger durch seine Handlung als vielmehr durch seine unglaublich dichte Atmosphäre. In teilweise atemberaubender Bildkomposition wird eine faszinierende urbane Weltuntergangsatmosphäre geschaffen, zu der auch der geniale Soundtrack beiträgt. In der Tat muss ich sagen, dass der Soundtrack zu "Akira" meiner Meinung nach einer der besten Filmsoundtracks überhaupt ist. Nicht etwa, weil man ihn sich auch gut zuhause im CD-Spieler anhören kann (das ist, bis auf einige Tracks, eher weniger der Fall), sondern weil er den Film mit seiner ungewöhnlichen Art perfekt untermalt und die Atmosphäre optimal unterstützt. Und genau das sollte ein guter Soundtrack leisten.

Fazit: "Akira" ist ein visuelles Meisterwerk, ein Anime-Meilenstein - ohne Frage. Lässt man aber das ganze technische Drumherum weg, kann er storymäßig nicht hundertprozentig überzeugen. Nichtsdestotrotz ist der Film Pflichtprogramm für jeden ernsthaften Anime-Fan und solche die es noch werden wollen.


Von: abgemeldet
29.11.2009 05:32
Action
Romantik
Humor
Anspruch
Handlung
Gesamt
Meisterwerk, ich glaub mehr kann man dazu nicht sagen oder ??? ^^
ach und für alle die diesen film gerne haben wollen schaut doch mal bei Ebay rein ;-Þ, hab meinen auch von dort und sogar recht !!!preisgünstig!!!

VHS
  Deutsch Synchronisiert



Firma: Warner Home Video - erschienen
DVD
Cover Deutsch Synchronisiert



Termin: August 2001 - Firma: N/A - erschienen
Cover


Termin: Oktober 2014 - Firma: Universum Anime - erschienen
Cover


Termin: Dezember 2005 - Firma: Panini - erschienen
Blu-ray
Cover


Termin: Oktober 2014 - Firma: Universum Anime - erschienen
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