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~*~Im Schatten meiner Schwester ~*~
von

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~*~ bittersweet Memories ~*~

1 ~*~ bittersweet Memories ~*~
 


 

Verlobter?!

Wie bitte..?!

Das musste ein Traum sein...Nein dass konnte nur ein Traum sein!

Ein kalter Schauer lief mir über den Rücken als die Verwandten laut zu jubeln begannen und den beiden gratulierten.

InuYasha?!

Von Ibiza?!

Der Verlobte meiner Schwester?!

Mein Magen verkrampfte sich und ich griff reflexartig nach dem Bourbon.

Dass konnte doch alles nur ein schlechter Witz sein...!

Wann läutete endlich dieser verflixte Wecker?!

Flashbacks überfluteten mich, alles was ich jahrelang versucht hatte zu verdrängen kam zurück an die Oberfläche.

"Miss Kagome, alles in Ordnung?" hörte ich Robbis besorgte Stimme. Gut möglich dass jegliche Farbe von meinen Wangen verschwunden war.

Ich nickte abwesend, kniff mich in den Oberschenkel um diesen Alptraum zu entfliehen...

Doch ich wachte einfach nicht auf!

Unsicher wanderte mein Blick durch den Raum, wie war dass nur alles möglich?!

7,4 Milliarden Menschen leben auf dieser Welt, und meine Schwester fand genau InuYasha?!

InuYasha...?

Wieder spürte ich wie sich alles in mir zusammen zog, kopfschüttelnd stand ich auf, versuchte den Raum nicht fluchtartig zu verlassen obwohl ich am liebsten hinaus gestürmt wäre!

Meine Gedanken überschlugen sich als Kikyou mich überrascht abfing.

Ich stutzte, alles in mir Schrie nach der offenen Terrassentüre, als würde ich vergeblich auf dem Rettungsring in der Brandung warten.

"Kagome..?" kam es ungläubig über Kikyous Lippen.

Ich hielt inne, obwohl ich innerlich wie ein Vulkan am Brodeln war.

"Du bist also wirklich gekommen, es freut mich sehr" meinte sie aufrichtig, musterte mich neugierig.

Wahrscheinlich hatte sie, wie auch all die anderen, gedacht dass ich es nicht auf die Reihe bekommen würde.

Ich schluckte den Klos in meinen Hals herunter, wusste nicht was ich sagen sollte, nie zuvor war ich derart sprachlos.

Immerhin hatten wir seit meinen Auszug damals kein Wort mehr miteinander gewechselt.

Ihre braunen Irden fanden die meinen.

"Gut siehst du aus" fügte sie positiv überrascht hinzu und zog mich in eine Schwesterliche Umarmung.

"...Ich hatte gedacht, dass wir unsere Differenzen vielleicht beiseite schieben könnten?! Immerhin ist unser Streit Jahre her...und du musst wissen, ich wollte damals wirklich nur das Beste für dich"

Ich stockte über ihre Worte und drückte sie schweigend von mir.

Meine Gedanken überschlugen sich, vermischten sich mit meiner Gefühlslage.

Das Beste?!

Alle wollten immer nur das Beste für mich...!

Ich biss mir auf die Lippen, wollte nicht länger über ihre Meinung nachdenken.

"Meinen Glückwunsch..." brachte ich zögernd über meine Lippen, sie lächelte warm.

"Danke Kagome. Ja, InuYasha ist toll, wir sind bereits seit 10 Monaten ein Paar" gestand sie schwärmend.

Mein Herz hämmerte laut gegen meine Rippen.

Seit 10 Monaten?!

InuYasha?

"Entschuldige mich bitte, ich muss einen wichtigen Anruf entgegen nehmen, ich bin gleich wieder da" versuchte ich dieses Gespräch zu beenden.

Wollte nichts über ihre Verbindung wissen, geschweige denn von ihrer Liebe.

Sie hielt irritiert inne, doch diese Tatsache war mir in diesem Moment wirklich egal.

Ich wollte nur hier raus!

Verstimmt setzte ich meinen Weg Richtung Terasse fort.
 

Erst als die kühle Abendluft meine Haut berührte und ich die Musik und das Gelächter hinter mich gebracht hatte, spürte ich das Brennen hinter meinen Liedern.

Erinnerungsfetzen kämpften sich immer weiter nach oben.

Raubten mir die Sicht, all dass was ich jahrelang verdrängt hatte, kam nun wie die Flut über mich.
 

Seine Berührungen...,

seine Küsse, seine Haut auf der meinen,

sein warmer Atem an meinen Hals...

Seine Stimme, welche mich auch heute noch in meinen Träumen verfolgt.
 


 

~*~ Flashback auf Ibiza 6.Jahre zuvor ~*~

Lächelnd erhob Ich mein Cocktailglas und stieß mit meinen Freunden Sango, Ayame und Eri an.

Sango hatte ihr Haar anders als sonst offen über ihrer Schulter liegen, genau wie ich trug sie ein knappes Cocktailkleid.

Während Ayumi und Eri sich für eine Leggings und ein Top entschieden hatten.

Genüsslich schlürfte ich an den Cocktail, schob mir eine Strähne zurück.
 

Ich war achtzehn Jahre alt, wir hatten den Abschluss hinter uns und verbrachten die nächsten zwei Wochen in einem Luxushotel auf Ibiza.

Sonne, Strand und Party.

2 ganze Wochen...!

Unser kompletter Jahrgang war hier und freute sich auf die ausgelassene Zeit.

Seit Anfang des Schuljahres hatten wir uns über nichts anderes gesprochen.

Eine Auszeit, ein Neubeginn.

Wir alle hatten Pläne, auch wenn manche davon komplett unrealistisch waren, die Welt stand uns offen.

Zumindest aus der Sicht eines jungen Erwachsenen.
 

Gut gelaunt blickte ich mich in der Strand Disco um, welche bereits gut gefüllt war.

Koga und Miroku waren gerade am Weg zur Bar um die nächste Runde klar zu machen.

Wir waren bereits seit über einer Stunde hier und dementsprechend angeheitert.

"Kagome..." lächelte meine Freundin Sango amüsiert "Siehst Du den Dj vorne an der Bar?"

Ich hob irritiert eine Augenbraue und folgte ihren Blick.
 

Kennt ihr diese Momente in denen man glaubt die Zeit würde still stehen?!

Das war so ein Moment.
 

Karamellgoldene Augen trafen auf die meinen.

Ein Schauer durchfuhr mich als hätte mein Herz für einen Augenblick ausgesetzt.

Dieser kurze Moment schien meinen Körper komplett unter Strom zu setzen.

Eilig wendete ich den Blick ab, blinzelte unsicher, zog meine Hand zu meinen wildpochenden Herzen.

"Ach Quatsch" meinte ich schnell um meine Unsicherheit zu überspielen.

Sango und die anderen blickten nun auch zu dem Jungen Dj an der Bar.

Er hatte langes silbernes Haar, welches er locker zurück gebunden hatte.

Auf seinem rechten Arm erkannte man eine Tätowierung.

Doch sie hatte recht, immer wieder fand ich seine Goldenen Augen, welche mich wortwörtlich durchleuchteten.
 

Nach einem weiteren Cocktail traute ich mich mit meinen Freunden auf die Tanzfläche, erstaunt stellte ich fest dass der Junge erneut auflegte.

Er hatte es echt drauf den Laden am Laufen zu halten und zog immer mehr Menschen auf die Tanzfläche.

Zuhause war ich den Jungs so gut es ging aus dem Weg gegangen, was vielleicht auch daran lag dass es keinen gab der ernsthaft mein Interesse geweckt hatte.

Ich erwischte mich erneut als mein Blick zu Ihm wanderte, biss mir auf die Lippe.

Denn seine Irden warteten bereits auf die meinen...in einer Gruppe tanzender Partygäste, sah er nur mich an?!

Wie von ihm angezogen, schritt ich auf ihn zu. Meine Großmutter hatte mir immer gelehrt dass es im Leben keine Zufälle gibt, Vor allem keine die zweimal passieren...!

Er wendete seinen Blick nicht ab obwohl er, glaube ich, mehrmals mit dem Gedanken gespielt hatte.

Einige Mädchen an der Bar warfen mir verdatterte Blicke zu, denn sie saßen sicher nicht nur wegen der guten Musik hier.

"Hola" meinte ich und versuchte mein Spanisch suf Vordermann zu bringen, was dank des Alkoholeinflusses gar nicht so einfach war. "Tienes tiempo?" fragte ich unbeholfen.

Ein leichtes Lächeln umspielte seine Lippen, als er seinen Kollegen die Kopfhörer reichte und hinter dem Pult hervor kam.

Er trug eine schwarze Jeans und ein helles Shirt, welches seine sportliche Figur kaum verschleierte.

Etliche verdutzte Blicke wanderten zu mir, anscheinend ging er solch einer Bitte nicht oft nach.

"Hola" hauchte er gerade so laut dass ich es verstehen konnte.
 

Ein Schauer jagte meinen Rücken hinunter als sein warmer Atem meine Wange berührte.

Nie zuvor hatte mich ein Mann derart in seinen Bann gezogen, nie zuvor war ich so fasziniert.
 

Was war das zwischen uns?!
 

Er deutete mir mit ihm zu kommen, was ich zu meiner Verwunderung tatsächlich tat.

Mit einem Fremden mitzugehen?!

Ohne jemanden Bescheid zu geben?! Meine Mutter würde mich umbringen...!

Die kühle Nachtluft umfing mich als wir nach draußen Schritten.

Er hielt mir Gentlemanlike die Türe auf und ich stockte als mein Blick über das schwarzglitzernde Meer fiel.

Die Türe fiel hinter mir ins Schloss, während ich mich gegen die Steinterasse lehnte und die rauschenden Wellen  bestaunte.

Der Mond spiegelte sich auf der dunkeln Oberfläche, gab der Nacht einen mystischen Touch.

"no tienes miedo?" kam es nachdenklich über seine Lippen.

Hast du keine Angst...?!

Angst?!

Ich dachte kurz über seine Frage nach bevor ich zur Antwort ansetzte.

"Angst haben wir alle, die Frage ist nur wovor" gestand ich leise, drehte mich zu ihm herum.

"So weit reicht mein Spanisch leider nicht" fügte ich schnell hinzu.

Hoffte dass er mich auch so verstehen würde "Englisch?" hakte ich nach als er mich eingehend musterte.

"Deine Muttersprache sollte kein Problem für mich sein..." 

Was?! Er sprach Japanisch?!

Er lächelte, schien amüsiert  "wie ist dein Name?" fragte er vorsichtig. Lehnte sich neben mich und musterte mich eingehend.

Doch er sah mich nicht einfach nur an, es war als würde er jede kleinste Bewegung von mir studieren.

"Kein Problem mit Japanisch?" fragte ich verwundert, er lächelte warm, hatte wohl keine Lust alle Karten auf den Tisch zu legen.

"Wie ist dein Name..?" konterte ich, versuchte ihn aus der Reserve zu locken.

Er lächelte erhaben, und irgendwie fühlte es sich so an als würden wir uns bereits seit Ewigkeiten kennen.

"InuYasha" antwortete er und reichte mir seine Hand, immer noch suchte ich in seinen geheimnisvollen Seen eine Antwort auf meine eigentliche Frage.

Eine Antwort auf meinen schnellen Herzschlag...

Nachdenklich betrachtete ich seine Hand, versuchte mir einen Reim auf all das zu machen.

"Kagome" meinte ich wahrheitsgemäß und ergriff vorsichtig seine Hand.
 

Doch als ich seine Hand berührte, veränderte sich alles.

Es war fast als würde mein Herz meine Frage beantworten...
 

Alles woran ich je geglaubt hatte, löste sich in Luft auf und war plötzlich bedeutungslos.
 

Unsere Finger verhakten sich automatisch und es fühlte sich an als stünde ich in Flammen.
 

Sein Blick fixierte unsere Hände, als hätte er es auch gespürt?!

Unweigerlich rebellierte mein Herz in meiner Brust, nie zuvor hatte es einen solchen Marathon geschlagen.
 

Unsere Blicke trafen sich, nur das befremdliche Gefühl war wie ausgelöscht,  völlig vor den Kopf gestoßen zog ich meine Hand zurück.
 

Doch,

Wenn ich gewusst hätte wie schwer es war seine Hand wieder los zu lassen...hätte ich sie nie berührt...!
 

"Verzeih" säuselte ich unschlüssig, kam mir wie in einem der schnulzigen Liebesfilme vor, in dem es um die einzig wahre Liebe ging.

Seine Irden loderten auf, auch er schien perplex über das eben passierte.

"Kagome..." wiederholte er meinen Namen nachdenklich.
 

"Verzeih...aber ich, ich sollte besser wieder rein gehen" meinte ich unsicher.

"Sonst schicken meine Freunde vielleicht noch einen Suchtrupp los" fügte ich eilig hinzu um meine Spannung zu verschleiern, rang mir ein Lächeln ab.

Er hob seine Goldenen, und ich versank wortwörtlich darin.
 

"Begegnungen, die berühren, machen das Leben wertvoll" sagte er leise, schien plötzlich ganz weit weg.

Was?!

Berühren?

Er hatte es also auch gespürt?

Ungläubig sah ich ihn an,  spürte mein schnell pochendes Herz, welches mir am liebsten entflogen wäre...

~*~ Flashback Ende ~*~
 

Ich schüttelte eilig den Kopf, hatte mir damals geschworen nie wieder an ihn zu denken!

Niemand aus meiner Familie wusste von dieser Geschichte auf Ibiza.

Und niemand wusste dass er mit schuld hatte, an meinem Sichtwechsel.

Gequält schloss ich die Lieder, wollte diesem Alptraum einfach nur entfliehen.  "Kagome...?" mein Herz zog sich zusammen.

Sota?

"Hi, ist alles in Ordnung?" hakte mein Bruder besorgt nach.

Vergeblich versuchte ich meine Stimme zu halten "Hast du geweint...?" kam es fast schockiert über seine Lippen. Immerhin war ich immer die Harte in der Familie, wischte mir eilig über die Wangen.

"Alles okay" meinte ich innerlich bebend "Sie wollen mit dem Essen beginnen..." fuhr Sota langsam fort, schien zu merken dass meine Aussage nicht ganz der Wahrhwit entsprach.

Er schien zu überlegen was mich derart aus der Bahn geworfen hatte.

"Ist wirklich alles in Ordnung?" fragte er fürsorglich, ich nickte schnell, und auch wenn ich am liebsten auf und davon gelaufen wäre, zwang ich mich selbst wieder dort hinein.

All meine Alarmglocken dröhnten auf mich ein, doch jetzt abzuhauen würde vielleicht alles nur noch schlimmer machen.

Und meine Eltwrn würden mir dass wahrscheinlich nie verzeihen.

Keiner von ihnen konnte auch nur im empferntestwn erahnen welche Vergangenheit mich mit InuYasha verband.

Schließlich hatte ich vor meiner Familie niemals seinen Namen erwähnt, noch was damals auf Ibiza passiert war...

InuYasha...

Kikyous Verlobter...?!
 

Schweigend folgte ich Sota an die große Tafel, ohne aufzufallen schmuggelten wir uns an die Schlange beim Buffet.

Die Auswahl war gigantisch, auch wenn mir der Appetit wortwörtlich vergangen qar. 

Ich versuchte mir vor Sota nichts anmerken zu lassen.

Doch als ich mit ihm an den Tisch schritt erstarrte ich.

Mein Magen zog sich zusammen, nochmals blickte ich auf mein Namenstaferl. Genau neben Kikyou?!

Und...ich schluckte als ich seinen Goldenen begegnete.

Gegenüber von InuYasha...!

In seinen Augen spiegelten sich die meinen wieder.

Eilig wich ich seinen Blick aus und nahm wortlos zwischen Kikyou und Sota Platz.

Kikyou war mit einem der Kellner beschäftigt und bemerkte mich nicht sofort, was mir etwas Zeit gab um meine Innerliche Ruhe wieder zu finden.

Ich versuchte mir meine Zerrissenheit nicht anmerken zu lassen und lauschte angespannt Sotas Sätzen.

Er erzählte von den letzten Monaten und dass er auf der Uni angenommen wurde.

Im Gegensatz zu Kikyou hatte ich mit Sota all die Jahre Kontakt, wir trafen uns oft in der Stadt oder besuchten die selben Nachtclubs.

Sota war mitterweile neunzehn Jahre alt und hatte eigentlich den selben Freiheitsdrang wie ich, was bei meinen Eltern nicht immer auf Zusprache traf.

"Sag mal Kagome, hast du deine Unterlagen schon eingereicht?" schweifte mein Bruder plötzlich von Thema ab und innerlich verfluchte ich ihn.

Immerhin spürte ich Kikyous vollkommene Aufmerksamkeit bereits im Rücken.

"Ja habe ich..." wollte ich das Thema beenden.

Sotas Augen funkelten

"Unterlagen..?" hörte ich Kikyous neugierige Stimme, während ich schnell einen Schluck von dem Champagner nahm.

"Ja Kagome hat letztes Jahr etliche Prüfungen nachgeholt...und einen super Job in Aussicht" kam es stolz von Sota, welchen ich mit einem leichten Kopfschütteln zum Schweigen brachte.

Immerhin hatte mein Privat Leben hier rein gar nichts zu suchen. Votallem nicht vor meiner perfekten Schwester.

Leider wurde auch mein Vater auf unser Gespräch aufmerksam, und erhob zu meinen Leidwesen seine Stimme.

"Tatsächlich?" hakte er nach "welche art von Job?" belächelte er und konnte seinen Spott nur schwer zurückhalten.

Immerhin waren meine Job Aussichten in den letzten Jahren alles andere als Prickelnd in seinen Augen.

Alle Blicke fielen nun auf mich, auch wenn InuYasha sich mühe gab sich seinen Steak zu widmen.

"Stewardes" meinte ich knapp.

Stille folgte und auch InuYasha hielt nun inne.

"Oh..." kam es unerwartet von Kikyou, welche wahrscheinlich mit etwas verrückten gerechnet hatte.

Etwas dass weder Hand noch Fuß hatte.

Mein Vater zog eine Augenbraue nach oben "Flugbegleitung? Ernsthaft?" meinte er seufzend.

Ich erwiderte genwrvt seinen Blick "Jemand sagte mir einmal, ich solle etwas machen dass mich Glücklich macht ...und nicht etwas dass jeder von mir erwartet"

Nun hatte ich InuYashas komplette Aufmerksamkeit auf mich gezogen, auch wenn ich wusste dass er diesem Gespräch bereits seit Beginn gefolgt war.

"Etwas dass dich Glücklich macht...?" höhnte mein Vater kopfschüttelnd.

"Es ist mein Leben Vater, ich schreibe dir auch nicht vor wie du dass deine führen sollst" konterte ich unterkühlt.

Mein Vater wandt sich von mir ab "wenigstens hat eine meiner Töchter den wahren Sinn im Leben erkannt...und führt unsere Firma in eine wohlhabende Zukunft" schloss er das Thema ab ubd lächelte Kikyou warm an.

Manche Dinge würden sich wohl nie ändern...
 

Ich warf Sota einen strafenden Blick zu, immerhin hatte er dieses Thema erst begonnen.

Seine Augen sprachen Bände und ich wusste dass es ihm leid tat.

Als Kikyou dann noch mehr in meinen Privatleben rumbohrte, war ich kurz davor zu explodieren.

Ich war verwundert als InuYasha dazwischen fuhr und sie in ein Gespräch verwickelt.

Für den Bruchteil einer Sekunde suchte ich seinen Blick, wollte wissen ob er dies absichtlich getan hatte.

Doch seine Aufmerksamkeit blieb mir verwehrt.

Unsicher schob ich mir eine Strähne zurück, fühlte mich immer noch wie in einen Traum.

Viel zu unrealistisch war es ihn nach all den Jahren wieder in der Nähe zu wissen...

Vor allem nach allem was damals zwischen uns vorgefallen war.

Ich blickte auf als mein Vater das Wort ergriff und InuYasha als vermögenden Geschäftsmann vorstellte.

Was?!

InuYasha war reich?!

Womit hatte er mich damals noch belogen?!

Langsam wurde ich mir bewusst dass ich ihn eigentlich gar nicht kannte, er hatte damals nicht viel über sich erzählt.

Doch dennoch, ich blickte zu ihm, denn er war es der mir damals die Augen geöffnet hatte.
 

Wie durch ein Wunder umging ich die nächsten Gespräche und genoss dass Dinner.

Ein Rinderfiletsteak mit einer köstlichen Steinpilz Sauce dazu Bandnudeln.

Auch wenn mir das Essen eigentlich vergangen war, war dieses Gericht ein wahrer Gaumenschmaus.

Ich schaffte es nach dem Hauptgericht unbemerkt vom Tisch zu verschwinden und Richtung Bad zu verschwinden.

Seufzend betrachtete ich mein Spiegelbild, fuhr mir durch die losen Strähnen.

Am liebsten wäre ich einfach nach Hause gefahren...genau wie damals.

Abwesend tupfte ich mit dem Waschlappen über meine geröteten Wangen, war froh dass mein Spiegelbild nichts von meinem inneren Vulkan Preisgab.
 

Die Türe fiel leise ins Schloss und kündigte mir Gesellschaft an, doch als niemand näher kam, überkam mich ein ungutes Gefühl.

Unsicher drehte ich mich zur Türe um...denn mit ihm hatte ich hier absolut nicht gerechnet.

Mein Atem stockte, während sich mein Herz verkrampfte.
 

InuYasha...?!
 

Er lehnte an der Badezimmertüre, einige seiner Strähnen hingen ihm ins Gesicht.

Und zum ersten Mal an diesem Abend sah ich ihm direkt an.

Er wirkte älter, reifer als noch vor sechs Jahren.

Seine goldenen Augen hatten ihr gefährliches Funkeln verloren, doch an seiner Statur hatte sich rein gar nichts verändert.

Ich schluckte, wusste dass es nun kein zurück mehr gab, mein Mund fühlte sich so trocken an.

Es war fast als hätte er ein Feuer mit in den Raum gebracht.

All meine Gefühle brodelte auf mich ein, genau wie die letzte Nacht zwischen uns, vor all den Jahren.

"InuYasha" brachte ich schließlich heißer über die Lippen.

Er schwieg sah mich einfach nur an, oder gar durch mich hindurch?

Diese Stille war unerträglich, nagte an meiner nicht vorhandenen Geduld.

"Was willst Du...?" fragte ich unbeholfen, versuchte mir vor ihm keine Blöse zu geben.

"Warum...?" hauchte er abwesend, brachte mich zum stutzen.

Warum?!

Ernsthaft..?!

Warum?!

"Ist dass dein Ernst?" kam es fassungslos über meine Lippen.

Seine Augen verengten sich, ich schnaubte.

"Weißt Du, eigentlich bin ich dir überhaupt keine Rechenschaft schuldig, und nach all den Jahren habe ich keine Lust diese Geschichte erneut aufzuwärmen!" winkte ich ab, schüttelte ungläubig den Kopf.

Ich griff kopfschüttelnd nach meiner Handtasche und schritt auf ihn zu.

Meine Knie waren wie Wackelpudding, je näher ich ihm kam.

InuYasha sah mich immer noch sprachlos an, schien irritiert, fast als würde er die Vergangenheit Revue passieren lassen.

Ich biss mir auf die Lippen, durchbrach den letzten Abstand, immherhin stand er vor meinen einzigen Fluchtweg. Und ich hatte echt keine Lust noch eine Sekunde länger mit ihm alleine zu sein!
 

Gerade als ich mich an ihm vorbei schieben wollte legte sich seine Hand um mein Handgelenk.

Was?!

Ein Schauer lief über meinen Rücken, raubte mir den Atem.

Ein alt bekanntes Gefühl kämpfte sich aus den tiefen meiner Seele empor, ein Gefühl welches ich all die Jahre vergeblich versperrt hatte.

Viel zu nahe...Verdammt!

Geschockt über meine immer noch vorhandenen Gefühle hob ich meinen Blick.

Kaum noch einige Zentimeter trennten unsere Gesichter voneinander, mein Herz hämmerte laut auf, als hätte es nach einem ewigen Winter einen neuen Marathon geschlagen.

"Kagome..." seine Haut brannte auf der meinen wie mein Name auf meiner Seele.

"Lass mich los..!" keuchte ich hilfesuchend auf, taumelte zurück, versuchte Abstand zu gewinnen.

Schob beiseite dass er mit meiner Schwester verlobt war, konzentrierte mich einzig und allein auf das Gefühl als ich damals zum Flughafen gefahren war.

Zwei Tage vor all meinen Freunden...

"Warum bist du gegangen? Warum?" seine Stimme klang fordernd, jedoch auch gebrochen?!

Ich schüttelte den Kopf dachte an das Gespräch zurück, welches ich rein zufällig gehört hatte.

"Ich weiß dass es nur eine Wette war..."

Seine Augen weiteten sich, er schien mit allem gerechnet zu haben, aber mit der bitter süßen Wahrheit?!

"Und jetzt lass mich vorbei..." knurrte ich ohne auf seine Reaktion einzugehen.

Wieder wurde ich von meinen Gefühlen überrumpelt, als ich nach der Türschnalle griff.

Ich zog scharf die Luft ein als er zu mir herumfuhr und mich gegen die Türe drückte, die Schnalle fiel leise zurück ins Schloss.

Er hatte die Augen geschlossen, sein Atem streifte meine Wange, seine Nähe war Berrauschend.
 

Langsam wurde ich mir unserer Lage bewusst, verdammt ich war nicht nur mit meinem Ex im Badezimmer eingesperrt, nein verdammt, er war auch noch der Verlobte meiner Schwester!

Seine Goldenen flackerten beunruhigt auf "Und soetwas hast du geglaubt?" kam es bebend über seine Lippen, welche viel zu nahe an den meinen waren.

"Es ist egal was ich geglaubt habe...jetzt ist es sowieso bedeutungslos" zischte ich, versuchte gleichgültig zu klingen.

Er schwieg, und für einen Augenblick hatte ich das Gefühl dass er noch etwas sagen wollte.

Atemlos verliß ich das Badezimmer und beschloss dieser Schmach ein Ende zu bereiten in dem ich zielstrebig auf meine Eltern zuschritt und mich verabschiedete...

InuYasha war wie ein Taifun zurück in mein Leben gefegt.

Nie hatte ich damit gerechnet ihm je wieder zu sehen und doch, die Karten wurden neu gemischt.
 

Ausgelaugt stieg ich in meinen Wagen und ließ diesen schrecklichen Abend hinter mir.

Dass mein Leben in den nächsten Monaten noch auf eine Harte Probe gestellt werde würde, ahnte ich zu dem Zeitpunkt noch nicht...


Nachwort zu diesem Kapitel:
Hi ihr Lieben 😊
Es freut mich dass euch der Prolog so gut gefallen hat und hoffe ihr seit auch mit dem ersten Kapitel zufrieden ❤
Was genau zwischen den beiden vorgefallen ist und von welcher Wette Kagome sprach werdet ihr im Laufe der Geschichte erfahren.
Es bleibt auf jeden Fall geladen zwischen den Fronten 😜
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Kommentare zu diesem Kapitel (3)

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Bitte keine Beleidigungen oder Flames! Falls Ihr Kritik habt, formuliert sie bitte konstruktiv.
Von:  Vigeta1876
2019-01-29T14:31:27+00:00 29.01.2019 15:31
Wetten o o das ist immer Sch.....💩.
Dazu wahrscheinlich nur die Hälfte des Gesprächs mitbekommen.
Ja klar .

Na das kann ja nur Ärger geben.
Von:  Yuna_musume_satan
2018-09-26T22:03:54+00:00 27.09.2018 00:03
Hammer Ich konnte mich komplett in kagome Ihnen versetzen und mir herz schlägt glaub ich auch gerade einen Marathon
Wieder eine fantastische story was läst du dir noch für uns einfallen
Antwort von:  Diavolo7
27.09.2018 09:15
Hi ❤
Dankeschön, es freut mich dass es dir so gut gefällt. Ich liebe es aus der Personen Sicht zu schreiben und freue mich riesig wenn man sich in die Charaktere hinein versetzen kann.
Leider wird Kagome täglich mehr in die Hochzeitsvorberreitungen verwickelt, was leider auch dazu führt, dass sie InuYasha öfter sehen muss, was ihr anfangs gar nicht in den Kram passt...
Viel Spaß beim neuen Kapitel :))
Von:  elfenschwert
2018-09-23T19:35:48+00:00 23.09.2018 21:35
gefällt mir sehr gut,... bin weiterhin gespannt ^^
Antwort von:  Diavolo7
27.09.2018 09:16
Hi :)
Ja hier geht es drunter und drüber, Kagome ist echt fertig, nicht nur das Familien Dilema, sondern auch Geldsorgen und alte Erinnerungen.
Sie hat einen komplett anderen InuYasha kennen gelernt, als der, der ihr nun gegenübersteht.

Auch die Vergangenheit wird nun immer mehr in den Vordergrund rücken, und warum Kagome damals Hals über Kopf auf ihr Erbe verzichtet hat und von zuhause abgehauen ist.

Es bleibt also spannend :)
Auf jeden Fall, viel Spaß beim neuen Kapitel :)


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