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Eru áva dartha amarth yoménië

Eine unerwartete Schicksalsbegegnung
von

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bei Tom und Goldbeere

Niemand bemerkt es in dem Augenblick, aber der Zwerg muss heftig schlucken, als ihn diese ungewöhnlich schöne und hochgewachsene Frau so unerwartet an der Hand nimmt und mit sich fort hinein ins Haus zieht, schon weil er mit dieser Natürlichkeit und Anmut am Ende der Welt nie und nimmer gerechnet hat…
 

So verschlägt es ihm im wahrsten Sinne des Wortes die Sprache...SIE ist unbeschreiblich...es gibt keine Worte für ihre gänzlich unirdische Schönheit. Thorin hat sich die Frau des Menschen ebenso plump und ungelenk vorgestellt wie er es ist, bestenfalls ein hässlicher dürrer Besen von seinem Weib, ja das hat er sich insgeheim über sie gedacht.
 

Aber wie sehr er sich in dieser Hinsicht geirrt hat, wird ihm jetzt um so klarer als er sie sieht.
 

Denn das hier, ist wahrlich eine Königin unter ihresgleichen...und damit in den Augen des Zwergenmannes viel zu gut für diesen ungehobelten Menschen, der es zu allem Überfluss auch noch ganz offen gewagt hat seinen legitimen Besitzanspruch auf die Frau die ihn begleitet in Frage zu stellen.
 

Thorin ist sich hinsichtlich dessen noch immer keiner wirklichen Schuld bewusst...Lyriell gehört ihm genau so, wie sein Mantel...sein Schild, ja sogar sein Schwert und als viel mehr, wie diese nützlichen, aber an sich alltäglichen Gegenstände von nicht all zu großem Wert, sieht er sie nicht an. Gut er verdankt der elbenblütigen Frau mit dem dunklen roten Haar sein Leben, aber sie wiederum ihres auch ihm, hat er sie im Moor nicht eigenhändig vor dem Ertrinken bewahrt?
 

Ohne es zu wollen wandert sein Blick in dem Moment als ihm dies alles, wie ein Blitz durch den Kopf schießt von der schönen Frau, die ihn an den Händen hält, zu seiner Begleiterin hin, die direkt neben ihm erschienen ist und Frau Goldbeere ebenso verblüfft anstarrt, wie er selbst auch.
 

Diese sieht den beiden ihre Verblüffung offenkundig an….denn sie lacht herzlich, als sie die verdutzten Gesichter der beiden müden Wanderer bemerkt, die jetzt zweifellos ihre Gäste sind. Für Thorin ist es jedoch so, als würde die Sonne aufgehen...Goldbeere fasziniert ihn, wie nichts anderes jemals zuvor...es ist ihm, als wäre er von ihr verzaubert worden.
 

Etwas in ihm wünscht sich heftig und vehement, dass es niemals enden möge...ihre leichten Schritte, die sie ihr beide wie in einem immerwährenden Tanz folgen lassen…sein Blick hängt dabei an des Flusses Tochter s Lippen, so als wären diese süßer als der unvergleichliche Geschmack von Honig. Der Zwerg kann es nicht genau erfassen...doch so gefühlt wie jetzt, hat er sich noch nie im Leben.
 

Und so ist es eindeutig Lyriell, der es als der Ersten von beiden gelingt Toms schöner Herrin etwas geeignetes zu antworten, auch weil sie deutlich weniger beeindruckt ist, auch wenn sie eine solch königliche Frau wie diese hier, wohl eben so wenig erwartet hat wie Thorin. Schon gar nicht in diesem an sich sehr bescheidenen Haus.
 

„Ich..ich danke euch Heruin Goldbeere. Tom sagte uns bereits, dass wir euch willkommen seien….aber es überwältigt mich gänzlich, das muss ich zugeben. Oh ihr seid so freundlich und so gütig zu ihm und auch zu mir….wie...wie kann ich euch das jemals wieder vergelten?“
 

Goldbeere lässt die beiden unvermittelt los, wobei sie Lyriell eine ihrer Hände beruhigend auf den Arm legt und sie dabei eindringlich anblickt.
 

„Ihr müsst mir nichts vergelten...das ist unsere Art. Tom ist ein guter Mensch, ich denke das wisst ihr. Sein Herz ist so groß, wie seine Güte darin und so steht es auch mit mir...nicht umsonst bin ich seine eine Herrin, so wie er mein einer Herr ist. Wisst ihr Liebe und Großzügigkeit hat vielerlei Gesichter und etwas gutes zu tun, ist nichts verwerfliches...sagen wir einfach, wir tun das beide gerne. Ihr habt Hilfe nötig und so gewähren wir sie jedem guten Wesen von Arda, das sie notwendig hat...das gilt im Übrigen auch für euch Herr Zwerg!“ Mit diesen Worten wendet sie ihren Blick kurz von der elbischen Frau ab und zu Thorin hin, der sie nachdem er noch einmal kräftig geschluckt hat, weiterhin sichtlich verwirrt anstarrt.
 

„Ah...ich..ich danke euch Herrin...das..ähhmm ist zu großzügig.“ Kommt die entsprechende Antwort einen Augenblick später auch aus seiner Kehle gestolpert, doch es klingt ungleich rauer und ein wenig krächzend. Woraufhin die eindrucksvollen hellen blauen Augen der schönen Herrin Goldbeere amüsiert aufleuchten, als sie ihn das sagen hört.
 

„Ich danke euch Meister Zwerg. Oh mir dünkt, wir haben da einen aus ausgesprochen gutem Hause, der sich an unsere Türe verirrt hat? Denn er kann dem Anschein nach sogar halbwegs höflich sein. Nun das gefällt mir, das gefällt mir außerordentlich. Meiner Meinung nach ist Höflichkeit eine sehr erfreuliche Gabe, die dem Volk der Zwerge aber leider oftmals gänzlich abhanden gekommen erscheint. Aber ihr seid da offenbar anders...oder irre ich etwa?“
 

Ihr Blick bleibt nachdenklich an Thorin hängen, der sich unter ihren Augen merklich durchleuchtet und unangenehm peinlich berührt fühlt, auch weil er unter seinem Mantel im Grunde ja im Augenblick nichts weiter als seine nackte Haut trägt...und es ist ihm auf eine seltsame Weise so, als könne sie ihn sehen….nein als könne sie direkt in ihn hinein sehen...bis auf den Grund seiner Seele.
 

Das lässt ihn erneut schlucken, er spürt das Schaudern das ihm den Rücken hinunter läuft...irgend etwas ist an dieser Frau...etwas faszinierendes wie zugleich entsetzliches, ebenso wie die Urkraft der Natur.
 

„Nnn..nein...ich..ähh….wir Zwerge können sehr höflich sein, wenn es dem Zweck dienlich und zugleich erforderlich ist. Ich meine ihr missversteht da etwas gründlich…ihr..ihr“ Er bricht ab weil er nicht mehr weiß, was er ihr darauf noch weiter entgegnen sollte.
 

Doch Goldbeere lächelt ihm abermals in einem ein überraschend gütigen Lächeln entgegen.
 

„Ach so ist das also? Nun gut und habt ihr dann auch einen Namen...Meister Zwerg?“ Ihrer Frage an ihn folgt ein neugierig nachdrücklicher Blick in seine Richtung. Der Zwerg strafft sich unwillkürlich...er will in ihren Augen nicht als Schwächling erscheinen, auch wenn es ihm ganz ehrlich im Augenblick gesundheitlich nicht wirklich danach ist und er sich gelinde ausgedrückt miserabel fühlt, doch er es bei seiner Ehre nie und nimmer zugeben könnte.
 

„Thorin...Thorin Eichenschild...Sohn des Thrâin..Sohn von Thrôr. Das ist mein Name Herrin. Mein Volk lebte einstmals im Erebor...dem letzten Königreich der Zwerge, doch jetzt regiert dort das Feuer, mein Großvater Thrôr musste ihm dem Drachen Smaug überlassen. Der Schmerz darüber sitzt tief bei meinem Volk, das jetzt in den Ered Luin im Exil lebt, wohin wir beide eigentlich unterwegs sind!“ Antwortet er ihr schließlich mit einem leisen resignierten Seufzen auf den Lippen...das seinen verständlichen Frust über den Verlust seiner Heimat und auch seiner Würde überdeutlich anzeigt.
 

„Ah ja...demnach seid ihr also ein König, wenn ich euch dahingehend richtig verstanden habe Thorin Eichenschild?“ Entgegnet sie ihm plötzlich mit einem leicht anzüglichen und völlig undurchschaubaren Lächeln auf den vollen roten Lippen.
 

„Ein König ohne Königreich, wenn ihr so wollt, ist das richtig. Aber da wo es nichts mehr zu regieren gibt, taugt einem auch der beste Titel zu rein gar nichts. Es ist nicht mehr als ein Geburtsrecht….und dazu ein völlig nutzloses im Augenblick. Also ihr seht, mein ehrenvolles Erbe nützt mir am Ende recht wenig Herrin Goldbeere. Ich bin im Moment nicht weniger als ein mittelloser Wanderer in der Wildnis, wenn auch einer mit einem edlen Stammbaum, mein Haus geht in direkter Linie auf einen der sieben Väter meines Volkes zurück...auf Durin!“
 

Thorins Antwort an sie kommt erneut prompt und recht brüsk...wenn auch ungleich höflich...und merklich unangenehm berührt. Indem lächelt sie abermals. „Also Herr Thorin..hier ist es völlig irrelevant wer oder was ihr seid...hier sind wir alle einander gleich gestellt,wir sind gewissermaßen alle Könige oder aber einfaches Volk, ganz wie ihr es sehen wollt. Dennoch freue ich mich euch kennen zu lernen, denn es ist schon etwas nicht alltägliches einen Zwerg wie euch zu Gast zu haben...wisst ihr, die verirren sich in der Regel nämlich nicht so häufig in dieser Gegend.“
 

Mit diesen Worten neigt sie leicht den Kopf, um ihn nochmals ganz offiziell in ihrem Haus willkommen zu heißen...doch dann lenkt sie das Gespräch unverzüglich auf die Frau weiter, die bisher schweigend dabei gestanden und das ganze sichtlich verwirrt beobachtet hat.
 

„Und nun zu euch...ihr habt doch sicher auch einen Namen Heruin, die ihn als seine Gefährtin begleitet?“
 

Thorin will angesichts dieser Frage an die elbische Frau schon ansetzen, um energisch dazwischen zu gehen, doch da unterbricht ihn Tom mit einem mal recht unwirsch…und ebenfalls mit überraschendem Nachdruck.
 

„DAS meine liebe Goldbeere ist Frau Lyriell...und sie ist in diesem Sinne seine Begleiterin, nicht aber seine Gefährtin, zumindest so wie ich das verstanden habe.“ Goldbeere stutzt sichtlich überrascht, als ihr Tom anstatt der Frau antwortet.
 

„Oh ich...ich verstehe..ich..ich dachte nur….weil er..und..sie?“ Sie sieht Lyriell fragend an, woraufhin die etwas betreten den Blick senkt. „Nun es ist schon richtig was Tom gesagt hat, wir sind Reisegefährten, die das Schicksal mehr oder minder durch Zufall zusammen geführt hat...mehr nicht Herrin.“ Antwortet Lyriell ihr schließlich ungewöhnlich leise.
 

Plötzlich lässt sich Thorins angenehm tiefe Stimme zur grenzenlosen Überraschung aller jedoch mit ziemlicher nachdrücklicher Deutlichkeit vernehmen…er klingt dabei so aufgebracht, wie er sich im Moment fühlt.
 

...“ach wirklich, bist du dir da ganz sicher Eldarburam? Und wie war das, was die Angelegenheit an Belleteyrin zwischen uns betrifft? Willst du ihnen das vielleicht auch noch absichtlich unter die Nase reiben?
 

Schweig endlich still...verdammt nochmal. Du sollst den Mund halten, ehe du noch alles das preis gibst, was du nicht sollst! Das geht sie beim allmächtigen Schöpfer nämlich nicht das Geringste an, DAS geht niemandem etwas an!
 

Shazra...bist du jetzt gänzlich irre geworden...Weib?“
 

Sie hört ihn und das was er sagt mehr als deutlich, er ist kurz davor laut zu werden, doch er beherrscht sich, wenn auch nur mit äußerster Mühe. Lyriell dreht sich langsam zu ihm um, denn er steht etwas seitlich versetzt zu ihr. Ihre Augen funkeln vor unterdrücktem Zorn als sie Thorin ansieht...sie spürt seine Ablehnung was sie anbelangt wieder einmal überdeutlich.
 

„Ach und WER von uns beiden hat das jetzt zum Besten gegeben….DU oder ICH?
 

THORIN!
 

Also hör auf damit, wir sind ihre Gäste. Sie wollte lediglich von mir wissen in welcher Beziehung wir zueinander stehen, das ist alles. Was ist daran jetzt so schlimm? Ich denke niemanden hier interessiert es sonderlich, ob du nun mein Gefährte sein könntest oder auch nicht...will das nicht endlich in deinen sturen Dickkopf hinein? Das ist hier nicht von Belang..sie wollen nichts weiter als uns helfen. Verstehst du nicht?“
 

Plötzlich ist es jedoch zu ihrer grenzenlosen Verblüffung ausgerechnet Tom der ihr antwortet.
 

„Oh ich glaube euer so missgelaunter Zwergenfürst versteht euch sehr gut....zu gut möchte ich meinen...oder ist es nicht so Meister Zwerg? So und nun lasst es gut sein, sie hat völlig recht, hier will niemand etwas von euch...schon gar nichts böses. Ihr seid hier in meinem Haus und damit mein Gast, also kommt nun beruhigt euch Herr Zwerg, gebt eurem Verstand und eurem wunden Herzen die Ruhe, die sie beide notwendig haben um wieder ganz gesunden zu können.
 

Denn mir dünkt, nicht nur eurem Leib mangelt es an der Kraft und Ausgeglichenheit, die ihr eigentlich dringend bräuchtet, um wieder der zu werden, der ihr einmal wart. Ich sage euch, hier gibt es nichts, als die Harmonie, die wir beide leben...meine Herrin und ich. Nun vielleicht lernt ihr ja noch es durch eure Augen zu sehen….schaden könnte es euch jedenfalls nicht.“
 

Tom sieht den Zwergenkönig durchdringend an, der sich seinerseits hastig strafft und sichtlich unangenehm berührt versucht seinem Blick auszuweichen. Er spürt es deutlich, dass der fremde Mensch ihn auf etwas stoßen will, ja dass er ihn auf etwas bestimmtes festnageln will, aber er sträubt sich mit aller Macht dagegen...dennoch wandert sein Blick abermals mehr ungewollt als geplant, anstatt dessen zu Lyriell und nicht zu Goldbeere hin, die noch immer dicht neben ihm steht und ebenfalls nichts weiter am Leib, als den Mantel den ihr Tom gegeben hat, damit sie ihre Blöße bedecken kann.
 

Er sieht sie an...ihr Gesicht wirkt müde, ihre ansonsten so ebenmäßigen elbischen Züge verbittert und schmerzvoll zugleich. Etwas beschäftigt sie...etwas bedrückt sie, er kann es sehen und er kann es fühlen. Thorin blickt spürbar verwirrt auf ihr schönes rotes Haar, das in langen Strähnen gelöst aus ihrem Haarschopf wie warmer Feuerschein in der Dunkelheit leuchtet...und plötzlich bemerkt sie es, dass er sie beobachtet. Ihr Blick wendet sich unvermittelt zu ihm hin, sie sieht ihn an, noch ehe er den Blick in eine andere Richtung lenken kann. Ihre eigenwillig dunkelgrünen Augen sind es, die ihn so verunsichern...es ist der vorwurfsvolle Ausdruck der darin abzulesen ist, als sich ihrer beider Blick für einige Sekunden trifft, ja ehe er ihrem ausweicht.
 

Sie sieht ihn schlucken….heftig und hart…..DAS hat sie nie gewollt...niemals….
 

Indem nimmt der Zwerg alle verbliebene Kraft und Mut zusammen. „Ihr habt recht verzeiht mir Meister Tom das wird nicht wieder geschehen...ich sollte euch für eure Gastfreundschaft danken...und auch euch Herrin Goldbeere.“
 

Thorin verstummt mit einem mal...er räuspert sich vernehmlich, es ist ihm anzumerken, dass ihm diese Worte sichtlich schwer gefallen sind.
 

Indem lächelt Tom plötzlich.
 

„Sicher...ihr seid müde und obendrein verletzt worden und auch der Weg hier her war lang, ich hatte es gänzlich vergessen, verzeiht mir diese Unachtsamkeit..sicher wollt ihr und auch Frau Lyriell eure müden Glieder ein wenig säubern und euch etwas ausruhen, ehe wir heute Abend gemeinsam das Nachtmahl einnehmen werden...ein Festmahl, an dem ihr beide selbstverständlich unsere Ehrengäste sein werdet.
 

Kommt ich werde euch zeigen wo ihr heute Nacht ruhen könnt und sicher hat meine kluge Herrin auch dafür gesorgt, dass es genügend warmes Wasser und auch trockene Kleidung gibt, damit keiner von euch beiden, am Ende noch schmutzig oder gar wenig schicklich an der Tafel erscheinen muss. Meine schöne Herrin Goldbeere, wie steht es mit euch ist alles so wie ich es vermute?“
 

Goldbeere lacht plötzlich ein warmes wie angenehm helles Lachen, das sehr amüsiert klingt.
 

„Oh das habe ich tatsächlich getan, du kennst mich einfach zu gut mein Lieber...ich habe ihnen das kleine Zimmer auf der Südseite gerichtet, dort scheint der Mond nicht so durch die Fenster herein, es sollte ihnen also einen ruhigen und erholsamen Schlaf ermöglichen und ich ahmmm wusste nicht, dass sie beide was das anbelangt nicht das selbe Lager teilen. verzeiht mir, dass ich das nicht bedacht habe...aber nun ist es dafür leider zu spät, ich hoffe es wird euch trotzdem genügen?!" Entgegnet sie ihm wobei sie einige elegante Schritte auf ihn zumacht und sich dann kurzerhand bei ihm unterhakt.
 

„So und jetzt werde ich wohl oder übel dafür sorgen, dass es heute zu etwas späterer Stunde auch etwas gibt, das sich ein Nachtmahl nennen kann und von dem wir hoffentlich alle vier satt werden können..ich werde mir die größte Mühe geben, willst du sie dann solange auf ihr Zimmer begleiten und ihnen alles zeigen? Das warme Wasser samt Wanne habe ich ihnen im Badezimmer nebenan gerichtet, sie müssen jetzt beide nur noch sauber werden, nötig hätten sie es jedenfalls meiner Meinung nach dringend.
 

Mein lieber Tom, mir dünkt du hast uns da ausgesprochen interessante Gäste mitgebracht...in jegicher Hinsicht wie mir scheint?“
 

Ihr Lachen ist ansteckend, mit dem sie ihm einen zarten Kuss auf den dichten hellbraunen Bart seiner linken Wange haucht, worauf der Mensch ihr ein ebenso strahlendes Lächeln schenkt.
 

„Oh ja das sind sie zweifellos...alle beide, das kann mal wohl so sagen.“
 

Entgegnet er ihr noch immer lächelnd, woraufhin ihn Thorin und Lyriell gleichermaßen verblüfft und verwundert anstarren, dabei aber viel zu perplex sind, um überhaupt etwas entsprechendes heraus zu bringen.
 

„Nun was ist, worauf wartet ihr...darf ich bitten? Ich würde euch beiden jetzt gerne zeigen, wo ihr heute Nacht schlafen werdet!“
 

Toms einladende Geste dazu ist eindeutig…..und lässt keine Zweifel daran offen, dass sie beide wirklich in ein und dem selben Zimmer nächtigen sollen und doch wagt keiner von beiden etwas darauf zu erwidern, denn wenn sie ehrlich sind, spielt das längst keine Rolle mehr. Haben sie nicht schon den ganzen Weg hier her ausschließlich in der Gesellschaft des Anderen verbracht?
 

Was also ist die Tatsache daran dann noch so ungewöhnlich und verwerflich, dass sie im selben Raum schlafen müssen? Sie kennen sich beide inzwischen in vielerlei Hinsicht ohnehin besser, als so manches alte Ehepaar, das Jahre verheiratet ist, auch wenn es keiner von beiden offen zugeben will.



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