Delusive Society von Gepo (Dritter Teil der DS-Reihe) ================================================================================ Kapitel 130: Solide Hoffnung ---------------------------- Traurig, aber wahr - das Nachwort ist nur noch wenige Kapitel weg. Da es unendlich lang werden würde, wenn ich es alles zusammen schreiben würde, möchte ich hier schonmal mit den Statistiken anfangen: DID (Setos Krankheit) wird zur Zeit als äußerst seltenes Phänomen behandelt und viele Experten streiten sich, ob es die Krankheit wirklich gibt. In Studien von Leuten, die sich mit der Krankheit auskennen, lassen sich folgende Ergebnisse finden: 30% der unheilbar Schizophrenen (die Leute mit Halluzinationen, zwei kamen im ersten Kapitel in der Psychiatrie vor) haben in Wirklichkeit DID. Das macht ca. 1% der aktuellen in der Psychiatrie befindlichen Menschen. Bei dem Vorkommen in der Bevölkerung reichen die Hochrechnungen von 0,01% bis 1%. Während 1% recht hoch gegriffen scheint, ist etwas bei 0,2% wahrscheinlich richtig. Die meisten Leute mit DID fallen nicht auf, da sie nur zwei oder drei Persönlichkeiten haben. (ganz persönlich kenne ich drei Menschen mit DID und keiner davon war je psychiatrischer Patient) Bei 0,2% liegt auch die Rate transsexueller Personen (nochmal zum mitrechnen, das heißt jedes 500. Kind). Nur ein Zehntel dieser Personen strebt am Ende auch eine OP an, dass heißt neun von zehn arrangieren sich mit ihrem Körper. Beide "Krankheiten" gehen in hohen Prozentsätzen (heißt hier: fast alle) mit Hochintelligenz einher. Und schließlich noch die letzte Statistik, mit der ich das Nachwort von DS1 ergänzen wollte: Jede Woche sterben in Deutschland drei Kinder durch Kindesmisshandlung. Ab davon wünsche ich viel Spaß mit diesem Kapitel ^.^ ________________________________________________________________________________________________ „... nur müde“, hörte er Seto gerade noch sagen. „Schlaf macht ihn immer erstaunlich niedlich“, sagte jemand irgendwo hinter ihm. „Ich glaube, er wacht auf“ Die Rücken mehrerer Finger strichen ihm seinen Pony aus dem Gesicht. „Na, bereit zum Aufwachen?“ „Hrml ...“, brummte Katsuya nur und drückte seine Nase zwischen Setos Brust und seinen Arm. Es war noch nicht Zeit zum Abendessen. Es war Zeit zu gar nichts. Sie sollten ihn schlafen lassen. „Sollten wir ihn nicht besser schlafen lassen?“ Die Stimme hielt Besorgnis. Katsuya kannte die Tonlage gut genug, besonders bei Yami. Hatte er echt verschlafen, dass Yami gekommen war? „Du hattest mir ja gesagt, dass er sehr erschöpft ist, aber ich dachte eigentlich, dass du maßlos übertreibst. Ich gebe zu, es scheint ihm wirklich nicht allzu berauschend zu gehen.“ „Ach?“ Setos Stimme war von Sarkasmus durchzogen. „Ich fühle mich geehrt durch dein Vertrauen.“ „Ich würde auch jeden draußen halten, wenn mein Partner im Krankenhaus wäre. Ich merke ja schon, wie aggressiv ich auf deinen Vorschlag reagiere, Yugi zu besuchen“ Eine Schwere hatte sich über sie gelegt. Katsuya erwachte langsam, aber er entschied sich, die Lider geschlossen zu halten. „Yugi ist … sagen wir, sein Zustand ist nicht gut. Katsuya scheint es eher marginal besser zu gehen.“ „Er hat noch kein Messer ergriffen“ Das vorherige Lachen war aus Setos Stimme gewichen. Die Vibration seiner Brust, während er sprach, durchdrang Katsuya. „Bisher musste ich nur eine Schwester zusammen schreien, weil sie ihm Tee statt Wasser gebracht hat.“ „Tee ist böse?“ Yami klang gegen seinen Willen amüsiert. „Ich will kein Risiko eingehen. Tee kann einer geschädigten Leber einen Stoß versetzen. Ich will nur … Katsuya soll so bald wie möglich wieder gesund werden“ Seto sprach mit einem leichten Zittern der Töne. Hätte Katsuya nicht schon die Arme um ihn geschlungen, er hätte ihn umarmen müssen. „Dafür bete ich“ Yamis Stimme schien weiter entfernt. „Wir brauchen ihn. Alle.“ Eine Stille legte sich für mehrere Momente über sie. Eine Hand strich über sein Haar, vom Gefühl her Setos, und beruhigte doch nicht die aufkommende Spannung des Schweigens. Katsuya spürte das Heben und Senken von Setos Brust und den Atem, der über seine Haut strich. Es war ein tonloses Seufzen. Die Hand verharrte in seinem Nacken, fuhr schließlich in sein Haar und drückte ihn sanft, aber spürbar an Setos Brust. Das tiefe Vibrieren an Katsuyas Ohr erschreckte ihn schon fast, als Seto die Stille brach: „Hast du nochmal mit Doktor Kowa gesprochen? Oder mit … Yugi?“ „Ich habe ihn vorgestern besucht“ Yamis Antwort war kaum hörbar, so leise sprach er. „Was?“ Ein Zucken ging durch Seto. „Wie … du hast gar nichts gesagt.“ „Ich musste erstmal selbst damit klar kommen“ Ein Seufzen. „Muss es immer noch ...“ „Es geht ihm … schlechter?“ Vorsicht und Angst durchzog Setos Stimme. „Er hatte ja ein paar Versuche gemacht … war natürlich nichts. Die Brotmesser sind stumpf, die Laken reißen bei Belastung und das mit dem Kopf-gegen-die-Wand-schlagen hat er nach dreimal auch aufgegeben. Allerdings ist er an ein paar Zigarettenstummel gekommen und hat diese geschluckt. Das war wirklich gefährlich. Sie haben ihm natürlich sofort den Magen ausgepumpt und ihn ins Krankenhaus gebracht. Im Endeffekt war es nicht allzu schlimm, sie konnten ihn noch am selben Tag zurück verlegen. Das war Montag“ Yami seufzte tief, diesmal gut hörbar. „Das hat er angestellt, nachdem Doktor Kowa ihm gesagt hatte, dass ich am Mittwoch kommen würde.“ „Es war nicht deine Schuld ...“, murmelte Katsuya leise. „Oh?“ Setos Brust entfernte sich ein Stück. Wahrscheinlich sah er ihn an. „Du bist ja doch wach.“ „Zu … müde“ Katsuya wusste nicht mal so ganz genau, ob er verständlich genug sprach. Er konnte sich nur leider nicht zu mehr aufraffen. Nicht einzuschlafen, während die zwei so wichtige Dinge besprachen, war schwer genug. „Zu müde zum Wachsein“ Seto schüttelte den Kopf, lehnte sich gegen das Bettende und zog Katsuya wieder an sich. „Nun, tun wir so, als würde er doch schlafen. Aber er hat recht, Yami – es ist nicht deine Schuld.“ „Ich weiß“ Yamis Stimme klang dennoch gebrochen. „Aber das Wissen hilft nicht.“ „Den Zustand kenne ich gut“ Für wenige Sekunden herrschte Schweigen. „Nun … wie lief Mittwoch?“ „Er hat sich im Badezimmer versteckt.“ „Bist du ihm nachgegangen?“ „Seto“ Yami klang mahnend. „Nur, weil es keine Schlösser gibt, heißt das nicht, dass man alle Grenzen disrespektieren darf“ Vor seinem inneren Auge konnte Katsuya Yami den Kopf schütteln sehen. „Ich habe mich vor die Tür gesetzt und von dort aus gesprochen.“ „Hat er geschrien, um dich nicht hören zu müssen?“ Sarkasmus hatte sich in Setos Ton gemischt. „Und so schlimm wie du ist er zum Glück nicht“ Dunkler Humor spielte mit Yamis Worten. „Er hat mich nicht einmal mit Shampooflaschen beworfen, als ich dann eingetreten bin. So wie ein gewisser Jemand.“ „Ich hatte keine Lust, dir meinen nackten Körper zu zeigen“, ging Seto in die Defensive. „Du hast mit mir geschlafen.“ „Na und?“ Trotz des Themas musste Katsuya lächeln. Das war einfach original Seto. „Kein Grund, ungefragt ins Badezimmer zu kommen.“ „Mein Badezimmer?“ Der Sarkasmus war in Yamis Stimme gewechselt. „Also was hat Yugi gemacht?“ Schöner Themenwechsel, Seto. „Sich umarmen lassen und geheult wie ein Schlosshund“ Yami seufzte tief. „Er glaubt auch, dass kein Mensch ihn jemals mögen könnte. Da seid ihr euch sehr ähnlich. In Gegensatz zu dir hat er mir allerdings nach kurzer Zeit geglaubt, dass ich ihn doch mag.“ „Ich glaube auch manchmal an Lügen, wenn sie mir ins Konzept passen“ Seto murrte leise. „Das tut weh, Katsuya.“ Sollte es auch. Er drehte noch einmal ein bisschen, bevor er Setos Brustwarze, die er zwischen Daumen und Zeigefinger gezwirbelt hatte, wieder los ließ. Der Kerl hatte bisweilen wirklich das Taktgefühl eines Ochsen. „Danke, Schlafnase“ Yami klang, als hätte er sich gerade wieder hoch gekämpft, nachdem ihm jemand einen Dolch durch die Brust gejagt hatte. „Und nein, Seto, das war nicht gelogen. Ich liebe meinen Bruder. Meine Wut darüber, dass er unseren Eltern nachplappert, war auch nur ein Ausdruck meiner Eifersucht, dass er geliebt wurde und ich nicht. Ich denke … ich glaube, im Endeffekt hatte ich die bessere Position. Bei der Art, wie unsere Eltern Liebe zeigen, ist geliebt zu sein ein schlimmeres Gefängnis als ihr Hass.“ Seto schluckte. Katsuya konnte es hören, da sein Kopf auf Setos Brust lag. Yami würde er wahrscheinlich nicht mehr als eine steinerne Maske zeigen. Jedes Gespräch über Eltern würde ihn unweigerlich an seine eigenen erinnern. Katsuya konnte Setos Gedanken hören, als wären es seine eigenen. Hätte seine Mutter ihn besser behandelt, hätte sie ihn nicht geliebt? Hätte sie ihn nur geschlagen statt ihn in eine Mülltonne zu sperren? Oder war das ein Ausdruck ihres Hasses gewesen? War Katsuyas Auslieferung an seinen Vater ein Akt der Liebe oder des Hasses? „Ich bin übrigens deinem Vorschlag gefolgt“, sprach Yami nach vielen Momenten in das geladene Schweigen, „mit dem Kleid. So halb. Ich habe ihm meinen zwölflagigen Kimono mitgebracht. Und meinen kompletten Schminkkoffer.“ „Kam das wirklich gut an?“ Zweifel lag in Setos Stimme. Anscheinend wusste er doch, dass sein Vorschlag eher schlecht gewesen war. „Nachdem ich ihm versichert hatte, dass ich ihn liebe und mir eine Schwester sehr viel lieber ist als ein suizidaler Bruder, ja. Er hat sich schrecklich geziemt, aber ich habe ihn noch nie glücklicher gesehen als in diesen Kimonos mit gestylten Haaren und Schminke.“ „Hast du ein Foto gemacht?“ Seto klang sehr ernsthaft interessiert. Als würde Yami von seinem neuen Freund erzählen statt von Yugi. „Klar“ Der Andere zog sein Handy hervor und schien es Seto hinzuhalten. Katsuya versuchte sich zu drehen, um auch etwas zu sehen, aber er bekam nicht mal seine Lider richtig auf. Nach einem Moment erschien das Bild jedoch mitten in seinem Sichtfeld, da Yami für ihn aufgestanden war. „Hübsch“, murmelte Katsuya nur und sackte wieder an Setos Seite. Ehrlich gesagt hatte er nicht viel gesehen, aber er hatte gesehen, dass Yugi lächelte. Es war das einzig Wichtige. „Steht ihm gut“ Seto nickte. „Er trägt es nicht mit derselben Selbstsicherheit wie du, aber man sieht, er fühlt sich darin wohl.“ „Und die Schwestern haben sich praktisch überschlagen“ Yamis Grinsen war aus seiner Stimme zu hören. „Sie alle wollten mit ihm fotografiert werden. Doktor Kowa und Doktor Atsu sind vorbei gekommen, um auch Fotos zu kriegen. Und kein einziger Kommentar der Kerle konnte Yugi kränken, nachdem eine Mitpatientin gesagt hat, dass sie auch gerne so hübsch wäre.“ „Happy End“ Trotz der Worte seufzte Seto tief durch. „Meinst du, er wird sich annehmen können?“ „Das wird noch dauern“ Yami seufzte. „Aber er hat mich gebeten, den Schminkkoffer behalten zu dürfen. Und er hat geweint. Er war vollkommen überwältigt, dass Leute ihn nicht ausgeschimpft oder sich über ihn lustig gemacht haben. Er war abends wirklich völlig am Ende. Ich bin dankbar, dass sie dort so gut auf ihn aufpassen.“ „Heißt, ich kann ihm jetzt ein Kleid schicken?“ In Setos Stimme schwang ein Lächeln mit. „Ja, jetzt kannst du ihm meinetwegen ein Kleid schicken. Ich habe ihm gestern alles, was ich an Damenklamotten da hatte, vorbei gebracht“ Yami schüttelte den Kopf. „Ich hätte nie gedacht, dass ich einen Schlussstrich unter meine Prostitution ziehe, indem ich meine Klamotten meinem Bruder schenke.“ „Hast du ihm das gesagt?“ Seto klang amüsiert. „Wofür du die Sachen mal benutzt hast?“ „Ich habe ihm gesagt, dass ich mit der Prostitution aufgehört habe. Er wird schon eins und eins zusammen zählen können“ Yamis Stimme entfernte sich. Wahrscheinlich setzte er sich zurück auf den Stuhl. „Ich habe die Sachen gewaschen, das muss reichen.“ „Hast du ihm auch den strasssteinbesetzten roten Minirock gegeben?“ In Setos Stimme schwang ein Unterton mit, der in Katsuya Wut aufflammen ließ. Er erkannte das Gefühl als Eifersucht. „Ich habe meine Hotpants behalten, falls du was zum Angucken willst“ Und auch Yami verfiel automatisch ins Flirten. „Solltest du dich nochmal an meinen Bruder ran machen, werde ich dir das heimzahlen.“ „Ist ja gut“ Seto gluckste. „Ich habe nur Augen für den hier, dein Bruder ist vollkommen sicher.“ „Dein Wort in den Ohren der Götter“ Sie ließen eine kurze Pause. „Jetzt, wo unsere Eltern vorerst aus den Bild sind, da Doktor Kowa ihnen keine Besuche erlaubt … da merke ich erst, wie unglaublich ich Yugi vermisst habe. Ich brauche jemanden, den ich beschützen kann, für den ich da sein kann … ich glaube, Yugi hätte sich keinen besseren Zeitpunkt aussuchen können, um zusammen zu brechen.“ „Und an welchem Punkt wirst du für dich selbst da sein?“, fragte Seto leise. „Look who's talking“, gab Yami nur zurück. Katsuya verschlief das Abendessen. Keine Chance, dass er nach dem Gespräch nochmal in kurzer Zeit wach sein würde. Somit schmuggelte ihm die Nachtschwester um zwei Uhr nachts ein Eis von der Hals-Nasen-Ohren-Station in sein Zimmer. Yay für die Krankenschwestern auf Kinderstationen, die großen, wässrigen Augen absolut nie widerstehen konnten. Der Samstag kam und ging. So langsam nervte Katsuya seine Müdigkeit. Wie lange hielt den so etwas normalerweise? Na gut, normalerweise hatte man nicht gleich drei verschiedene Hepatitisformen, aber trotzdem – könnte ihm irgendwer sagen, wann das mal wieder besser werden würde? Er war doch nicht Dornröschen. Andererseits hatte er gar nichts dagegen, morgens von Seto wach geküsst zu werden. Das war gar nicht schlecht. Es war auf jeden Fall angenehmer als jeder Wecker. Vielleicht könnte er Seto zuhause dazu kriegen, morgens den Wecker leise zu machen, damit er nur ihn weckte. Und dann könnte er Katsuya wecken … klang nach einem Plan, oder? Er fand die Idee gut. „Hm … ja, warum nicht?“ Seto, der gerade telefonierte, sah kurz zu Katsuya. „Noah und Shizuka wollen mit Kuchen vorbei kommen. Was magst du?“ „Erdbeer“, murmelte Katsuya leise. Kuchen und Kaffeetrinken im Krankenhaus – irgendwie schien das bekannt. Nur gut, dass Herr Sarowski diesmal nicht dabei war. Der hätte sicher etwas dazu zu sagen, dass Katsuya mit Hepatitis im Krankenhaus lag. „Selbst lebensbedrohliche Krankheiten scheinen uns nicht von Traditionen abzuhalten“ Seto hatte das Handy wieder eingesteckt und sich Katsuya zugewandt. Irgendwie hatte er das restliche Gespräch nicht mitbekommen. „Soll ich die anderen auch einladen oder ist dir das zu viel?“ „Lad' sie ein“, gab Katsuya nur zurück. „Gut“ Allerdings zog Seto das Handy nicht sofort wieder hervor. „Ich habe das Gefühl, du bist wacher als gestern. Du bist auf jeden Fall wacher als Freitag. Was denkst du?“ „Vielleicht“ Der Blonde schloss die Lider. „Ich schlafe, bis die anderen kommen.“ „Dann telefoniere ich draußen“ Seto lehnte sich vor und küsste ihn auf die Stirn. „Bis später.“ Katsuya brummte nur als Bestätigung. Wacher … na, wenn Seto meinte. Er verbrachte mehr Zeit in diesen halbwachen Phasen, aber machte ihn das wirklich wacher? Er fühlte sich immer noch wie ein Farbklebs, den man an die Wand geworfen hatte und langsam verstrich. Zumindest sah Seto zuversichtlich aus. Das war eigentlich das einzige, was Katsuya wichtig war. Wenn er zuversichtlich war, dann hieß das, dass er nicht aus Angst Blödsinn anstellen würde. Das war Katsuya neben seiner eigenen Gesundheit eigentlich am wichtigsten. Er wollte nicht hier im Krankenhaus heilen, nur um festzustellen, dass Seto sich zuhause mit Selbstverletzungen beinahe in den Tod getrieben hatte. Allerdings hatte Katsuya durch die Ärmel keine Bandagen gespürt. Auch nicht durch die Hose. Und Seto wirkte weder so, als hätte er Alkohol getrunken noch Tabletten genommen. Er schien wirklich halbwegs mit dem allen hier klarzukommen. Natürlich … mit dem Wissen, dass nichts sie trennen würde, auch nicht Katsuyas Tod, war das ganze wohl etwas einfacher. Trotzdem war Katsuya erstmal froh, dass Seto das an Sicherheit reichte. Wenn er ein wenig zurück blickte, konnte er mit Stolz feststellen, dass Seto ziemlich weit gekommen war. Trotz des endgültigen Wissens über seine gespaltene Persönlichkeit war er mehr beisammen den je. Trotz der Erinnerung an Katsuyas Betrug war er treuer und loyaler als zuvor. Und trotz Bakuras Anschuldigungen, Shizukas Zweifeln und Noahs Sorgen stand Seto fest an seiner Seite. Er musste gar nichts machen und Seto wurde mit jeden Tag ein bisschen mehr perfekt. Und das, obwohl er mit perfekt vollkommen glücklich war. Hosted by Animexx e.V. (http://www.animexx.de)