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Evil Smile

von

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Der Mann in der Zelle

TICK TACK TICK TACK machte die Plastikwanduhr über der Zellentür. Er starrte sie an und folgte mit den Augen der Bewegung des Sekundenzeigers. Dabei wartete er nur auf einen bestimmten Moment und ein bestimmtes Geräusch, das so ähnlich klang wie die Uhr. KLICK KLACK KLICK KLACK. Bald war es so weit. Der Moment, der seinen tristen, sterbenslangweiligen Tag erhellte. Endlich etwas Unterhaltung in der Einsamkeit seiner Zelle.

TICK TACK. Noch 5 Minuten. Er erhob sich von seiner Pritsche und trat nah an die Tür der Zelle heran. TICK TACK. Angestrengt lauschte er. TICK TACK TICK TACK. Die Sekunden zogen sich endlos hin. TICK TACK....und dann ganz leise klick klack… Es kam näher. KLICK KLACK. Ein schnelles Stakkato auf dem Linoleumfußboden. KLICK KLACK. Sein Puls beschleunigte sich. Da war sie und sie kam immer näher. KLICK KLACK KLICK KLACK. Und kurz vor der Tür verharrten ihre Schritte. Er wusste ganz genau, das sie ihren Gang verlangsamte, bevor sie an seiner Zelle vorbei kam und den Blick nicht von seiner Zellentür wenden konnte, weil sie das immer tat. Auch durch die dicke Stahltür spürte er ihren Blick nur zu deutlich. Er stellte sie sich vor, wie sie daherkam. Mit wiegenden Hüften, der viel zu großen Brille auf der Nase und den streng zurückgebundenen blondierten Haaren. Eine Maske, die Autorität vorgaukeln sollte. KLICK... KLACK... Sie war ganz nah, sah ihn an ohne wirklich zu sehen. Seine Hand ruhte an der kalten Tür und trotzdem fühlte er sich ihr ganz nah… KLICK KLACK KLICK… fast war sie an der Tür vorbei. Er sog scharf die Luft ein in der Hoffnung einen Hauch ihres Parfums zu erhaschen, dass sie wahrscheinlich wie immer zu großzügig aufgetragen hatte. Ein Lächeln stahl sich auf sein entstelltes Gesicht. Er roch nichts. Rein gar nichts. Aber er stellte es sich vor. Sie trug immer das selbe Parfum: Obsession. Wie passend. KLICK KLACK KLICK KLACK. Da ging sie hin, eilte davon, doch sie entkam ihm nicht. Die selbe Prozedur, wie jeden Tag.

Mit schweren Schritten kehrte er zurück zu seiner Pritsche und lauschte wie das leise Klick Klack wieder in ein lautes TICK TACK überging. Er setzte sich hin und erstarrte zu einer Statue mit auf den Knien ruhenden Händen und einem stur zur Tür gerichteten Blick. Hin und wieder schoss seine Zunge hervor und bewegte sich hektisch über seine trockenen Lippen.

Dem nun folgenden Getrappel von 3 Fußpaaren schenkte er nicht halb so viel Aufmerksamkeit, wie den leichtfüßigen Schritten von ihr. Es waren plumpe Schritte. Die selbe Prozedur wie jeden Tag.

Als sich die Tür seiner Zelle quietschend öffnete, blickte er in die wohlbekannten Gesichter dreier Wärter. Zwei von ihnen richteten ihre Maschinengewehre wortlos auf ihn. Der dritte kam mit einer Zwangsjacke auf ihn zu. Sein Blick glitt von einem Gesicht zum anderen und ruhte dann sanft, fast etwas zärtlich in sehnsüchtiger Erwartung auf der Zwangsjacke. Sein Lächeln wurde zu einem breiten Grinsen.

“Gentlemen, ich habe Sie bereits erwartet.”

Obsession

Die Wärter hatten es nicht eilig mit ihm. Langsam durchquerten sie die Gänge des Arkham Asylum. Jeder seiner Schritte wurde begleitet vom Klirren der Fußketten, die man ihm zusätzlich angelegt hatte. Noch immer lag ein heimliches Lächeln auf seinen Lippen. Ein Lächeln, das sein ständiger Begleiter war, seitdem er hier in Arkham Insasse war. Ein Monat war vergangen seit seiner Einlieferung. Ein Monat. Was wäre dieser Monat für eine Zeitverschwendung gewesen, wenn sie nicht wäre. Dann hätte er sich bei weitem nicht so lange treiben lassen und untätig hier herum gesessen. Nein, wenn sie nicht wäre, hätte er vermutlich schon alles daran gesetzt, um wieder auf freien Fuß zu gelangen.

Die Flure zogen sich endlos hin und er erlaubte sich einen kurzen Moment der Erinnerung an jene Nacht, die ihm zum Verhängnis geworden war. Eine Nacht die er so schnell nicht vergessen würde.
 

Sein Terrorregime in Gotham hat in dieser Nacht ein jähes Ende gefunden, als Batman ihn endlich schnappte und der Polizei überließ. Dieses mal machte man nicht den Fehler, ihn ins nächstgelegene Polizeirevier zu bringen. Nein, dieses mal waren sie schlauer und brachten ihn direkt nach Arkham, Gothams Sanatorium für geisteskranke Kriminelle.

Während der gesamten Fahrt lachte der Mann mit dem weiß geschminktem Gesicht leise vor sich hin. Es war einfach zu komisch. Einfach zum totlachen. Batmans Gesicht, nachdem ihm klar geworden war, das der Mann, in den er scheinbar so große Hoffnungen für Gotham gesetzt hatte, Harvey Dent, nicht länger der weiße Ritter war, für den Batman ihn gehalten hatte.

Das Lachen des Mannes wurde schriller und das Unbehagen der Polizisten, die ihn in Schach hielten wurde von Minute zu Minute merklich größer. Die Erleichterung, als sie endlich Arkham erreichten und sie ihren unliebsamen Passagier ablieferten, stand ihnen deutlich ins Gesicht geschrieben.

Noch nie in der gesamten Geschichte Arkhams wurden wohl so große Sicherheitsmaßnahmen für die Überführung eines Insassen getroffen, wie in seinem Fall. Wie schmeichelhaft, ja schon fast beschämend und rührend. Mittlerweile brüllte er schon fast vor lachen. Aufgeregt wuselte eine ganze Armada bewaffneter Anstaltswärter um ihn herum, die ihn durch die engen Gänge der Anstalt drängte. Es war nahezu lächerlich. Was glaubten sie denn, was er mit gefesselten Händen und Füßen gegen eine Schar von Sicherheitskräften ausrichten konnte, die ihn keine Sekunde aus den Augen ließen? Er war vielleicht verrückt, aber noch nicht vollends lebensmüde.

Neugierige Blicke, wohin er auch sah. Die Dienst habenden Ärzte hatten sich offensichtlich allesamt eingefunden, um einen ersten Blick auf ihren neuen Patienten zu erhaschen und standen in einer Gruppe zusammen vor der Sicherheitsschleuse der geschlossenen Abteilung, die nun sein neues Heim war.

Er überlegte, ob er eine kurze Begrüßungsansprache halten sollte. Eigentlich hatten sie es verdient. So ein Aufmarsch nur für einen einzelnen Mann. Die harte Arbeit hatte sich also ausgezahlt und sein dankbares Publikum verdiente ein paar wohlwollende Worte. Er öffnete den Mund, wollte gerade beginnen zu sprechen, als er erstarrte. Gefangen von einem einzigen Blick. Ihr Blick. Sie stand bei den Ärzten und starrte ihn voller Faszination an. Nicht so wie die anderen es taten. Ihr Blick war anders. Etwas in ihren Augen erinnerte ihn an… Ja, an was? Irgendetwas, das er schon einmal irgendwo gesehen hatte, aber er kam nicht darauf. Der Moment raste an ihm vorbei, ohne das er auch nur ein einziges Wort über die Lippen brachte. Und als er sich gerade besann und wieder Herr der Lage war, hatte man mit ihm bereits die Sicherheitsschleuse passiert und die Augen, die für einen kurzen Moment seinen Verstand zum Aussetzen gebracht hatten, waren aus seinem Blickfeld verschwunden. Das war der Augenblick, da er wusste, das es hier doch wesentlich interessanter werden würde, als er gedacht hatte. Ja, hier ließ sich vielleicht ein sehr interessantes Spiel spielen. Ein Lächeln stahl sich auf seine Lippen.
 

Und dieses Lächeln umspielte auch heute wieder seine Mundwinkel. Mit jedem Schritt kam er ihr näher, folgte Ihrer Fährte aus Parfum, das ihm mehr und mehr in die Nase stieg. Mittlerweile so vertraut und tagtäglich ersehnt. Was würden sie heute spielen? Zwei Meter und eine Tür trennten ihn von der Antwort auf diese Frage.

Noch ein Meter. Der Wärter zu seiner Rechten schob eine Karte in das Lesegerät an der Tür. Eine kurze Sekunde des Ausharrens und die Tür sprang auf, öffnete sich langsam vor seinen Augen und er tat den letzten Schritt über die Schwelle.

Ich kenne dich

Man fixierte ihn an den unbequemen Metallstuhl, der sich in dem karg und ungastlich eingerichteten Therapieraum befand. Bewegungsunfähig verharrte er, bis die Wärter den Raum verlassen hatten.

KLICK.

Die Tür fiel ins Schloss und sie waren allein. Endlich. Ihr Parfum berauschte ihn bereits. Obsession. Die ironische Wahl ihres Lieblingsduftes brachte ihn immer wieder zum Lachen. Scheinbar gelassen fixierte er ihren Rücken. Regungslos stand sie da. Doch er wusste genau, warum sie sich bis jetzt nicht umgedreht hatte. Auch wenn sie versuchte, Ruhe auszustrahlen, war ihr Körper zum Zerreißen gespannt. Ein kaum merkliches Zittern verriet sie. Nur ein einziger Blick hätte schon Preis gegeben, was in ihr vorging. Wie sollte sie dem Sicherheitspersonal das eisblaue Feuer erklären, das in ihren Augen brannte. Die Ungeduld und das unstillbare Verlangen, das ihren Körper zum Beben brachte.

Quälende Stille beherrschte den winzigen Raum. Er liebte dieses Spiel. Jedes mal tasteten sie sich aufs Neue vor, mühsam beherrscht, das was zwischen ihnen war, in Zaum zu halten, nur um am Ende dann doch jede Disziplin aufzugeben und einfach nur dem Rausch der Sinne zu folgen.

Die Zeit verstrich zäh wie klebriger Sirup und er ertrug es nicht länger.

„Dreh dich um.“, forderte er mit kehliger Stimme, doch sie regte sich nicht. Sein Atem ging schneller und er war sich sicher, dass sie grinste.

„DREH DICH UM!“ Seine Stimme donnerte und hallte von den Wänden wieder.

Endlich leistete sie seiner Aufforderung folge. Mit einer lasziven Bewegung nahm sie ihre Brille ab und legte sie hinter sich auf einen wackeligen Holztisch. Dann kam sie geschmeidig wie eine Katze und mit dem Lächeln eines Raubtieres auf ihn zu und beugte sich über ihn. Ihr Gesicht war dem seinen ganz nah. Die Hände stützte sie auf seine Arme, die an die Stuhllehnen geschnallt waren.

„Nicht so ungeduldig, Mister J.“, hauchte sie und ließ ihre Finger langsam zu den Schnallen seiner Fesseln gleiten. Langsam, ganz langsam öffnete sie eine nach der anderen und die aufkommende Taubheit in seinen Fingerspitzen ließ allmählich nach. Vorsichtig bewegte er einen nach dem anderen und riss sich dann mit einem Ruck los, sodass sein Gegenüber zurücktaumelte. Drohend baute er sich vor ihr auf und sah auf sie hinab. „Reiz mich nicht, mein Mädchen. Vergiss nicht…“, er machte eine kurze Pause, leckte sich über die Lippen und machte dabei ein leises schmatzendes Geräusch.“ ... vergiss niemals, das du mir gehörst! Verstanden?“ Seine Hände schnellten vor und legten sich um ihren schlanken Hals. Sein Griff wurde fester und fester, doch die blonde Frau sah ihn nur gelassen an und lächelte.

„Das tust du nicht.“, hauchte sie und zu seinem Bedauern hatte sie Recht. Er konnte es nicht, selbst wenn er wollte. Noch brauchte er sie. Umso ärgerlicher, das sie wusste, wie sehr er von ihr abhängig war.

Als er seine Finger von ihrem Hals löste, streiften seine Hände kurz wie beiläufig ihre Brüste und berührten das kalte metallene Namensschild, das dort haftete. Sein Blick blieb kurz daran hängen. Dr. Harleen Quinzel, sein kleiner Harlekin. Als er den Namen damals vor einem Monat das allererste Mal an ihrem Revers las, versetzte es ihm einen Schock, wie von einem elektrischen Schlag. Er kannte den Namen, brauchte jedoch einige Sekunden, bis die Erinnerung zurückkehrte.
 

Es war eine dunkle Nacht. Eine entsetzliche Nacht. Eine der Nächte, an die man sich am liebsten nicht erinnern möchte. Damals war er noch nicht der Mann, der er heute war. Damals war er einfach nur Jack. Ein Nichts. Ein Niemand. Vom Schicksal gebeutelt und fest entschlossen, seinem jämmerlichen Dasein ein Ende zu machen.

Rastlos strich er durch Gothams dunkle Straßen und grübelte, wie er sein Vorhaben in die Tat umsetzen konnte. Der Schmerz des Verlustes brannte wie Feuer in seiner Brust und ließ ihn nicht klar denken. War er denn schon bereit von dieser Welt zu gehen? Hatte er noch eine Perspektive? Einen so genannten Lebenssinn, nachdem er verlor, was ihm seine Welt bedeutete? So viele Fragen, auf die er keine Antwort wusste. Warum also zögern? Warum nicht gleich von der nächsten Brücke springen? Oder gab es eine Alternative? Und wenn ja welche? Und wie sollte er je vergessen?

Er blieb stehen und sah sich in der engen, dreckigen Gasse um, in die es ihn verschlagen hatte. Diese Stadt war ein riesengroßer Müllhaufen… nein, noch besser: der Vorhof zu seiner ganz persönlichen Hölle. Sein Blick blieb an der flackernden Neonreklame einer Bar hängen. Eine billige Hinterhofkaschemme, so wie man sie hier in dieser Gegend erwartete. Genau der richtige Ort um über das Ende seines verkorksten Lebens nachzugrübeln. Nach ein paar Gläsern Whisky würde seine Hemmschwelle mit Sicherheit fallen und ein Sprung zum Beispiel vom Wayne Tower wäre umso verlockender.

Schweren Schrittes schlurfte er mit gebeugtem Rücken auf die Kneipe zu. Es schien, als trüge er das Leid der ganzen Welt auf seinen Schultern und vielleicht war das gar nicht so verkehrt. Das Leid seiner eigenen kleinen Welt war Last genug.

Die Bar war so gut wie leer und niemand nahm Notiz von ihm, als er sich grußlos an einen Tisch in der dunkelsten Nische des Schankraumes setzte. Im Geiste spielte er bereits durch, was er sich am besten alles hinter die Binde kippte, damit es schnell vorbei ging. Eine Alkoholvergiftung wäre doch auch eine Option und konnte kaum leidvoller sein, als das, was er bereits durchmachte.

Im ersten Moment bemerkte er gar nicht, das eine gut gelaunte junge Frau an seinen Tisch herangetreten war, bis ihn ihre glockenhelle, vielleicht etwas zu quietschige und auf jeden Fall zu fröhliche Stimme aus seinen düsteren Gedanken riss.

„Hey schöner Mann, ich bin Harleen, deine Bedienung, aber sag ruhig Leeny zu mir. Das machen hier alle.“ Sie zwinkerte und plapperte munter weiter. „Was darf’s denn sein? Die Küche hat noch ’ne Stunde geöffnet. Also wenn du noch was Essen willst, musst du dich jetzt entscheiden.“

Er musterte das hübsche, kleine Ding. Blond, gut gebaut, blaue Augen die loderten, wie die Flamme eines Bunsenbrenners und Beine bis zum Himmel. Ihr Hintern war bestimmt zum niederknien. Genau sein Typ, aber eigentlich… ach eigentlich hatte er gar kein Auge für sie. Normalerweise wären ihm wie jedem Mann gleich hunderte schmutzige Phantasien durch den Kopf geschossen bei ihrem Anblick. Aber stattdessen hallten ihm nur die Namen Johnny Walker, Jim Beam und Jack Daniels durch den Kopf. Am besten flaschenweise.

„Hey, huhu! Hier oben sind meine Augen, nicht da unten.“ Sie deutete auf ihren Ausschnitt und grinste amüsiert. „Also, hast du dich entschieden, Süßer?“

Er nickt apathisch.

„Malzbier…“

Was hatte er da gerade gesagt? Ach verdammte Gewohnheit… er trank nun mal eigentlich keinen Alkohol. Zu spät, sie war schon davongeeilt und ihr Hintern war wirklich zum niederknien.

Es vergingen ein paar Minuten und er war schon wieder dabei, finstere Pläne zu schmieden. Gotham Central Station war nicht so weit entfernt. Wie hoch waren die Chancen, den Zusammenstoß mit einem Zug zu überleben? Andererseits bestand die Möglichkeit, dass er bei einem Sprung von einem wirklich, wirklich hohen Haus schon vor dem Aufschlag an einem Herzinfarkt starb. Klang fast wie sanftes Dahinscheiden, wenn man es sich lange genug schön redete.

KLONK

Das Geräusch der Malzbierflasche, die vor seiner Nase abgestellt wurde, ließ ihn aufschrecken. Da war sie ja schon wieder. Eigentlich wollte er sie mit einem kurzen Nicken als Dank abspeisen und sich gerade wieder seinem Ableben widmen, als sie plötzlich fragte, ob sie sich zu ihm setzen dürfte. Natürlich wartete sie seine Antwort gar nicht erst ab und schob sich bereits auf den Stuhl neben ihm.

„Ganz ehrlich, Herzchen, so wie du guckst, hät’ ich gedacht, du würdest dir hier ordentlich die Kante geben. Oder ist der Plan, dass du dir mit Malzbier den Magen verdirbst? Dann hol ich schon mal Nachschub.“

„Witzig“, brummelte er knapp als Antwort und hob die Flasche an seine Lippen.

Sie seufzte, ließ aber nicht locker: “Ok, ich weiß es geht mich nichts an, aber was für einen Grund kann ein hübscher Kerl wie du haben, um so ein Gesicht zu ziehen?“

Damals, in jener Nacht trug er noch nicht die Narben, die heute sein Gesicht verunzierten. Tatsächlich war er einmal recht ansehnlich gewesen, aber das war schon lange her. Zumindest kam es ihm heut so vor.

„Weißt du, ich bin gut im zuhören. Ich mach das sozusagen professionell und du siehst aus wie ein netter Kerl. Wenn ich darf, lass mich dir helfen.“

Würde sie denn nie aufgeben? Sie redete und redete und schien die Tatsache vollkommen zu ignorieren, das er angestrengt in seine Flasche starrte und sich bemühte, so zu tun, als wäre sie gar nicht da. Das ging natürlich gründlich schief. Obwohl der Raum stark nach Zigarettenqualm, Bier und Schweiß roch, konnte man ihr großzügig aufgetragenes Parfum nicht ignorieren. Er bedachte sie mit einem kurzen Seitenblick.

„Harleen war der Name, richtig? Was ist das für ein Parfum? Steht dir. Nur etwas weniger hätte es auch getan.“

Er rieb sich die Schläfen. Warum fing er nun tatsächlich ein Gespräch mit ihr an? Aber sie hatte irgendetwas an sich, dem er nur schwer widerstehen konnte. Also schön, die kurze Ablenkung würde er sich zugestehen. Und seine wenigen Worte wurden prompt mit einem Lächeln belohnt.

„Oh, das ist Obsession. Ich hab’s letzte Woche von meiner Mom und meinem Dad zum Geburtstag bekommen. Hab das vorher noch nie benutzt. Heute zum ersten Mal. Eigentlich wäre mir Geld ja lieber gewesen“, sie seufzte, “Ich kann kaum meine Miete zahlen und die verdammten Studiengebühren bringe ich auch nur mit Ach und Krach auf.“

„Oh, du bist Studentin? Musst du deswegen hier in diesem Dreckloch arbeiten?“

Sie lachte. „Ja, man arbeitet in solchen Läden nicht, weil man Spaß daran hat, sondern weil man es muss. Aber ich geb’ die Hoffnung noch nicht auf, irgendwann einmal im Lotto zu gewinnen. Ich studiere übrigens Psychologie. In ein paar Monaten mach ich mein Examen. Aber genug von mir.“ Sie knuffte ihn freundschaftlich in die Seite. „Raus mit der Sprache. Warum die Trauermiene?“

Na prima, es gab tausende von Kneipen und Bars in Gotham und er erwischte ausgerechnet die mit der Psychiaterin.

„Hab halt nichts zu lachen“, gab er kurz angebunden zurück. Irgendwie musste er das Thema wechseln und sie loswerden.

„Ja das merke ich. Bist nicht besonders witzig drauf. Lass mich raten. Probleme mit Frauen? Probleme mit Geld? Oder ist es der Job?“

Seufzend hob er den Kopf und sah sie das erste mal richtig an.

„Eines davon ist es immer, nicht wahr? Ich fürchte, bei mir trifft wohl alles zu. Ich bin ein Versager, ein Nichts, ein elender Verlierer. Ich kann nichts und ich werde auch nie etwas können.“

Und dass er nun auch noch einer vollkommen Fremden die Ohren voll jammerte, machte ihn in seinen Augen nur noch erbärmlicher. Die junge Frau schwieg einen Moment und sah ihn durchdringend an. So intensiv das es ihn fast schauderte. Ihre blauen Augen, in denen dieses beunruhigende Feuer brannte, schienen ihn bis auf den Grund seiner Seele durchschauen zu wollen. Unangenehm berührt rutschte er etwas auf seinem Stuhl hin und her und widmete sich wieder angestrengt seiner Flasche, die er mittlerweile geleert hatte.

Plötzlich legte sie ihre Hand auf seine und brachte ihn so wieder dazu aufzuschauen. Er war zu erschrocken, um überhaupt daran zu denken, seine Hand wegzuziehen. Und irgendwie fühlte sich ihre Berührung gut an. Warm und weich und irgendwie tröstlich.

„Jeder kann irgendetwas“, sagte sie mit einer Überzeugung in der Stimme die keinen Widerspruch duldete. Er verkrampfte sich sichtlich und schüttelte leicht den Kopf.

„Du kennst mich nicht.“

„Ok, wie heißt du?“

„Jack…“

Sie lächelte. „Ok Jack, jetzt kenne ich dich. Und ich sage dir noch einmal, jeder kann etwas. Jeder hat ein ganz besonderes Talent, das ihn auszeichnet. Du musst deines nur finden. Und ich sage dir noch etwas. Wir kennen uns zwar erst seit ein paar Minuten, aber ich habe eine gute Menschenkenntnis und ich sehe, dass du etwas Besonders bist. In die schlummert irgendetwas großes, das nur heraus gelassen werden möchte. Wirf das nicht weg. Such danach und du wirst sehen, es lohnt sich. Dann wirst du auch dein Lächeln wieder finden.“

Verblüfft starrte er diese Verrückte einen Moment lang wortlos an. Was redete sie da? Wie konnte sie so unglaublich optimistisch sein? Aber schlimmer war, dass sie mit ihren Worten in ihm irgendetwas bewegte. Hatte sie Recht? War da ein Silberstreifen am Horizont? War das etwa Hoffnung, die er da spürte?

Langsam drehte er seinen Kopf zur Seite. Darüber musste er erst einmal nachdenken. Es verstrichen ein paar Sekunden des Schweigens, bevor er sich überwand und doch noch etwas sagte.

„Danke Harleen, irgendwie…. war das wirklich sehr nett.“

Er verspürte das Bedürfnis sich revanchieren zu müssen und die nächsten Worte fielen ihm schwer. Nervös strich er durch sein Haar.

„Wenn ich irgendetwas für dich tun kann…“ Ein Lachen, süß wie Honig unterbrach ihn.

„Ja, zahl mir mein Studium. Aber Scherz bei Seite, die kleine Therapiestunde war gratis, weil ich dich sehr sympathisch finde, Mister J. Also mach dir keine Gedanken.“

Er brummelte ein leises „Hmm“ vor sich hin und kramte in seiner Jackentasche nach seinem Portemonnaie. Dann schob er ihr einen Zehn Dollar Schein zu.

„Der Rest ist Trinkgeld. Ach und…. Du hast mir gar nicht deinen Nachnamen verraten.“

Nun war es an ihr, erstaunt zu gucken. So spendabel waren die Kunden hier in der Regel nicht. Und wieso interessierte ihn ihr Nachname? Wollte er ein Date ausmachen? Zögernd stecke sie den Schein ein.

„Wow danke, das ist echt großzügig von dir.“ Eine kurze Pause folgte, dann lächelte sie wieder ihr ansteckendes Lächeln. „Quinzel… Harleen Quinzel..“

Er nickte und merkte wie sich seine Mundwinkel wie von selbst leicht nach oben bogen. Sein erstes Lächeln seit Wochen.

„Ok… vielleicht sieht man sich mal wieder.“

Mit diesen Worten ließ er sie stehen und verließ die Bar. Irgendwie fühlte er sich leicht und befreit und voller Tatendrang. Vor ihm lag nun eine ganz neue Stadt. Eine Stadt, die nur darauf wartete von ihm und seinem besonderen Talent erobert zu werden. Alles was er dafür tun musste, war ein bisschen nachdenken und dieses Talent finden.
 

Offensichtlich war seine Suche erfolgreich verlaufen, denn sonst wäre er jetzt nicht hier in Arkham. Schritt für Schritt hatte er Harleen gegen die nächste Wand gedrängt und sah ihr durchdringend in die Augen. Die Arme hatte er links und rechts von ihr gegen die kalte Mauer gestützt. Er beugt sich vor an ihr Ohr und roch an ihrem Haar. Es war frisch gewaschen und duftete nach Pfirsich. Ein leises Grollen entfuhr seiner Kehle wie das knurren eines hungrigen Tieres. „Du weißt was ich will“, raunte er heiser in ihr Ohr.

Sie nickte und streifte ihren Arztkittel ab. Dann knöpfte sie langsam ihre Bluse auf und ließ ihn dabei nicht aus den Augen. Während sie sich geschmeidig aus ihrer Bluse herauswand, stießt er sich von der Wand ab und ging langsam auf den wackeligen Tisch zu.

„Bist du mein Mädchen, Harleen?“, fragte er beiläufig und nahm das kleine scharfe Taschenmesser vom Tisch auf, das sie jeden Tag mitbrachte.

Die Antwort kam prompt und ohne jede Spur von Angst. „Ja.“ Wie um ihre Aussage zu bekräftigen, trat sie furchtlos auf ihn zu und ließ die Bluse zu Boden fallen. Ah, da war er, dieser erwartungsvolle wilde Blick, den er so sehr an ihr liebte. Absolut bedingungslos und wahnsinnig.

„Dann zeig es mir.“

Seine Hand schnellte vor, packte sie brutal im Nacken und drückte sie mit dem Gesicht voran auf die Tischplatte. Mit der anderen Hand legte er das Messer an die zarte Haut ihres Rückens. Die Klinge blitzte kurz im fahlen Schein der spärlichen Deckenlampe und färbte sich rot, als er kunstvoll die Buchstaben H und A in ihre Haut ritzte. Ein „Ha" für jeden Tag ihrer wunderbaren Beziehung.

Das eigene Grab geschaufelt

Zwei eng umschlungene Leiber, hingerissen von der Hitze des Augenblicks. Mühsam unterdrücktes Stöhnen und Jauchzen. Heiße Küsse und warmes, rotes Blut, das dickflüssig und zäh vom Tisch tropfte. Angespannte Muskeln, sehnsüchtige Blicke und dann die plötzliche Erlösung. Das Spiel endete immer viel zu schnell. Die Zeit war viel zu knapp. Neunzig läppische Minuten für eine Therapiestunde waren einfach nie genug, um alle Bedürfnisse zu befriedigen.

Warme Arme legten sich um seinen Nacken und er spürte deutlich ihre Schenkel die sich immer noch um seine Hüften schlossen. Ginge es nach ihm, könnte es fürs Erste immer so sein. Er brauchte nicht die Annehmlichkeiten eines bequemen Bettes und weicher Laken. Der Reiz des Versteckens und der Heimlichkeit, des Verborgenen und Verbotenen übte eine viel größere Faszination auf ihn aus. So war es doch viel interessanter.

Sichtlich zufrieden ließ er seinen Kopf an ihrer Schulter ruhen und horchte einen Moment lang auf ihren immer noch rasenden Atem. Sein Rücken brannte angenehm an den Stellen, wo sie ihre manikürten Fingernägel in seine Haut gebohrt hatte. Nur ein kurzer Moment der Ruhe. Nur noch ein paar Sekunden in der angenehmen Trägheit schwelgen, die seinen Körper erfasste und seinen sonst so aufgewühlten Geist beruhigt. Sie war wie Vicodin. Linderte für kurze Zeit seinen Schmerz und berauschte ihn so sehr, das er wenigstens für eine Weile vergessen konnte. Aber war vergessen so gut? Schadete sie ihm auf Dauer? Immerhin hatte er eine Mission und er durfte sich nicht dauerhaft von ihr ablenken lassen.

Nein, nicht jetzt…. Darüber konnte er noch genug nachdenken, wenn er wieder in seiner Zelle saß. Jetzt wollte er ihre samtene Haut noch so lange genießen, wie er konnte. Zu viel Zeit war vergangen, seitdem er sich einer Frau zugewandt hatte.

Die plötzlich aufkommenden Erinnerungen an Jeannie verschlugen ihm für einen schmerzlichen Moment den Atem. Er kniff die Augen fest zusammen und ballte seine Fäuste. Verdrängung! Verdrängung war gut, war gesund, hielt ihn am Leben. Er hielt den Atem an, bis der Schmerz in seiner Lunge schlimmer wurde, als der in seiner Seele. Dann plötzlich legte sich eine warme, weiche Hand beruhigend an seinen Hinterkopf und tätschelte durch sein Haar. Manchmal war Harleen eine Hellseherin. Sie spürte schnell, wenn er von seiner Vergangenheit übermannt wurde und er abzudriften drohte. Und instinktiv tat sie meistens genau das richtige. Mit einer so simplen Handbewegung schaffte sie es, ihn wieder zurück zu holen, bevor er die Kontrolle verlieren konnte. Dieses kleine Biest! Wie hatte sie es nur so schnell geschafft, ihn so für sich einzunehmen? Das war nicht gut, nein, ganz und gar nicht gut.

Dennoch ließ sie ihn nicht los. Er war sich sicher, dass ihre schicksalhafte Begegnung der Anfang von etwas Großem sein musste. So viele seltsame Zufälle konnten nicht bedeutungslos sein. Für gewöhnlich glaubte er nicht an Pläne und schon gar nicht an so etwas wie einen Master Plan. Aber das hier… ja… das war einfach anders.

Er entspannte sich wieder, atmete langsam aus und seine Gedanken schweiften ab. Kehrten zurück an den Anfang seines neuen Lieblingsspiels.
 

Hier saß er nun also. Der berüchtigte und gefürchtete Joker. Eingesperrt in einer winzigen, 15 m²-großen Zelle. Die spärliche Einrichtung bestand aus einer unbequemen, viel zu schmalen und für seine enorme Größe von 1,96 m, viel zu kurzen Pritsche aus Metall mit einer hauchdünnen, durchgelegenen Matratze und einer von Motten zerfressenen Wolldecke. Über das speckige Kissen wollte er lieber gar nicht erst nachdenken und hatte es bereits unter die Pritsche verbannt.

Ansonsten gab es hier noch eine Toilette, die fürchterlich stank. Und da die Zelle nicht einmal ein Fenster besaß, sondern lediglich von einem Lüftungsschacht, der auch schon bessere Zeiten gesehen hatte, mit abgestandener Luft versorgt wurde, konnte er nur hoffen, dass es hier nicht ausschließlich Bohnen zu essen gab.

Der einzige Luxus seiner neuen Heimat bestand aus einer runden Plastikuhr über der Zellentür, von der er jetzt schon wusste, dass ihr Ticken ihn früher oder später wahnsinnig machen würde. Genau genommen ging der Joker davon aus, dass diese Uhr aus eben jenem Grund dort platziert worden war, denn sie wurde von einem Glaskasten, vermutlich Sicherheitsglas, geschützt, sodass es für einen normal sterblichen nahezu unmöglich war, das lästige Ding von der Wand zu reißen und kurz und klein zu schlagen.

Und auch sonst gab man sich hier anscheinend große Mühe, die Patienten von der ersten Minute an mürbe zu machen. Nach seiner Ankunft in Arkham wurde er nicht, wie erwartet sofort in eine Zelle gesteckt und weggeschlossen, nein, erst nahm man ihm sämtliche Habseeligkeiten ab. Seine Kleidung und seine Taschenuhr wanderten in einen großen Karton, auf dem in schwarzer krakeliger Schrift sein Name stand. Nicht einmal seine Unterwäsche wurde ihm gelassen. Nackt und gedemütigt trieb man ihn weiter zur riesigen Gemeinschaftsdusche, wo er mit einem Schlauch so lange abgespritzt wurde, bis auch der letzte Make up- Rest aus seinem Gesicht verschwunden war. Eine ausgesprochen entwürdigende Angelegenheit aber er ertrug es mit einem Lächeln und erhobenen Hauptes. Triefnass musste er in die weiße Anstaltskleidung schlüpfen und wurde schlussendlich in seine Zelle geschafft.

An Schlaf war in seiner ersten Nacht in Gefangenschaft nicht zu denken. Hin und wieder war er zwar kurz eingenickt, was er hauptsächlich der Langeweile zuschrieb, aber die hysterischen Schreie seiner Mitpatienten ließen ihn immer wieder hochschrecken.

So lag er also mit hinter dem Kopf verschränkten Armen auf seiner Pritsche und starrte an die Decke ohne wirklich zu sehen. Seine Gedanken kreisten immer wieder um die junge Ärztin und ihren seltsamen Blick. Ihre Augen hatten etwas Vertrautes und er konnte sich immer noch nicht erklären, woher dieses Gefühl kam. Eines stand jedoch für ihn fest. Sie sollte seine Therapie durchführen. Mit ihr würde er leichtes Spiel haben.
 

Wird fortgesetzt....



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Kommentare zu dieser Fanfic (27)
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Bitte keine Beleidigungen oder Flames! Falls Ihr Kritik habt, formuliert sie bitte konstruktiv.
Von:  ChogaRamirez
2013-02-13T13:16:43+00:00 13.02.2013 14:16
Immer wieder gern. Ich hoffe sehr, dass du weiter schreibst!
Von:  ChogaRamirez
2013-02-05T10:58:40+00:00 05.02.2013 11:58
Ich finde deine Geschichte ganz, ganz toll!
Antwort von:  -HarleyQuinn-
13.02.2013 10:06
Wow vielen lieben Dank. Ich hoffe, ich finde irgendwann die Inspiration wieder, um sie zu Ende zu schreiben ^^ Herzlichen Dank für die Verlinkung zu deinem Blog :D
Von:  MrsYam0s
2011-08-31T14:52:59+00:00 31.08.2011 16:52
Ich mag es sehr!
Die Art der Geschichte gefällt mir und auch den Einfluss von Harley auf Joker und umgekehrt, auch wie sie sich kennengelernt haben und alles
ich bin sehr gespannt wie du das fortsetzt!
Von: haki-pata
2010-11-09T22:10:16+00:00 09.11.2010 23:10
Klasse!
Es macht eindeutig Lust auf mehr!
Fragt mich nicht welcher Comic; Selbst Batman musste zugeben, dass Joker mit Harley an seiner Seite um vieles gefährlicher geworden ist!
Und!
Das ist auch gut so.
Der weibliche Touch ist es, der den Wahnsinn ausmacht!
Ich freue mich auf die nächsten Kapitel!
Von: abgemeldet
2009-03-15T23:26:50+00:00 16.03.2009 00:26
Grandios! Einfach Famos!
Wirklich gut geschrieben! Vorallem die Tatsache das sie sich schon kannten finde ich sehr interessant. Hätte nicht gedacht das du den Joker SO darstellst, bevor er zu dem wurde was er ist.

Auserdem überrascht es mich wie du Harleen 'schreibst'! Du scheinst dich gut in sie hineinversetzen zu können, obwohl es- ach das kann ich hier nicht schreiben!

Aber ich muss sagen: SEHR gut. Bin gespannt wie es weiter geht! *smile*
Diverse Dinge fielen mir noch auf, die ich dir dann in msn sagen werde!

Aufjedenfall: Mach weiter *grins*
Von:  gluecklich
2009-02-23T16:15:20+00:00 23.02.2009 17:15
*quietsch* xQx
Das ist ja großartig!
Um ehrlich zu sein, war ich eigentlich auf der Suche nach einer Badfic zum MSTen oO Aber dass ich dann DAS hier gefunden habe... Hab ich ein Glück.
Gerade gestern ist mir eine Fic untergekommen, wo Mister J sich in eine dahergelaufene Mary-Sue verknallt, weil man seine "liebe, menschliche Seite" betonen will. Und ich dachte wirklich, ich finde nur noch solchen Schrott.
Harley Quinn und TDK zu verbinden, ist wirklich eine Meisterleistung. Auch, wenn du ein paar Dinge aus dem Comic geändert hast, fügt es sich nahtlos in die Logik des Films ein. Sowohl Harley als auch der Joker sind zwei unheimlich komplexe Charaktere, die sich nicht einfach in einander verlieben und glücklich miteinander werden, sondern die immer wieder zwischen Liebe und Wahnsinn schwanken und sich nie entscheiden können, ob sie den anderen verehren oder zerstören wollen.
Und du bringst beides bereits jetzt am Anfang großartig rüber.
Zum Schmunzeln brachten mich auch viele Stellen, allein wenn es um Jack Napiers (Übernahme aus dem alten Jack-Nicholson-Film? ^^) fehlendes Lächeln geht. Und das eingeritzte "HA" für jedes Mal ist auch eine wundervolle Idee...
Hach. Favo.

Mein einziger Kritikpunkt wären hier und da ein paar kleine Fehler wie fehlende Kommata oder falsche das/dass-Benutzung. Eine Möglichkeit wäre ein Betaleser, aber meinen Lesefluss haben die Fehler eigentlich kaum gestört.

Zusammengefasst also eine wahrlich gelungene Glanzleistung :3
Und um zum 0815-Quietsch-Kommentar zurückzukommen: Ich hoffe, es geht schnell weiter °__°
Von:  Persephone
2009-02-05T22:57:02+00:00 05.02.2009 23:57
Hallo^^

Okay, sie kannte ihn schon vorher, wenn auch nur flüchtig.
Na das nenne ich doch mal Schicksal oder?
Schön, dass das Kapitel etwas länger war :D
hat mich gefreut...und das Ende war wow!
ich weiß gar nicht, wie ich das ausdrücken soll! War super aufjedenfall! :D

glg
Von:  Persephone
2009-02-05T22:51:45+00:00 05.02.2009 23:51
Du hast einen wirklich tollen Schreibstil.
Ist wunderbar zu lesen, wie der Joker sich Gedanken macht.
Auch wenn die Kapitel etwas kurz sind.
Ich würde gerne mehr davon lesen :D

glg
Von:  Persephone
2009-02-05T22:49:13+00:00 05.02.2009 23:49
Hallo :D
Netter Anfang.
Hört sich interessant an.
Vor allem, dass Harley dabei ist, find ich wirklich klasse.
Ist mal etwas anderes, hab nämlich noch nicht allzu viele Storys gelesen, wo die Gute dabei war :D
Und dabei passt sie doch so gut zum Joker, auch wenn er ihr gegenüber ein richtiges Arschloch ist, aber zur Not hätte sie ja immer noch Ivy :D
glg
Von:  MamoChan
2009-01-28T15:56:56+00:00 28.01.2009 16:56
^Hoppla, das ging ja schon weiter.^^ Die beklemmende Atmosphäre in der Zelle ist wirklich super eingefangen. Alles wirkt sehr düster und der Schluß ist echt bedrohlich.


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