Zum Inhalt der Seite
[English version English version]

Another Note

The Los Angeles BB Murder Cases
von

.
.
.
.
.
.
.
.
.
.

Seite 1 / 1   Schriftgröße:   [xx]   [xx]   [xx]

Die Nachricht

Die LA BB Serienmordfälle – ein äußerst einprägsamer Titel. Doch der Fall wurde nicht von Anfang als solcher bezeichnet. Während des Geschehens sprach man von den Strohpuppenmorden oder von den LA Serienmorden hinter verschlossenen Türen. Oder von ganz anderen grauenvollen Namen. Diese Tatsache widerstrebte Beyond Birthday – dem Täter des besagten Falls – zweifelsfrei. Ich hingegen denke, dass diese Titel eine genauere Beschreibung davon liefern, was genau vorgefallen war.
 

Wie dem auch sei. Der Morgen nach Beyond Birthdays drittem Mord war der des 14. Augusts 2002. Es war 8:15 Uhr, FBI-Agentin Naomi Misora blinzelte gerade verschlafen und sah sich von ihrem Platz im Bett aus in ihrer leeren 1-Zimmer-Wohnung um. Sie trug die gleiche dunkle Lederjacke und die dazu passende Hose, wie am Tag zuvor, da sie einen Großteil der Nacht damit verbracht hatte, in der Innenstadt umherzuwandern. Als sie zurückgekommen war, hatte sie ihr Motorrad draußen abgestellt und war, ohne auch nur geduscht zu haben, erschöpft ins Bett gefallen. Und nun wachte sie, die den ausschlaggebenden Beitrag zur Lösung des Los Angeles BB Serienmörderfalles leisten würde, endlich auf. Sie war vorübergehend vom Dienst suspendiert worden, doch das war ihr egal. Es ermöglichte ihr, dem Druck ihrer höher gestellten Kollegen zu entkommen. Vorübergehender Ruhestand, Suspendierung vom Dienst, Sommerurlaub; für sie war es alles dasselbe. Ich denke nicht, dass wir auf den Grund für ihre Suspendierung näher eingehen müssen. Fest steht jedoch, dass dies Amerika war und sie war Japanerin, weiblich, sehr gut in ihrem Job und das FBI war eine riesige Organisation – was als Information reichen sollte. Offensichtlich hatte sie durchaus Kollegen, die viel von ihr hielten. Aus diesem Grund war es ihr auch möglich gewesen, so lange in dieser Organisation zu arbeiten, doch vergangenen Monat, kurz bevor die Los Angeles BB Serienmorde statt gefunden hatten, war Naomi Misora ein erheblicher Fehler in ihrem damaligen Fall unterlaufen und dafür trug sie nun die Konsequenzen. Das war nicht die Art von Problem, die sie mit einer einfachen Motorradtour durch die Stadt aus ihrem Kopf hätte streichen können.
 

Dieses Mal hatte Misora es in Erwägung gezogen den Dienst beim FBI zu quittieren. Sie war äußerst versucht einfach alles weg zu werfen und zurück nach Japan zu gehen. Ein Teil von ihr war den ganzen Unfug, der mit ihrem Job kam, leid, aber es war ihr eigener massiver Fehler, der nun so schwer auf ihrem Gewissen lastete und sie davon abhielt, alles einfach hinter sich zu lassen. Selbst wenn nicht all dieser Druck von außerhalb auf sie eingewirkt hätte, hätte sie wohl um eine Auszeit gebeten.
 

Oder sich einfach... aus dem Berufsleben zurückgezogen.
 

Träge schleppte sie sich aus dem Bett und beschloss eine schnelle Dusche zu nehmen, um sich zu erfrischen. Ihr Blick fiel auf den Laptop, der auf ihrem Schreibtisch stand und sie stockte, als sie bemerkte, dass er eingeschaltet war. Sie erinnerte sich nicht daran ihn hochgefahren zu haben und sie war gerade erst aufgewacht. Hatte sie ihn letzte Nacht angeschaltet, als sie nach Hause gekommen war? Warum aber hatte sie sich dann nicht umgezogen? Zu nachlässig ihn angeschaltet zu lassen, während sie geschlafen hatte... Sie konnte sich nicht daran erinnern, den Knopf gedrückt zu haben, aber der Bildschirmschoner war an, also hatte sie es wohl getan. Misora zog die schwere Hose und die Jacke aus, ging hinüber zum nahe stehenden Schreibtisch und bewegte die Maus leicht mit der Hand. Der Bildschirmschoner verschwand und Misora wandte ihren Blick dem blinkenden Mailboxsymbol zu; sie hatte eine neue E-Mail. War sie womöglich sogar eingeschlafen, während sie die Post überprüft hatte...? Misora dachte darüber nach, während sie auf den Posteingang klickte. Nur eine neue Nachricht. Von Raye Penber. Er war Misoras derzeitiger Lebensgefährte und ebenfalls beim FBI. Er war einer dieser Agenten, die viel von ihr hielten und doch hatte er Misora einmal gesagt: „Es ist eine gefährliche Arbeit. Du solltest besser den Beruf wechseln.“ Ihre vorübergehende Suspendierung war fast vorbei, also hatte die E-Mail sicher damit zu tun. Sie klickte auf die Überschrift 'Kein Betreff'.
 

‚Sehr geehrte Frau Misora,
 

Entschuldigen Sie diesen Weg der Kommunikation.
 

Ich erbitte Ihre Zusammenarbeit in einem bestimmten Fall. Wenn Sie dazu bereit sind mir zu helfen, greifen Sie bitte am 4. August um 9 Uhr auf den dritten Block der dritten Ebene des Funny Dish Servers zu. Die Verbindung wird fünf Minuten lang anhalten. (Bitte hacken Sie sich selbst durch die Firewall.)
 

L
 

PS: Um Sie zu kontaktieren erlaubte ich es mir die Adresse Ihres Freundes zu benutzen. Dies war der einfachste und sicherste Weg, also verzeihen Sie mir bitte. Unabhängig davon, ob sie mir helfen werden oder nicht, muss ich Sie bitten diesen Computer innerhalb von 24 Stunden nach dem Lesen dieser Nachricht zu zerstören.’
 

„...“
 

Kaum, dass sie zu Ende gelesen hatte, las Misora die gesamte Nachricht noch einmal und schließlich überprüfte sie den Absendernamen erneut.

L.
 

Sie war zwar suspendiert worden, aber sie war immer noch FBI-Agentin und erkannte den Namen. Es wäre unverzeihlich gewesen, das nicht zu tun. Sie zog es in Erwägung, dass Raye oder ein anderer Agent ihr einen Streich spielte, doch sie konnte nur schwer glauben, dass jemand es wagte so zu unterzeichnen. L zeigte sich nie öffentlich, doch Misora hatte einige Horrorgeschichten darüber gehört was mit Detektiven passiert war, die versucht hatten, sich als L auszugeben. Es war also sicher zu sagen, dass niemand es sich erlauben würde, nicht einmal als Scherz.
 

Also...
 

„Aw, verdammt!“
 

Sie dachte darüber nach während sie duschte, wusch die Erschöpfung der letzten Nacht von ihrem Körper, trocknete schließlich ihr langes, dunkles Haar und gönnte sich eine Tasse dampfenden Kaffee.
 

Doch eigentlich tat sie nur so, als würde sie wirklich über die Sache nachdenken – im Endeffekt hatte sie nämlich kaum eine Wahl. Kein FBI-Agent, geschweige denn einer mit einem niedrigen Rang, könnte es je in Erwägung ziehen, ein Anliegen Ls abzulehnen. Doch zu diesem Zeitpunkt hatte Misora kein besonders positives Bild von dem Detektiv, also musste sie wenigstens so tun, als zögere sie und sei es nur, um sich selbst zu beruhigen. Wenn man schlussendlich Naomi Misoras Persönlichkeit in Betracht zog, machte ihr Zögern durchaus Sinn. Sie bedauerte nur, dass L sich in ihren brandneuen Laptop, den sie vergangenen Monat erst gekauft hatte, gehackt hatte und sie ihn nun sofort ersetzen würden musste.
 

„Das stört mich kein bisschen... Das heißt – tut es schon, aber...“
 

Sie hatte gar keine Wahl.
 

Als die Uhr 8:55 Uhr schlug, setzte sie sich an ihren Laptop, der nun noch 23 Stunden zu Leben hatte und folgte Ls Anweisungen. Sie war kein professioneller Hacker, aber sie hatte einige Basics in der Ausbildung zur FBI-Agentin gelernt.
 

Sobald sie sich Zugriff verschafft hatte, leuchtete der Bildschirm weiß auf und ein großes, umständlich verziertes L erschien in der Mitte. Sie atmete erleichtert aus, als sie es sah.
 

„Frau Naomi Misora.“
 

Die Stimme, die aus den Lautsprechern ihres Laptops kam, war offensichtlich verstellt. Sie war jedoch unter Ermittlungsbeamten weltweit die international bekannte Stimme Ls. Es war das erste Mal, dass Misora sie hörte, doch sie klang genauso, wie sie sie sich immer vorgestellt hatte: Unpersönlich, so als würde sie in einer Fernsehsendung vorgestellt werden - obgleich sie nie in einer Fernsehsendung aufgetreten war. Sie konnte also nur vermuten, wie es sich anfühlte.
 

„Ich bin L.“
 

„Freut mich...“
 

Misora unterbrach ihre Begrüßung, als sie bemerkte, dass ihr Laptop nicht mit einem Mikrofon ausgestattet war. Stattdessen tippte sie: „Hier ist Naomi Misora. Es ist mir eine Ehre, mit Ihnen sprechen zu dürfen, L.“ Wenn die Verbindung sicher war, dann ging sie davon aus, dass ihre Worte ankamen.
 

„Frau Naomi Misora, sind Sie vertraut mit den Morden, die derzeit in LA stattfinden?“
 

L kam ohne Umschweife und ohne auf ihre Begrüßung einzugehen zum Punkt. Womöglich, weil sie ihre Übertragung um 9:05 Uhr beenden mussten, doch es kratzte trotzdem ein bisschen an Misoras Nerven. Wenn er ihre vollste Kooperation als Partner wollte, dann sollte er sich etwas natürlicher verhalten und sie auch wie einen Partner behandeln und nicht einfach davon ausgehen, dass sie ihm helfen würde. Genervt tippte sie besonders lautstark in die Tasten.
 

„Ich bin nicht so fähig, dass ich grundsätzlich über alle Morde, die in ganz LA stattfinden, informiert sein kann.“
 

„Oh, tatsächlich nicht? Nun, ich schon.“
 

Er warf ihren Sarkasmus einfach doppelt so hart zurück und fuhr fort.
 

„Ich spreche von dem Fall, dessen drittes Opfer gestern gefunden wurde. Es ist anzunehmen, dass die Zahl der Morde in Zukunft noch steigen wird. In den HHN Nachrichten wurde im Bezug auf diesen Fall von den Wara Ningyo – also Strohpuppenmorden – berichtet.“
 

„Die Wara Ningyo Morde?“
 

Sie kannte diesen Fall nicht; sie hatte es absichtlich vermieden, während ihrer Suspendierung die Nachrichten zu schauen. Der Ausdruck war ihr bekannt, schließlich war sie bis zur Oberstufe in Japan aufgewachsen, aber es mit englischer Aussprache zu hören, ließ es fremd klingen.
 

„Ich will diesen Fall lösen“, erklärte L ihr. „Der Täter muss fest genommen werden. Hierfür, Frau Naomi Misora, ist Ihre Kooperation notwendig.“
 

„Meine, ach wirklich? Wieso?“ Misora antwortete knapp. Ob L ihre Frage als „Warum ist meine Kooperation notwendig“ oder als „Warum muss ausgerechnet ich mit Ihnen zusammen arbeiten?“ auffasste, lag bei ihm. Er schien es jedoch als ersteres zu interpretieren.
 

„Weil Sie eine exzellente Ermittlerin sind, Frau Naomi Misora.“
 

„Aber ich bin im Moment außer Dienst.“
 

„Ich weiß. Ich betrachte diese Tatsache als Vorteil.“
 

Er hatte gesagt, es gab drei Opfer. Somit hatte der Fall wohl noch keinen Grad erreicht, bei dem sich das FBI einschalten würde. Das erklärte, warum L sie nicht über eben jenes kontaktiert hatte. Es war daher wohl sicher anzunehmen, dass er den Direktor des FBIs gänzlich umgangen hatte, um sie auf direktem Wege zu kontaktieren. Er gab ihr nicht einmal Zeit darüber nachzudenken. Aber... wieso sollte er einen Mörder jagen, bei dem das FBI ablehnte, sich mit dem Fall zu beschäftigen? Dennoch... sie musste ihm antworten, über diesen Laptop und zwar schnell.
 

Sie blickte auf die Uhr. Weniger als eine Minute blieb ihnen noch, bis die Verbindung um 9:05 Uhr abbrechen würde.
 

„Also gut“, willigte sie letztendlich ein. „Ich werde Ihnen helfen, so gut ich kann.“
 

Ls Antwort kam unverzüglich. „Vielen Dank. Ich wusste, Sie würden einwilligen, wenn ich erst mit Ihnen gesprochen habe.“
 

Seine Stimme zeigte nicht einmal eine Spur Dankbarkeit. Doch vielleicht konnte man das auf die verzerrte Tonlage schieben.
 

„Ich werde Ihnen erklären, wie Sie mit mir in Kontakt treten können. Wir haben nicht viel Zeit, darum wird die Anleitung kurz ausfallen. Zu erst...“
 

. : :: :: :: : .
 

Zuerst musste sie wenigstens die Zusammenfassung des Los Angeles BB Serienmörderfalls kennen. Am letzten Julitag des Jahres 2002 wurde ein Mann in seinem Einfamilienhaus in der Insist Street in Hollywood, Los Angeles ermordet. Sein Name war Believe Bridesmaid, er war freiberuflicher Autor und lebte alleine. Er schrieb unter verschiedenen Namen für verschiedene Herausgeber und war verhältnismäßig bekannt in der Szene. Die Todesursache war Strangulation. Er war von hinten mit einem Strick erwürgt worden, nachdem er mit Drogen betäubt und besinnungslos gemacht worden war. Es gab keine Anzeichen für einen Kampf, obgleich dieser Beweis umstritten war; der Mörder war gut in dem was er tat. Der zweite Mord ereignete sich vier Tage später, am 4. August 2002. Dieses Mal handelte es sich um ein Mädchen namens Quarter Queen in einer Mietwohnung in der Third Avenue. Sie wurde erschlagen. Die Schädeldecke war mit etwas langem, hartem gespalten worden. Sie schien ebenfalls zuvor betäubt worden zu sein. Ich erwähne das, da es die beiden Verbrechen verbindet. Gut, jeder, der den Tatort gesehen hat, hätte die beiden Morde sofort miteinander in Verbindung gebracht.
 

An beiden Orten des Geschehens waren Strohpuppen an die Wand genagelt worden, vier bei dem Vorfall in der Insist Street und drei in der Third Avenue.
 

Von den Strohpuppen, die man am Ort des ersten Verbrechens gefunden hatte, war von der Polizei berichtet worden, was die Möglichkeit, dass das zweite Verbrechen eine Nachahmung war, durchaus möglich machte. Es gab jedoch andere kleine Übereinstimmungen, die die Polizei dazu brachte, die Fälle als Serienmorde, statt als Zufälle zu behandeln. Doch es gab auch ein großes Problem mit dieser These: Neben den Strohpuppen gab es keine anderen Gemeinsamkeiten zwischen Believe Bridesmaid und Quarter Queen. Es gab keine gemeinsamen Einträge in ihren Mobiltelefonen. Keiner hatte die Visitenkarte des jeweils anderen. Quarter Queen hatte noch nicht einmal ein Mobiltelefon oder eine Karte besessen – sie war erst 13 Jahre alt gewesen. Es gab keine anderen offensichtlichen Verbindungen zwischen ihr und dem 44-jährigen Schriftsteller. Wenn man davon ausging, dass es wirklich einen Bezug gab, dann wahrscheinlich über die Mutter des Mädchens, welche während des Mordes ihrer Tochter unterwegs gewesen war. Aber wenn man die unterschiedlichen Tatorte bedachte, dann war selbst das noch ziemlich weit hergeholt.
 

In den Tagen von alten Detektivgeschichten wurde immer eine Verbindung zwischen den ersten beiden Opfern und dem dritten gefunden. Auch bei diesen Untersuchungen konzentrierte man sich darauf, doch man fand nichts. Neun Tage vergingen, bis am 13. August 2002 der dritte Mord geschah. Die Medien nutzen diese Zeitspanne, um den Fall als die Strohpuppenmorde bekannt zu machen.
 

Dieses Mal fand man zwei Strohpuppen an die Wand genagelt. Ihre Anzahl nahm mit jedem Mord um eins ab.
 

Es geschah im Westen der Stadt in einem Stadthaus in einem Wohngebiet nahe der Glass Station Metro. Der Name des Opfers war Backyard Bottomslash und sie war eine 28-jährige Bankangestellte. Es bestand die Möglichkeit, dass er ihr Alter so gewählt hatte, dass es zwischen das des ersten und das des zweiten Opfers fiel. Es ist wohl nicht nötig zu sagen, dass es keinen Zusammenhang zwischen ihr und Believe Bridesmaid oder Quarter Queen gab. Es war unwahrscheinlich, dass sie sich überhaupt jemals auf der Straße begegnet waren. Todesursache war Blutverlust aufgrund von schweren inneren Blutungen. Strangulation, Totschlag, Verbluten... jeder Mord war auf unterschiedliche Weise geschehen und keiner gab auch nur einen Hinweis auf Verbindungen zu einem der anderen. Es war, als experimentiere er mit jedem Opfer, als teste er bei einem nach dem anderen etwas Neues, keines jedenfalls starb auf natürlichem Wege. Kein Anhaltspunkt des Mörders wurde während der Ermittlungen gefunden. Die Polizei war ratlos. Der Täter war in seiner Sache bei weitem besser als die Polizei. Ich habe nicht vor Beyond Birthday zu loben, doch in diesem Punkt kann ich sagen, was er sich verdient hat.
 

Ach ja, es gab einen weiteren gemeinsamen Faktor zwischen den drei Schauplätzen, abgesehen von den Strohpuppen. Jeder der drei Morde geschah hinter von innen verriegelten Türen. Wie in einer alten Detektivgeschichte. Das Ermittlungsteam jedoch legte kein großes Gewicht auf diese Tatsache. Nachdem sie die Unterlagen bezüglich der Ermittlungen von L erhalten hatte, schenkte Naomi Misora hingegen gerade dieser „verschlossenen Raum-Sache“ ihre Aufmerksamkeit und es war ihr unbehaglich. Sie hielt es für den Schlüssel zur Lösung des Puzzles.
 

Nachdem sie am 25. August einen Aufruf von L erhalten hatte, machte sich Naomi Misora, die nun unter Anleitung von L und nicht als FBI-Agentin arbeitete, auf, um ihre Ermittlungen zu beginnen. Da sie nicht im Dienst war, hatte sie ihr Abzeichen und ihre Handschellen sowie alle anderen dienstlichen Geräte, die sie besessen hatte, abgeben müssen. Sie rannte also geradezu blindlings in diesen Fall, nicht besser bewaffnet als ein Zivilist.
 

Trotzdem fühlte sie sich nicht wie einer. Sie war während ihrer Ermittlungen niemals dazu geneigt gewesen von ihrer Autorität Gebrauch zu machen. Ihr mentaler Zustand war etwas wackelig, also war sie nicht in der besten Verfassung diesen Fall anzugehen, aber was das anging war sie L nicht unähnlich. Mit anderen Worten, sie war nicht gut darin in einem Team zu arbeiten, alleine zu ermitteln würde sie von der üblichen Dummheit der Gruppe verschonen und ihr helfen, ihre eigenen Fähigkeiten unter Beweis zu stellen.
 

Unbekümmert kam Misora am späten Mittag des 15. Augusts in der Insist Street in Hollywood, dem Ort des ersten Mordes, an. Während sie ihr Mobiltelefon aus der Tasche angelte, dachte sie, dass das Haus etwas groß aussah für einen Junggesellen, der alleine lebte. Dann wählte sie die Nummer, die sie bekommen hatte. Man hatte ihr gesagt, dass sie fünffach verschlüsselt und vollkommen sicher war, um sowohl sie als auch L zu schützen.
 

„L. Ich befinde mich vor Ort.”
 

„Gut”, sagte die künstliche Stimme, als hätte L auf sie gewartet.
 

Misora fragte sich, wo L war, in welcher Umgebung er sich befand, wenn er ermittelte, doch sie merkte schnell, dass das im Moment nicht wichtig war.
 

„Was soll ich als nächstes machen?“
 

„Sind Sie im Moment direkt am Tatort, Frau Naomi Misora? Oder sind Sie außerhalb des Gebäudes?“
 

„Außerhalb. Ich blicke von der Straße aus auf das Haus. Ich habe es noch nicht betreten.“
 

„Dann tun Sie dies jetzt bitte. Sie werden keinen Schlüssel benötigen; es sollte nicht verschlossen sein.“
 

„In Ordnung“, antwortete sie Zähne knirschend. Sie musste sich beherrschen nicht wieder einen sarkastischen Kommentar loszulassen. Solche Vorbereitungen konnten womöglich als Zeichen der Achtung betrachtet werden, aber Misora wäre sehr wohl in der Lage gewesen, das Gebäude selbst zu betreten und sie war nicht dankbar für die zusätzliche Hilfe.
 

Sie betrat das Grundstück durch das Tor. Das Opfer war im Schlafzimmer ermordet worden - dank ihrer Erfahrung beim FBI erkannte Misora den generellen Aufbau des Hauses schon von außerhalb. In einem Haus wie diesem befand sich das Schlafzimmer wahrscheinlich im ersten Stock, also begab sie sich dorthin. Es waren zwei Wochen seit dem Mord vergangen, aber offensichtlich hielt man das Haus dennoch sauber. Es lag nirgendwo Staub.
 

„Aber L…“
 

„Was ist?”
 

„Den Informationen zu Folge, die Sie mir gestern gegeben haben, hat die örtliche Polizei Ihre sachgemäßen Ermittlungen hier bereits abgeschlossen.“
 

„Ja.“
 

„Ich bin mir nicht sicher, wie Sie das angestellt haben, aber Sie sind bereits an die Polizeiberichte gekommen.“
 

„Ja.“
 

„…“
 

Nicht besonders kooperativ.
 

„Ist es dann nicht etwas sinnlos, dass ich hier her gekommen bin?“
 

„Nein“, antwortete L. „Ich erwarte von Ihnen, etwas zu finden, was die Polizei bei ihren Untersuchungen am Tatort übersehen hat.“
 

„Ah... das erklärt alles.“

Vielleicht.

Nein, eigentlich erklärte das gar nichts.
 

„Man sagt, man solle einen Tatort einhundert Mal besuchen, also ist es wohl nie vergeblich, dort hin zu gehen Es ist einige Zeit vergangen, also ist es gut möglich, dass etwas Neues zum Vorschein gekommen ist. Frau Naomi Misora, das erste, worüber wir in diesem Fall nachdenken müssen, ist die Verbindung zwischen den Opfern. Was verbindet Believe Bridesmaid, Quarter Queen und das neuste Opfer, Backyard Bottomslash? Oder gibt es keine Verbindung und die Morde geschahen völlig wahllos? Selbst wenn es so wäre, müsste es irgendeine Logik geben, nach welcher der Mörder seine Opfer auswählt. Mit anderen Worten, ich bitte Sie darum, den fehlenden Zusammenhang zu finden, Frau Naomi Misora.“
 

„Ich verstehe...”
 

Eigentlich tat sie das nicht, aber sie begann zu verstehen, dass es sinnlos war mit L zu diskutieren, also beschloss sie nicht viel zu fragen. Außerdem hatte sie gerade das Schlafzimmer gefunden. Die Tür öffnete sich nach innen und hatte einen Türknauf, mit dem sich die Tür nur von einer Seite verschließen ließ. Ein verschlossener Raum.
 

An den beiden anderen Tatorten hatte es ebenfalls einen solchen Türknauf gegeben - es war in den Polizeiberichten vermerkt. Konnte das die Verbindung zwischen den Opfern...? Aber nein, wenn es in dem Bericht stand, hätte L es längst bemerkt. Er wollte, dass sie irgendetwas Neues fand.

Es war ein sehr großer Raum, aber es gab nicht viel Mobiliar, wodurch er nicht überfüllt wirkte. Es gab lediglich ein großes Bett in der Mitte und einige Bücherregale. Die Bücher beschäftigten sich alle mit freizeitlichen Dingen. Es gab auch einige japanische Comics, was darauf schloss, dass Believe Bridesmaid diesen Raum ausschließlich zur Entspannung genutzt hatte. Er schien also der Typ Mensch gewesen zu sein, der Arbeit und Privates strikt trennte - etwas ungewöhnlich für einen freiberuflichen Autor. Wahrscheinlich gab es irgendwo oben ein Arbeitszimmer, überlegte Misora und blickte nachdenklich an die Zimmerdecke. Sie würde sich das später ansehen müssen.
 

„Im Übrigen, Frau Naomi Misora. Was denken Sie über den Verbrecher in diesem Fall? Ich würde an diesem Punkt gerne Ihre Folgerungen hören.“
 

„Ich denke nicht, dass meine Meinung viel helfen wird.“
 

„Jede Meinung ist bedeutend.“
 

„…“
 

Oh?
 

Misora antwortete zuerst nicht und dachte über Ls Aussage nach.

„...Ich denke, der Mörder ist abnormal“, gab sie zu, antwortete ihm direkt, anstatt um den heißen Brei herum zu reden, wie sie es am Vortag getan hatte. Das war es gewesen, was sie gestern gedacht hatte, während sie die Unterlagen gelesen hatte. „Nicht nur, weil er drei Menschen umgebracht hat. Jede noch so kleine Handlung, die er unternommen hat, verstärkte diesen Eindruck bei mir. Und er versucht nicht einmal, es zu verbergen.“
 

„Zum Beispiel?“
 

„Zum Beispiel Fingerabdrücke. Die Polizei konnte keinen einzigen finden; er hat den gesamten Tatort abgewischt.“
 

„Ah. Aber Frau Naomi Misora, ist es für einen Kriminellen nicht ein elementares Verhalten, seine Fingerabdrücke vom Tatort zu entfernen?“
 

„Nicht so, nein. Er hat es übertrieben.“
 

Sie war genervt. Sie wusste, dass L genau verstand, worauf sie hinauswollte und dass er sie testete. Er testete sie, um zu sehen ob sie dazu in der Lage war, ihm als Unterstützung vor Ort zu dienen.
 

„Der Täter hätte einfach Handschuhe tragen können“, fuhr sie fort. „Hat er aber nicht. Er wischte jeden Tatort ab, so dass keine Abdrücke gefunden wurden - weder seine noch die des Opfers. Zuerst dachte ich, er wäre vielleicht so oft im Haus des Opfers gewesen, dass er nicht mehr gewusst hatte, was er alles angefasst hatte, aber als ich las, dass er sogar die Glühbirnen herausgeschraubt hat, um die Fassung abzuwischen, änderte das alles. Also wenn das nicht abnormal ist…“
 

„Ja, ich stimme zu.“
 

„…“
 

Welch Überraschung!
 

„Um darauf zurück zu kommen, was ich zuvor sagte: Wenn er so paranoid ist, dann denke ich nicht, dass ich irgendwelche neuen Beweise hier finden werde, L. Er gehört zu der Sorte Verbrecher, die keine Fehler macht.“
 

Fehler. Wie den, den sie selbst erst letzten Monat begangen hatte.
 

„Für gewöhnlich findet das Ermittlungsteam einen Fehler, den der Verbrecher begangen hat und verwendet ihn, um diesen zu fassen.“
 

„Ja, da stimme ich zu“, wiederholte L. „Was ist jedoch mit etwas, was gar kein Fehler ist?“
 

„Kein Fehler?“
 

„Ja. Gibt es irgendetwas dort, was die Polizei übersehen haben könnte? Etwas, was der Täter womöglich mit Absicht hinterlassen hat?“
 

Mit Absicht? Taten Verbrecher so etwas? Warum sollte jemand Beweise absichtlich hinterlassen, vor allem dann, wenn sie dazu beitragen könnten, ihn zu fassen? Er würde niemals... oder etwa doch? Misora dachte an die Strohpuppen und an die verschlossenen Räume. Das waren keine Fehler gewesen. Der Mörder hatte das mit Absicht getan. Gerade was die verschlossenen Räume anging. Normalerweise tat man so was, wenn man den Mord als einen Selbstmord tarnen wollte. Doch das erste Opfer war von hinten erwürgt worden, das zweite mit einer Waffe erschlagen, die nicht gefunden wurde und auf das dritte Opfer war ebenfalls mit einer Waffe eingestochen worden, die nicht am Tatort zurückgelassen wurde. Nichts davon könnte je für einen Selbstmord gehalten werden. Was hieß, es machte keinen Sinn, eine Situation mit verschlossenen Türen zu kreieren. Es war kein Fehler, aber es war unnatürlich.
 

Die Puppen, die an die Wand genagelt worden waren, mussten ein weiterer Hinweis sein. Misora verstand den ganzen Zusammenhang nicht.
 

Strohpuppen wie die, die der Täter hinterlassen hatte, wurden in Japan für Flüche benutzt. Daher dachten manche, dass der Täter entweder selbst japanischer Herkunft war oder einen tiefen Hass gegen Japaner hatte. Diese Puppen jedoch waren billige Versionen, die für drei Dollar in jedem nahe gelegenen Spielzeugladen gekauft werden konnten, was die Theorie wiederum zunichte machte.
 

Misora schloss die Tür hinter sich ab, dann drehte sie sich um, um die Wände sehen zu können, an denen die Puppen festgenagelt worden waren.
 

In diesem Raum waren es vier Puppen gewesen. Eine an jeder der vier Wände des Zimmers. Natürlich waren sie von der Polizei als Beweismaterial entfernt worden. Nur die Löcher waren noch da. Misora nahm die Bilder aus der Beweisakte und betrachtete sie, ein Foto für jede Puppe. Ein weiteres zeigte Believe Bridesmaid mit dem Gesicht nach unten auf dem Bett, die Würgemale deutlich sichtbar an seinem Nacken.
 

Es gab ein letztes Foto in der Akte.
 

Es war ebenfalls von Believe Bridesmaid, doch diesmal in der Autopsie aufgenommen. Lange Schnitte, die von einem Messer stammten, waren auf seiner Brust zu sehen. Sie waren nicht tief, aber sie zogen sich von einer Seite der Rippen bis zur anderen. Die Wunden waren ihm erst nach seinem Tod zugefügt worden.
 

„Die Wunden der Leiche lassen darauf schließen, dass der Mörder irgendeinen Groll gegen ihn gehegt hat, womöglich wegen etwas, was er geschrieben hat? Er verfasste Artikel für eine Menge Klatschpressen; es ist sehr gut möglich, dass er sich dadurch ein paar Feinde gemacht hat.“
 

„Was ist dann aber mit dem zweiten und dritten Mord, Frau Naomi Misora? Es gab keinen Zusammenhang zwischen ihnen und ihre Leichen waren ebenfalls post mortem geschändet worden und zwar mit zunehmender Gewalt.“
 

„Er könnte das mit den anderen getan haben, um seine Wut auf Bridesmaid zu vertuschen. Oder vielleicht richtete sich sein Groll gegen eines der anderen Opfer und Bridesmaid diente der Verwirrung. Die erhöhte Brutalität könnte nur ein weiterer Versuch sein, uns zu täuschen.“
 

„Haben Sie die Akte gelesen, die darauf schließen lässt, dass er willkürlich gemordet hat?“
 

„Nein, das ist nur eine Spekulation. Es würde die Puppen erklären. Ich meine, vielleicht hat er sie hinterlassen, um zu zeigen, dass alle drei vom selben Täter getötet wurden. Die verschlossenen Räume ebenso.“
 

Alles war viel zu gut arrangiert, um ein Zufall zu sein. Drei verschiedene Stadtteile, die natürlich drei verschiedene Polizeieinheiten aufmerksam machten. Er versuchte, sie zu verwirren. Er wusste, je mehr Leute darin verwickelt wurden, desto mehr geteilte Meinungen würde es geben, desto mehr Verwirrung würde sich unter ihnen verbreiten. Dass er als zweites Opfer ein kleines Mädchen wählte, mag nur dazu gedient haben, ihn wie einen Psychopathen aussehen zu lassen.
 

„Er ließ die Verbrechen mit Absicht abnorm scheinen“, erklärte L ihr. „Allein das ist schon abnormal genug.“
 

Misora war überrascht L etwas so Sentimentales sagen zu hören. Es war eine Überraschung, die an Bewunderung grenzte. Sie beeilte sich weiter zu sprechen, um sich nichts anmerken zu lassen.
 

„Um ehrlich zu sein, L, ich fühle mich etwas lächerlich, wenn ich versuche eine Verbindung zwischen den Opfern zu finden. Die Polizei hat gründlich ermittelt und ehrlich gesagt halte ich es für sinnvoller, jede einzelne Person, die die Opfer kannten, zu überprüfen. Zum Beispiel das letzte Opfer, Backyard Bottomslash, stand durch ihren Beruf mit dutzenden von Menschen in Kontakt und doch-“
 

„Aber Frau Naomi Misora“, unterbrach L sie. „Wir haben noch nicht alle Beweise gesammelt. Ich fürchte, es wird ein viertes Opfer geben und zwar schon sehr bald.“
 

„Oh...”
 

Er hatte das bereits am Vortag erwähnt. Aber was brachte ihn zu diesem Rückschluss? Es war möglich, da der Mörder noch auf freiem Fuß war, doch genauso gut konnten die Morde nach diesen drei enden. Weitere Morde hingen mehr von seiner Laune ab, als von irgendetwas anderem, doch selbst wenn, war die Möglichkeit eines weiteren Vorfalls nur fünfzig zu fünfzig.
 

„Die Anzahl der Strohpuppen“, wies L sie hin. „Mit jedem Mord sinkt sie um eins. Wo Sie jetzt gerade sind, waren es vier. In der Stadtmitte waren es drei und zwei an der Westseite. Das macht eine weitere.“
 

„Stimmt. Also?“
 

„Nach dem nächsten Mord werden keine Puppen mehr übrig sein.“
 

...Das war richtig. Selbst wenn er wirklich wahllos mordete, um von seinem wahren Ziel abzulenken, dann würde sein Plan mit steigender Zahl der Opfer nur noch effektiver. Natürlich war jeder weitere Mord auch ein zusätzliches Risiko, doch das schien er in Kauf zu nehmen. Es gab durchaus Mörder, für die die Morde selbst die Gefahr wert waren. Und es war abnormal, vorzugeben abnormal zu sein…
 

„Also, L… Sie denken, es wird noch zwei weitere Morde geben?“
 

„Ich bin zu neunzig Prozent sicher“, antwortete er. „Eigentlich sogar hundert Prozent, doch wenn man mögliche Zwischenfälle berücksichtigt, wie zum Beispiel, dass dem Täter zuvor etwas zustößt, kommt man auf neunzig, vielleicht zweiundneunzig Prozent. Aber Frau Naomi Misora, es wird nur einen weiteren Mord geben, keine zwei. Die Wahrscheinlichkeit, dass er einen fünften Mord begehen wird, beträgt nur dreißig Prozent.“
 

„Dreißig Prozent...?“ Das war eine ziemlich geringe Wahrscheinlichkeit. „Warum dreißig? Wenn wir davon ausgehen, dass eine Strohpuppe für ein Opfer steht, hat er nach dem nächsten Mord noch eine-“
 

„Weil er dann keine Puppe mehr übrig hätte, die er am Tatort beim fünften Opfer zurücklassen könnte und es ihm folglich nicht möglich wäre, einen Zusammenhang zu diesem und den anderen vier herzustellen.“
 

„Oh... ich verstehe.“
 

Misora wollte sich selbst für ihre Dummheit schlagen. Natürlich würde es kein fünftes Opfer geben, wenn er dann keine Puppe hinterlassen könnte. Keine Puppe würde heißen, dass der Mord genauso gut von irgendjemandem anderem begangen worden sein könnte und er hinterließ sie als seine Visitenkarte. Keine Puppen mehr bedeuteten keine Morde mehr.
 

„Die Wahrscheinlichkeit eines fünften Mordes beträgt dreißig Prozent, da die Möglichkeit besteht, dass der Täter einfach nicht so weit gedacht hat. Da er aber paranoid genug ist, sogar die Glühbirnen von Fingerabdrücken zu säubern, bezweifle ich dies.“
 

„Also wird es insgesamt vier Opfer geben. Das nächste ist das letzte.“
 

„Nein“, sagte L und seine künstliche Stimme klang schlagkräftig. „Es wird kein viertes Opfer geben, jetzt, wo ich an diesem Fall arbeite.“
 

...Er war selbstsicher. Oder war es Stolz?
 

Keines von beiden war etwas, worauf Misora sich verlassen hätte. Schon gar nicht in den letzten Wochen.
 

Was war Selbstsicherheit?

Was war Stolz?

Misora wusste es nicht mehr.
 

„Ich habe Sie ausgewählt, mich in diesem Fall zu unterstützen, da ich ihre Fähigkeiten als Ermittlerin schätze, Frau Naomi Misora.“
 

„Tun... Sie das?“
 

„Ja. Dieser Fall erfordert eine ruhige Gesinnung. Sie können es sich nicht erlauben, sich von seiner sonderbaren Art erschüttern zu lassen. Das ist es, was ich folglich von ihnen verlange.“
 

„L, sind Sie sich darüber bewusst, dass ich derzeit beurlaubt bin?“
 

„Ja. Darum bat ich Sie um Ihre Kooperation. Sie sind in der Position sich frei zu bewegen.“
 

„Dann müssen Sie wissen, warum ich beurlaubt wurde.“
 

„Nein, das tue ich nicht.“
 

Misora war überrascht.
 

„...Sie haben das nicht überprüft?“
 

„Nein. Es interessiert mich nicht. Sie sind eine gute Ermittlerin und können frei agieren, wie sie wollen und das ist alles, was für mich zählt - sollte es allerdings einen Grund geben, warum ich es wissen sollte, geben Sie mir eine Minute, um ihn herauszufinden.“
 

Misora lächelte ironisch. Es war amüsant, wie ihr Fehler so bekannt sein konnte und doch der Welt größter Detektiv keine Ahnung davon hatte, aus dem einfachen Grund, dass es ihn nicht interessierte. Alles, was für ihn von Bedeutung war, war die Tatsache, dass sie beurlaubt war. L schien Humor zu haben.
 

„Also, um den vierten Mord zu verhindern, sollten wir unsere Untersuchungen beginnen. Was soll ich zuerst tun, L?“
 

„Was können Sie tun?“
 

„Was immer Sie mir sagen“, entgegnete Misora. „Wollen Sie, dass ich eine weitere, unabhängige Durchsuchung des Zimmers vornehme? Wonach soll ich suchen?“
 

„Nach einer Art Botschaft.“
 

„Eine Botschaft?“
 

„Ja. Es gibt etwas, was nicht im Polizeibericht enthalten war. Am 22. Juli, neun Tage vor dem ersten Mord, war ein Brief an das Hauptquartier der Polizeiabteilung von L.A. geschickt worden.“
 

„Ein Brief?“ Wovon redete er? Die Polizeiabteilung von L.A. ...? „Ging es um etwas, was mit dem Fall zusammenhängt?“
 

„Die Polizei konnte keinen Zusammenhang erkennen, doch ich glaube, dass es einen gibt, ja.“
 

„Wie sicher sind Sie sich?“
 

„Achtzig Prozent“, antwortete er ohne Umschweife. „Der Absender benutzte ein Versandsystem mit welchem er den Ort, von wo aus er den Brief abgeschickt hat, verbergen konnte. Der Inhalt des Umschlags war ein Kreuzworträtsel, das auf ein einzelnes Stück Papier geschrieben worden war.“
 

„Ein Kreuzworträtsel? Hm...“
 

„Nehmen Sie das nicht auf die leichte Schulter, Frau Naomi Misora. Der Schwierigkeitsgrad war so hoch, dass niemand es lösen konnte. Es ist möglich, dass niemand es ernst genommen hat, doch mehrere Angestellte der Polizeiabteilung versuchten es und scheiterten.“
 

„Ich verstehe. Also, was ist damit?“
 

„Sie taten es noch am gleichen Tag als Dummejungenstreich ab. Es gelang mir jedoch über Kontakte in der Auskunftsabteilung eine Kopie zu bekommen. Sie kam gestern hier an.“
 

„Gestern...“
 

Das erklärte, warum es nicht in dem Polizeibericht enthalten gewesen war, den er ihr geschickt hatte. Also hatte L sich von einem anderen Blickwinkel aus an den Fall angenähert, als sie.
 

„Ich habe es gelöst“, sagte L.
 

Also waren die Annahmen der Polizeiabteilung von L.A. falsch gewesen. Misora war ein bisschen enttäuscht von ihnen, doch sie kam nicht wirklich zu Wort.
 

„Falls meine Lösung korrekt ist, verrät das Rätsel die Adresse, wo der erste Mord stattfand.“
 

„Insist Street, Hollywood... Hausnummer 221? Da bin ich gerade. Aber wenn das wahr ist, dann...“
 

„Exakt. Er teilte ihnen mit, dass er diese Morde begehen würde. Da jedoch niemand in der Lage gewesen ist, es zu lösen, konnte es niemand verhindern, aber...“
 

„Aber die Polizeiabteilung bekam keine Hinweise für den zweiten und dritten Mord?“
 

„Korrekt. Ich weitete meine Suche über den gesamten Staat California aus, aber es existiert kein weiterer solcher Brief. Ich suche weiter danach, doch...“
 

„Wenn das der Fall ist, dann - nein, das kann kein Fehler sein, vor allem dann nicht, wenn die Adresse so konkret war. Aber warum hat er neun Tag gewartet, bis er den Mord beging?“
 

„Der Zeitraum zwischen dem zweiten und dritten Mord beträgt ebenfalls neun Tage, der 4. August und der 13. August. Er scheint irgendeine Vorliebe für diese Zahl zu haben.“
 

„Aber der Zeitraum zwischen dem ersten und zweiten Mord betrug vier Tage... Ist etwas Unerwartetes passiert?“
 

„Ja, das ist möglich. Es gibt jedoch trotzdem einen Spielraum dabei. Neun, vier, neun... Obgleich er zu der Sorte von Mörder gehört, die die Polizei vorwarnt, bevor sie ein Verbrechen begeht. Abgesehen von den Strohpuppen muss er einen weiteren Hinweis hinterlassen haben. Die Wahrscheinlichkeit, dass er das nicht hat, ist sehr gering.“
 

„Ah... in Ordnung.“
 

Etwas, was er absichtlich hinterlassen hatte, aber nicht die Strohpuppen. Etwas, was so schwierig zu deuten war, wie dieses Kreuzworträtsel. Nun verstand sie, warum L sie um ihre Mitarbeit gebeten hatte. Er brauchte jemanden, der die Tatorte wirklich aufsuchen und persönlich erkunden konnte, allerdings professionell, wie sie es tun würde. Jemand, der seine Ansichten teilen würde.
 

Aber sie war nicht L. Er bat sie um ihre Hilfe, weil sie eine FBI-Agentin war, aber er erwartete womöglich zu viel von ihr. Sie konnte nur als seine Augen agieren, nicht für ihn denken.
 

„Alles in Ordnung, Frau Naomi Misora?“
 

„Ah... Ja natürlich.“
 

„Dann werde ich diese Unterhaltung nun beenden. Ich muss mich noch um andere Dinge kümmern.“
 

„Sicher.“
 

Er arbeitete neben diesem hier wahrscheinlich an dutzenden anderen Fällen weltweit; da konnte man nichts machen. Er verdiente den Titel ‚Weltgrößter Detektiv’ wirklich.
 

L, größter Detektiv des Jahrhunderts.
 

Der Detektiv ohne Klienten.
 

„Also dann, ich erwarte einen guten Bericht. Benutzen Sie beim nächsten Mal die fünfte Leitung, um mich zu kontaktieren.“
 

Die Verbindung wurde abgebrochen. Misora klappte ihr Handy zu und steckte es wieder ein, dann drehte sie sich um, um sich die Bücherregale anzusehen. Neben dem Bett waren sie die einzigen Möbelstücke im Raum, wenn sie diese also gründlich genug untersuchte...
 

„Nicht so schlimm, wie der Täter selbst, aber Believe Bridesmaid scheint ja auch sehr penibel gewesen zu sein...“
 

Sie zählte insgesamt siebenundfünfzig Bücher, die so eng an einander standen, dass sie Probleme damit hatte, eines herauszuziehen, um es durchzublättern. Sie blätterte die Seiten vorsichtig um, auch wenn sie sich wohl darüber im Klaren war, dass das sinnlos war. Sie musste ihre Hände einfach beschäftigt halten, während sie darüber nachdachte, was sie tun sollte. Es wäre schön und einfach gewesen, wenn die geheime Botschaft zwischen den Seiten eines Buches versteckt gewesen wäre, aber da erhoffte sie sich wohl zu viel. Der Bericht besagte, dass jede Seite auf Fingerabdrücke untersucht worden war, doch es war kein einziger zu finden gewesen. Das bedeutete nicht nur, dass der Täter absolut paranoid war, sondern auch, dass die Polizei längst durch all diese Bücher gegangen war. Man konnte also davon ausgehen, dass es da keine Botschaft zu finden gab.
 

Oder aber sie war so versteckt, dass sie vom Ermittlungsteam übersehen worden sein könnte. Etwas, was wie ein gewöhnliches Lesezeichen aussah, aber einen geheimen Code enthielt. Doch Buch für Buch offenbarte nichts, nicht einmal ein Lesezeichen. Believe Bridesmaid mochte die Art von Mensch gewesen sein, die keine benutzte - unter Bücherfreunden gab es viele, die die Druckspuren, die ein Lesezeichen hinterlassen konnte, nicht mochten.
 

Wenn der Täter allerdings so ordentlich war, wie Believe Bridesmaid, hätte er dann etwas in einem der Bücher versteckt, was dort nicht hinein gehörte...? Kaum.
 

Sie machte beim Bett weiter, zog das Laken ab, um... nichts zu finden. Das Ermittlungsteam hatte das ebenfalls schon getan. Es würde schwierig werden, etwas zu finden, was es nicht schon gefunden hatte. Das waren alles geschulte Fachleute.
 

„Ist es unter dem Teppich?“, dachte sie laut. „Hinter der Tapete? Nein, da wird es nicht sein... Wo also würde er es verstecken? Es ist nicht als Botschaft zu gebrauchen, wenn es niemand finden kann. Er übernahm die Initiative, indem er der Polizei dieses Kreuzworträtsel geschickt hat... Wo also sind die anderen Hinweise? Warum hat er das so kompliziert gemacht? Er will uns als dumm darstellen. Arg, das ist zwecklos...“
 

Es gab keine Botschaft.
 

Er machte sich über sie lächerlich.
 

„Du kannst mich nicht schlagen. Du bist mir nicht gewachsen. Das ist alles, was diese Botschaft sagt. Er verschmäht uns nur, die örtliche Polizei, die Polizeiabteilung von L.A., die gesamte Gesellschaft, die Vereinigten Staaten, die Welt... es sei denn es ist etwas Kleineres, etwas Persönliches... Eine Bedeutung, die sich nur an eine Person richtet... Dann muss es in diesem Raum etwas zu finden geben... Moment.“
 

Was, wenn es hier tatsächlich keine Nachricht gab?
 

Was, wenn sie sich einfach an irgendetwas befand, was nicht mehr hier war? Die Strohpuppen? Nein, die bedeuteten etwas völlig anderes... Aber das einzig andere fehlende Objekt war... Konnte sich der Hinweis an der Leiche des Opfers befinden?
 

Etwas an Believe Bridesmaids Leiche?
 

Sie nahm die Fotographien wieder zur Hand. Es gab zwei vom Opfer, eines nach der Autopsie und eines, was am Tatort aufgenommen worden war. Wenn der Mörder eine Botschaft an der Leiche hinterlassen hatte, dann wahrscheinlich in Form der Wunden, die durch das Messer entstanden waren und nicht durch das Würgen. Sie bedauerte, was sie zuvor zu L darüber gesagt hatte. Dass sie aussahen wie ein Zeichen für Wut auf das Opfer. Dafür waren sie zu unnatürlich. Sie musterte das Foto, welches am Tatort aufgenommen worden war und bemerkte, dass das T-Shirt, welches das Opfer getragen hatte, zwar Blut getränkt, jedoch nicht zerrissen war. Das bedeutete, dass der Mörder das Opfer erwürgt, ihm das T-Shirt ausgezogen, anschließend die Wunden mit dem Messer zugefügt und dann das T-Shirt wieder angezogen hatte. Warum würde er sich die Mühe machen, wenn er sich wegen irgendetwas über das Opfer geärgert hätte? Gab es einen Grund, warum er das T-Shirt nicht kaputt machen wollte? Dass es Blutflecken bekam schien ihm jedoch egal gewesen zu sein. Das T-Shirt gehörte aber auf jedem Fall dem Opfer. Es war das, in welchem er immer geschlafen hatte.
 

„Huch? Jetzt wo ich mir das so anschaue... sind das Buchstaben?“
 

Sie musste das Foto drehen um den Betrachtungswinkel zu ändern und sie deutlicher erkennen zu können.
 

„V...C...I? Nein,... M...noch ein V...X...? D.... drei Is in einer Reihe... L? Sieht aus wie ein L. Aber nur mit viel Phantasie…“
 

Diese Theorie funktionierte nur, wenn man gezielt danach suchte. Es war ja nicht so, dass Kanji oder Hangul Schriftzeichen allesamt aus einfachen Linien und Kurven bestanden und jeder wahllose Kratzer, egal ob mit einem Stift oder einem Messer nach irgendetwas aussah.
 

Sie hätte gerne die Meinungen des Ermittlungsteams eingeholt, was diese Buchstaben anging, doch das war ohne ihr Abzeichen unmöglich. Vielleicht konnte L das später übernehmen, falls er es nicht schon getan hatte. Das war wohl einer der Vorteile bei der Arbeit im Team, wie beim FBI. Sie konnte sich viel selbstständiger bewegen, ja, aber dafür hatte sie auch nur ihre eigene Meinung mit der sie sich beraten konnte.
 

„Ich denke, ich sollte auch einen Blick auf die anderen Zimmer werfen, obwohl er die bestimmt auch von Fingerabdrücken befreit hat-“
 

Sie hielt inne, als ihr plötzlich einfiel, dass sie es versäumt hatte, den letzten Ort des Zimmers zu überprüfen: unter dem Bett.
 

Diese Stelle wurde gerne übersehen, war aber wahrscheinlicher als unter dem Teppich oder hinter der Tapete. Es war unwahrscheinlich, dass die Polizei einen solch offensichtlichen Ort ausgelassen hatte, aber es war es wert darunter zu kriechen, nur um sicher zu gehen. Sie bückte sich und kniete sich schließlich hin, um eben dies zu tun-
 

Und zuckte zurück, als sich eine Hand nach ihr ausstreckte.
 

Misora stolperte rückwärts, schluckte die plötzlichen Emotionen herunter, die in ihr aufkamen und hob die Fäuste. Ihr fiel wieder ein, dass sie keine Pistole hatte. Nicht nur, weil sie während ihrer Suspendierung nicht dazu befugt war, sondern auch, weil sie normalerweise sowieso nie eine bei sich getragen hatte. Keine Pistole hieß kein Abzug, den sie hätte drücken können.
 

„Was... nein, wer sind Sie?!“, rief sie aus und versuchte mutiger zu klingen, als sie war. Langsam, so als wäre ihre Stimme nicht interessanter, als das Heulen des Windes, tauchte eine zweite Hand auf, dann ein Körper. Ein Mann kroch unter dem Bett hervor.
 

Diese Person... wann...?
 

Wie lange hatte er sich schon unter diesem Bett versteckt?
 

Hatte er das Gespräch mit L mitgehört?
 

So viele Fragen schossen ihr durch den Kopf.
 

„Antworten Sie! Wer zum Teufel sind Sie?“

Sie griff mit der Hand in ihre Tasche, als wolle sie ihre Pistole ziehen.
 

Die Person richtete sich auf. Natürlich schwarzes Haar. Ein weißes Shirt. Ausgewaschene Jeans. Ein junger Mann mit dunklen Ringen unter den großen, hervorstehenden Augen.

Dürr und wahrscheinlich recht groß, doch er stand so gebückt da, dass er zwei Köpfe kleiner schien als Misora selbst und so sah er zu ihr auf.
 

„Freut mich Sie kennen zu lernen“, sagte er vollkommen gelassen. Er senkte den Kopf noch etwas mehr, wie eine kurze Verbeugung.
 

„Bitte nennen Sie mich Ryuzaki.“
 

~
 

Nachwort: MEINE NERVEN! Ich hab noch nie so schnell gearbeitet! >< Lobt mich jetzt fälligst. XD~ Rund 7 Stunden pro Tag is viel. >___< Aber ich wollte es ja. Danke für die Kommentare und danke, dass euch mein Stil gefällt. Ich übernehme keine Haftung für Fehler. ^_~
 

Was jetzt folgt, müsst ihr nicht lesen, aber ich habs versprochen. Etwas Junk, für alle, die ein paar Insider aus der Übersetzungsphase lesen wollen:
 

Verdammte Bs: "Believe Bridesmaid, Believe Bridesmail, Believe Bridesaid… ist doch egal, die sind eh alle tot! >__<" (Anm: Ich hab den Namen hundert Mal falsch geschrieben, und werd es auch in Zukunft. û_u)
 

Absolute nonsense: „Wer geht denn putzen in dem Haus von der Leiche? ôO“
 

Ich zur Arbeitskollegin: „Wenn da ein Mord passiert is – wer geht denn dann da drin putzen?“

Kollegin: „Der Gleiche, der auch putzen geht, wenn’s ein natürlicher Tod war.“
 

Inzucht? ôO "Inzest Street... Nein, Insist Street. Aber Inzest wär auch lustig. Das gibt der Theorie von L und B als Zwillinge ganz neue Bedeutungen..."
 

竜崎 // Ryuzaki sagt: Der is auch sehr genau, mit seinem Fingerabdruck-wegwischen und Ich-spiel-Malen-nach-Zahlen-auf-meinem-Opfer.
 

~
 

tbc?

We will see ^_~
 

Anm: Kommentare pushen das Ego, des Übersetzers. Sie dienen NICHT dazu, die Kommigeilheit zu befriedigen, sondern... die Kommigeilheit zu befriedigen und mich zum weiter übersetzen zu animieren. ^_~



Fanfic-Anzeigeoptionen

Kommentare zu diesem Kapitel (12)
[1] [2]
/ 2

Kommentar schreiben
Bitte keine Beleidigungen oder Flames! Falls Ihr Kritik habt, formuliert sie bitte konstruktiv.
Von:  Chikako
2008-05-17T14:12:45+00:00 17.05.2008 16:12
*Kommigeilheit des übersetzers aufpush XDDDDDDDD*

nya tolle übersetzung! *__*
ich les es echt gerne und durch deinen übersetzungsstil hab ich schon fast spaß daran eine FF zu lesen XDDDDDD
jedenfalls toll gemacht! :)

@Story

hilfe ich hab mich jetzt fast zu tode erschreckt als ich gelesen hab dass eine hand unterm bett nach ihr gegriffen hat! XDDDDDDDDDDDDDDDD"""
*ans herz fass*
OMK das is zu viel für meine schwachen nerven XDDD

(rechtschreibfehler dank faulheit bitte überlesen XD)
Von:  shinu
2008-04-30T20:14:00+00:00 30.04.2008 22:14
ich schon wieder -.^
alsooo~

>Es bestand die Möglichkeit, dass er ihr Alter so gewählt hatte, dass es zwischen das des ersten und das des zweiten Opfers fiel.
- die 'das' stören mich uû ich weiß nicht, ob es stimmt, aber
'Es bestand die Möglichkeit, dass er ihr Alter so gewählt hatte, dass es zwischen dem des ersten und dem des zweite Opfers fiel' sympathischer^^° hach, das erinnert mich an eine kleine diskussion mit meiner schwester >.> und mir fällt 'der Genetiv ist dem Dativ sein Tod' ein @.@ arg, ich driffte ab...
>Die Bücher beschäftigten sich alle mit freizeitlichen Dingen.
- ich habe mir als erstes wirkllich bücher vorgestellt, die 'urlaub machen' >.> *hust*
- dann wäre da noch der teil mit den schriftzeichen, kanji: japanisch, ok, hangul: *nachgeschaut* koreanisch. gibt's da überhaupt einzelne konsonanten? o.O im japanischen ja nicht, na gut, man kann sie mehr oder weniger umschreiben. eru für L und bla~ aber seltsam finde ich es schon, lateinische buchstaben wären praktischer, nicht? >.>

grüßchen
shinu^^°
Von: abgemeldet
2008-04-27T15:49:34+00:00 27.04.2008 17:49
xD

Ich liebe die Novelle! Am Anfang hab ich sie immer mit mir rumgeschleppt, jetzt steht sie in meiner Vitrine ...
*räusper*

Also, ich finde es absolut super, dass du dir die Mühe machst und dieses Buch übersetzt u.u
Hut ab ...

Im Übrigen gibt es viel zu weniger Death-Note-Fans, die B kennen.
Ich bete, dass deine Übersetzung die Leser ... bekehrt Oo

B ist irgendwie ne Mischung zwischen L und Psycho-Light(Auch bekannt als Kira) Ich hege Hoffnungen, dass L-Fans und Light-Fans sich einfach für B entscheiden Oo

Übrigens, ich hab es vor kurzem nachgeschlagen ...
Beyond Birthday starb 20 Tage nach Misora Naomi(ich mag die übrigens nicht u.u)

Moah, wieso schreib ich eigentlich so nen komisches Kommi?!
Zurück zum Standard:

Das Kappi ist geil, mach bald weiter so!
Dein Schreibstil ist klasse und der Junk am Ende ist echt hammer xD


cya
Sere

Ps: Standard ist toll, was? ^^ [vielleicht hätte ich noch Schreibfehler einbauen sollen <.< Bitte halt mich jetzt nicht für überheblich, aber es ist doch so @.@ ]
Von:  Minerva
2008-03-28T13:59:23+00:00 28.03.2008 14:59
*sfz* Ich hab endlich etwas über dieses Novel gefunden! Gottsei dank!
1: Mello als Erzähler? Ganz ehrlich? Wtf?! Gut, damit würde man auch wiederrum die Abneigung gegen Near und Kira verstehen (Amüsante Wortwahl übrigens!), aber trotzdem kam das Recht unerwartet...
2: BB ist toll! Psychos an die Weltherrschaft!
3: Wieso wurde immernoch mit keinem Wort erwähnt, das alle Opfer auch noch jeweils gleiche Anfangsbuchstaben des Vor und Zunamens hatten?
Believe Bridesmaid - BB
Quarter Queen - QQ
Backyard Bottomslash - BB
Wenn das DAS große Rätsel der Geschichte ist, wäre ich ziemlich enttäuscht. L sowie auch Misora Naomi sollten das doch wohl schon längst rausgefunden haben, oder?
Oder verstehe ich da nun etwas ganz ganz falsch? ._.

Ich schätze mal das war jetzt der gute Beyond Birthsday, der da nach Naomi gegrabscht hat... *sfz* Zu gern würd ich dieses Novel besitzen...
Schlusswort:
Alles in einem sehr, SEHR Gute Arbeit und großes Lob und Danke von mir!

theo_

PS: Ego pushen? xD!
Von: abgemeldet
2007-12-16T11:19:27+00:00 16.12.2007 12:19
Wow wie genial!!!!!!!!
ich hab von Another Note bis jetzt nicht mal die summary gelesen (bin zu dumm um die zu finden) und ich bin schon total gespannt, wie es weitergeht
der schreibstil von deiner übersetzung ist auf jedenfall total toll!
ich könnte das niemals besser, deine wortwahl ist super (ich weiß, wieviele möglichkeiten es immer für ein englisches wort gibt) und ich hoffe einfach, dass es bald weiter geht...
du musst unedingt weiter machen!!!!!
unbedingt!
das ist einfach so genial und spannend...
mich hat es soger ein bisschen erschreckt als da plötzlich etwas unter dem bett war und ich bin eigentlich gar nicht so die schreckhafte person. soooo genial ich hoffe echt dass es weitergeht!!!!
lg
Von:  Rabi
2007-12-15T13:26:20+00:00 15.12.2007 14:26
Ich lobe dich o__o wirklich super o__o einfach klasse o,o
ey beim schluss bin ich zusammen gezuckt o__o
also genial übersetzt einfach geil^^ *lob lob*mit lob überwerf* und die kommentare zum schluss waren auch einfach nur lolig XD
Von:  Jefferson
2007-12-15T10:06:59+00:00 15.12.2007 11:06
Ah, es ist endlich da. X3

Ich liebe deine übersetzung, sie ist grandios. Auch, wenn ich ohnehin schon alles vorher weiß.. XD' Aber es so detailgenau zu lesen ist natürlich nochmal etwas ganz anderes. Die englische Zusammenfassung war dann nicht so der Renner... weil mein Englisch ja zu wünschen übrig lässt. ^^;
Und wiedermal kann ich nur deine Übersetzungskünste loben. Ich hoffe natürlich, dass es bald wieder ein Kapitel gibt. Eigentlich hatte ich nicht vor mich jetzt in aller Früh schon auf Animexx herum zu treiben - das Update deiner Übersetzung hat es mich dann doch tun lassen...

Besonders die Stelle mit den Strohpuppen hat mich leicht stocken lassen, das wusste ich gar nicht... ^^; Also, dass die für Neid stehen... sehr schön, das alles so im Deatil zu erfahren. X3
Weiter so. ^^
Von: abgemeldet
2007-12-15T09:05:42+00:00 15.12.2007 10:05
Es ist on *_* und ich war natürlich die letzte die es gesehen hat x__x
Aber wirklich genial^^ Super Arbeit, die Übersetzung ist wirklich Klasse ^_^
Du bleibst richtig Charaktergetreu bei deiner Wortwahl, wirklich super. ^_^
Von: abgemeldet
2007-12-14T21:31:53+00:00 14.12.2007 22:31
...
Ich will haben, in meinen Bücherregal >.<
Auf Engisch und deine Übersetzung daneben >.<
Boah, war das grausig mit der Hand, wo ich ja so auf Gruselfilme stehe
-.-
Haste sehr gut gemacht!!

*knuddel*
Von:  shinu
2007-12-14T16:41:25+00:00 14.12.2007 17:41
tolle arbeit!!!!! ^-^
*Raito-sama patt* da lohnt sich arbeit xDD *finger schnell wieder zurückzieht*
das kapi ist wirklich klasse übersetzt^^ ich wäre schon beim prolog verzweifelt uû ...dann hätte ich die arbeit wieder aufgenommen und wäre wieder verzweifelt...aber das ist eine andere geschichte^^° (ich habe doch erst mein viertes jahr english uû)
kami-sama ist einfach klasse xD *kami-sama anfeuer* ^.^

und nun zu meinen Kleinlichkeiten (ich wusste nichtmal, dass es das wort (kleinlich schön und gut, aber als substantiv o.O)gibt...bis ich einen französsischen text üebrsetzen sollte uû):

>Doch er wurde nicht von Anfang als solcher bezeichnet.
-ich dachte immer es heißt 'von Anfang an'
>Während des chaotischen Skandals war er als die Strohpuppenmorde bekannt, oder als die LA Serienmorde hinter verschlossenen Türen.
- kommt vor 'oder' wirklich ein Komma o.O (von Kommaregeln habe ich weniger Ahnung, besonders von den neuen)
>Beide nicht besonders durchdachten Titel, doch die Medien bestanden darauf, den Fall unter diesem Namen zu verbreiten bis er bekannt genug wurde.
- mein Sprachgefühl sagt mir 'durchdachte Titel' oder zumindest bei dieser Fortführung des Satzes?
>war Naomi Misora ein ziemlich erheblicher Fehler
- ziemlich erheblich? Das klingt (für mich) im Deutschen (etwas) unüblich uû habe selbst aber auch keine bessere Lösung, wenn man so nah wie möglich am Text bleiben möchte^^°
mir fällt gerade auf, dass nach dem Textausschnitt zufolge, es klingt als ob 'Misora ein ziemlich erheblicher Fehler war' xD ^^°
>L'
- der Apostroph gehört da nicht hin, oder?
>Freigängigkeit
- ich kann mir zwar grob vorstellen, was das bedeuten soll, doch an sich ist mir das Wort fremd .-.
>wahllos gewählt
-klingt etwas interessant, wegen des zweimaligen 'wahl'. wie wäre es mit einem anderen wort? vielleicht ausgesucht oder so...
>"Ich denke nicht, dass meine Meinung viel helfen wird"
- da fehlt der Punkt^^°
>und ihre Leichen waren ebenfalls post mortem geschädigt worden und zwar mit zunehmender Gewalt."
- postmortal, hab nachgeschlagen^^° ja, ich geb zu, ich wusste nicht, was das heißt >.>
>"Ein Kreuzwortpuzzle? Hm..."
- Kreuzworträtsel, oder?
>Obgleich er zu der Sorte von Mörder gehört, die die Polizei vorwarnt, bevor er ein Verbrechen begeht.
- ich finde es etwas unstimmig. ich würde 'zu der Sorte von Mördern' sagen (nur kann man sich stillistisch gesehen nicht wirklich auf mich verlassen uû) und in diesem Fall ist 'Mörder' doch im Plural, weswegen du auch 'die' geschrieben hast(?), aber andererseits 'vorwarnt' also dritte Pers. Singl. und nicht 'vorwarnen' oder aber du meinst 'der'...ich verwirr mich langsam selbst @.@
>Benutzen Sie die fünfte Zeile, um mich zu kontaktieren."
-Zeile finde ich etwas unpassend, vielleicht Leitung? Ich dachte dabei jedenfalls an Telefonleitungen oder so, jedenfalls weiß ich nicht recht, was ich mir (sonst)in diesem Zusammenhang unter Zeile vorstellen soll^^°
>Arg, das ist zwecklos..."
- arg ist mir in diesem Zusammenhang fremd .-. ich sagte früher zwar öfters: „Argh! ...“ Aber ich glaube, dass habe ich von Arina Tanemura-senseis Mangas^^°
>Nichts, wo sie hätte abdrücken können.
- es klingt für mich eigenartig =| ich weiß jedoch auch nicht, wie es mir lieber wäre >.< 'Nichts, womit sie hätte abdrücken können' ist auch nicht ganz das Wahre…

>Absolute nonsense: „Wer geht denn putzen in dem Haus von der Leiche? ôO“
- das habe ich mich auch gefragt xD

>Anm: Kommentare pushen das Ego, des Übersetzers. Sie dienen NICHT dazu, die Kommigeilheit zu befriedigen, sondern... die Kommigeilheit zu befriedigen und mich zum weiter übersetzen zu animieren. ^_~
- okay xDDD

also brav weiter machen x3 ich warte schon sehensuchtsvoll das nächste kapi T-T (auf english und deutch)^.^

gruß
shinu

p.s. alle bemerkungen ohne gewähr @.@
ähm...ein bisschen lang O_O


Zurück