Pokémon Quest [Buch 1] von xRajani (Das Erbe des Giratina) ================================================================================ Kapitel 60: Genie und Wahnsinn ------------------------------ Neues Kapitel. Eigentlich will ich immer eines im Vorrat schreiben, aber momentan klappt es nicht wirklich mit dem Schreiben an Kapitel 61. Ich habe so viele Ideen... @_@ Na ja, viel Spaß beim Lesen. Edit: Fail! Hab gestern die nicht überarbeitete Version hochgeladen. Hier nochmal die Verbesserung. ^^ 60. Kapitel Genie und Wahnsinn Der Korridor wurde in dunkles Zwielicht getaucht, erleuchtet von wenigen Laternen, die bloß spärliches Licht spendeten. Tanzende Schatten warfen jene auf die Wand, wirkten geheimnisvoll, ja gespenstisch. Im Flur hallten Schritte wider. Ehrfürchtige, gar scheue Blicke, wurden jener Frau zugeworfen, die den Gang mit selbstsicheren Bewegungen herab wanderte, begleitet von einem geräuschvollen Rascheln ihres schwarzes Umhangs, der von einer Brosche gehalten wurde. Eingefasst in diesem Schmuckstück war ein Onyx, einem schwarzen Edelstein, der von weißen Äderchen durchzogen war. Die Kapuze jener Tracht verdeckte das Gesicht, gab bloß die kalten Augen und den Mund preis, der sich zu einem höhnischen Grinsen verzog, als die Frau die ängstlichen Blicke auf ihrem Antlitz spürte. Kaum hatte das Gefolge jenes unheilvolle Lächeln bemerkt, senkten sie rasch die Köpfe zu Boden um den kühlen Iriden auszuweichen. Niemand wagte in ihrer Gegenwart zu tuscheln! Bildeten sie sich dies nur ein oder wurde jene Frau wahrhaftig von einer dunklen Aura umgeben, die jeden Anwesenden einzuschüchtern vermochte? Schließlich hielt die schwarzhaarige Frau vor einer hölzernen Tür inne. Ihre rechte Hand legte sie auf die kühle Klinke, die sich mit einem sanften Druck gegen das Holz öffnen ließ. Nun betrat sie einen Raum, der trist und dunkel war. Ihre Blicke waren auf das Schreibpult gerichtet, der in der Mitte des Zimmers stand. Ein Mann, dessen Aussehen nahezu kränklich wirkte, saß hinter jenem Tisch, seine Ellenbogen auf das Holz gestemmt. Die Wangenknochen waren eingefallen, die Haare grau und seine Augen ausdruckslos. Doch ein Lächeln erschien auf dem Gesicht des Mannes, als er die Schwarzhaarige erblickte und breitete begrüßend die Arme aus. „Relena!“, rief er erfreut. „Wir haben bereits auf dich gewartet!“ Die Frau neigte das Haupt ehrwürdig. „Verzeiht meine Verspätung, Meister Akagi“, entgegnete Relena knapp. „Pünktlichkeit ist ihr auch ein Fremdwort“, tuschelte eine rothaarige Frau kaum hörbar. Jupiter, eine Kommandantin Galaktiks und Mars’ Kameradin, pflichtete ihr mit einem Nicken bei. Sogleich spürte Relena feindselige Blicke auf sich ruhen. Blicke voller Abscheu und Neid. „Ich freue mich, dass ihr erschienen seid, meine Getreuen!“, hob Akagi feierlich die Stimme. „Ihr wisst, dass Team Galaktik große Pläne schmiedet. Pläne, die die Welt verändern werden.“ Seine Blicke streiften die fünf Anwesenden. Jene, die sich seinem Vertrauen gewiss waren. Jeder war unentbehrlich und durfte sich als Teil des großen Planes nennen. In seinen Augen waren sie nur bloße Werkzeuge, die sich oftmals als nützlich erwiesen hatten. Und wenn sie ausgedient hatten, wurden sie unbrauchbar, nutzlos. Und doch schien dieser kalte, durchdringende Blick eine Prüfung darzustellen. Eine Prüfung, um die Loyalität seiner Untergebenen abzuwägen. Waren sie wahrhaftig seine treuen Diener, die sie vorgaben zu sein? Gemächlich erhob sich Akagi. Seine Augen schweiften geistesabwesend durch den Raum. Doch etwas Teuflisches flackerte in seinen kalten Iriden auf, das in Relena ein Gefühl des Unbehagens wach rief. Hernach wanderte sein Blick zurück auf sein Gefolge, seine engsten Vertrauten. „Ihr habt, genau wie ich es tat, eure Existenz Team Galaktik verschrieben“, begann er. „Unser Ziel ist es, die alte, bestehende Welt zu vernichten. Und die alten Götter Dialga und Palkia werden uns beistehen. Ihr seid die Auserwählten, die ihre Gnade empfangen werdet, um in der neuen, besseren Welt leben zu dürfen.“ Ein beunruhigender Moment des Schweigens währte im Raum an, bis Akagi mit fester Stimme fortfuhr. „Eine neue Welt, in der es weder Traurigkeit, Pech und Leid noch Freude, Glück und Fröhlichkeit geben wird.“ Ein zarter Schauder überkam Relena. Eine Welt ohne Emotionen war ein Ort immerwährender Finsternis. Jene Welt würde weder tot noch lebendig sein. Sie verbarg die Zweifel, die sie begann gegen Team Galaktiks Lügen zu hegen. Es galt als Verrat nicht die Ansichten Galaktiks zu teilen. Welche Folgen würden sie plagen, wenn sie in Ungnade fiel? Ausgerechnet sie, die höchste Kommandantin und rechte Hand Akagis, die von jedem gefürchtet wurde? Durch die feierliche Stimme wurde seine Gefolge in einen Bann, der einem finsteren Fluch gleichkam, gezogen. Seine Worte klangen wie Musik, eine Hoffnung, die sich erfüllte, wenn sie ihm Glauben schenkten, sei seine Wahnvorstellung noch so absurd! „Doch es gibt Menschen, die uns aufhalten wollen… Menschen, die nicht die Intelligenz besitzen unser Wissen zu begreifen. Und diese…“, seine vor Wahnsinn leuchtenden Augen streiften ruhelos sein Gefolge. Er senkte seine Stimme, bis sie nur noch ein leises Flüstern war. „Diese Menschen sind nicht befugt zu leben. Sie dürfen niemals existieren!“ Schweigen hüllte die Anwesenden ein. Sekunden, in denen sie seine Worte in sich aufnahmen. Pluto brach die Stille, der Wissenschaftler Galaktiks, jener, der alles objektiv behandelte. Er war die forschende Seele der Organisation. Durch einige geniale Erfindungen hatte er Team Galaktik zum Erfolg gebracht. Für ihn zählten Fakten – keine beschönigenden Worte! „Wie lautet ihr Plan, Meister Akagi?“ Über das Gesicht des Grauhaarigen huschte ein verschmitztes Lächeln. „Die neue Welt kann nur existieren, wenn die Existenz der Alten ausgelöscht ist. Nichts darf weiter existieren. Jede Kreatur wird gejagt und vernichtet.“ Abermals erschauderte Relena. Welch utopische Vision! Akagi wollte eine neue Welt schaffen, die frei von lästigen Emotionen war! Und er? Er sollte der Schöpfer dieser Welt werden! „Und die Antwort unserer Träumen… Die Antwort liegt bei den Gottheiten Dialga und Palkia. Sie werden uns dienen unsere Pläne zu verwirklichen.“ Dialga und Palkia. Die Götter der Zeit und des Raumes, die nach einer uralten Legende eine blutige Fehde führten und schließlich vom Antlitz der Welt verbannt wurden. Sollten diese Titanen aufeinander treffen, so würde die Welt dem Untergang geweiht sein. Welches Schicksal würde die Welt ereilen, sollte dieser Wahnsinn Realität werden? Relena schloss besinnlich die Augen, versuchte ihren Gefühlen wieder Herrin zu werden. Sie durfte keine Zweifel hegen. Niemals! Akagis abwesende Blicke starrten ins Leere, verirrte sich in seiner Gedankenwelt, in seinen Visionen der neuen Welt, dann aber schien er in die Gegenwart zurück zu kehren. „Ich nehme an ihr kennt die Legenden Shinous?“, fragte er höhnisch. „Jedes verweichlichte Kind kennt sie! Für die Unwissenden…“ Er würdigte seinen Untergebenen eines strengen Blickes. Ein Grinsen umschmeichelte seine Lippen. „Arceus, die oberste Gottheit, schuf das Universum und entsandte uns die Götter Dialga und Palkia. Als ihre Herzen begannen zu schlagen, dehnten sich Raum und Zeit aus. Doch zwischen Raum und Zeit gab es seit Anbeginn der Welt eine bittere Rivalität“, Akagis Brust hob sich unter einem Atemzug. Seine Hand ballte sich zur Faust. „Und als ein Krieg entfachte, wurden Kinder geboren, die von Giratina erwählt waren, um sein Werk zu vollenden. Sie versiegelten ihre Kräfte, trennten Körper und Seelen voneinander und bannten ihre Körper…“ Er schwieg einige Augenblicke, ließ diese Worte wirken, ehe der Anführer weiter sprach: „Man sagt, die Kobolde seien die Hüter Dialgas und Palkias. Daher werden sie der Schlüssel zum Erfolg sein. Man sagt, sie leben in den Seen dieser Region.“ Er hielt inne, nahm einen Atemzug, bevor er forhtfuhr: „Es wird wieder ein durch Giratina erwählter Wächter erwachen, der-“ „Warum bringen wir ihn nicht direkt um?“, schnaubte Mars hochmütig. „Dann haben wir einige Probleme weniger.“ Relena schüttelte ihr glänzendes, schwarzes Haar. „Du solltest nachdenken, bevor du sprichst, Mars“, sprach sie ruhig, nachdem sie sich der Kommandantin zugewandt hatte. Als sich die Blicke der Rivalinnen begegneten, war wieder das böswillige Funkeln in den Augen der Rothaarigen. „Eine falsche Entscheidung und alle Mühe waren umsonst. Willst du es zulassen, dass du uns ins Verderben stürzt?“, fragte die Schwarzhaarige. Es war nicht ratsam Relena keinen Gehorsam zu zollen. Jene Frau durfte sich als engste Vertraute, die rechte Hand, Akagis betiteln. Zahlreiche Privilegien wurden ihr zuteil, die ihr oder den anderen Kommandanten, Jupiter, Saturn oder Pluto, verwehrt blieben. Und es widerte Mars an den Worten ihrer verhassten Vorgesetzten zu gehorchen. Doch niemand in diesem Raum wagte es Relena herauszufordern. Niemand schien den Mut zu besitzen, sich ihr zu widersetzen oder gar ihre Stärke infrage zu stellen. Jene, die es in der Vergangenheit versucht hatten, hatten wohl ein qualvolles Ende gefunden. Akagi lächelte, welches seltsam freudlos wirkte. „Nahe Herzhofen… Dort befinden sich einige Plagen, die es zu beseitigen gilt“, meinte er kühl, während der Anführer gemächlich um den Schreibtisch schritt und einen Schalter betätigte. Sodann erhellte sich der Bildschirm, zu dem sich der Grauhaarige wandte. Es war ein Überwachungsvideo, aufgezeichnet am Tage, als Relena jene Begegnung mit einem schwarzhaarigen Mädchen hatte, an dessen Seite ein Hundemon gewesen war. Schmerzhaft krampfte sich Relenas Magen bei diesem Anblick zusammen. Das durfte nicht wahr sein! „Dieses Mädchen… Sie besitzt etwas, was ich begehre“, sagte Akagi beiläufig. „Eine Kette“ Er hob den Blick und musterte seine Untergebende. „Es ist einfach: bringt mir die Kette. Was mit den Kindern geschieht, ist mir vollkommen egal. Sollten sie Probleme machen, dürft ihr sie aus dem Weg räumen.“ Mars’ Lippen verzogen sich zu einem vergnügten Grinsen. „Wir dürfen sie umnieten?“ Desinteressiert zuckte Akagi mit den Schultern. „Es ist mir gleichgültig.“ Donnernd schlugen Relenas Hände auf den Tisch. „Nein, das dulde ich nicht!“, fauchte sie. „Ich werde nicht dulden, dass Kinder Opfer unserer Pläne werden! Verschont sie!“ Unsichere Blicke tauschten die Kommandanten aus, nicht wissend, wessen Befehle nun wirksam waren. Nie hatten sie Akagi und Relena in Uneinigkeit erlebt. Einige Zeit starrte der Anführer die schwarzhaarige Frau an und jene glaubte, er würde sie nun für ihr unachtsames Handeln bestrafen, doch die einzigen Worte, die er mit einem lächelnden Ausdruck hinzufügte waren: „Befolgt ihren Befehl.“ Eines tiefen Atemzuges beköstigte sich Relena, um ihre angespannten Nerven zu besänftigen. Jede Faser ihres Körpers war seit jenem Tag gestimmt, wie die Saite einer Violine, aber die Agentin hatte gelernt die kalte, emotionslose Maske stets aufrecht zu erhalten. Niemand vermochte sich Einblick in den wahren Gefühlen der Frau zu verschaffen. „Pluto?“ „Ja, Meister?“, erwiderte dieser. „Du kennst bereits deinen Auftrag.“ „Natürlich.“ Anschließend schaute Akagi Mars und einen jungen Mann an. „Mars, Saturn“, sprach er jene an. „Ihr werdet dem See der Kühnheit und der Stärke aufsuchen“ Diese nickten, begleitend von einem unterwürfigen „Jawohl.“ „Jupiter.“ Auch jener Name der Kommandantin wurde ruhig gesprochen. „Ja, Sir?“ „Kümmere dich um das Mädchen, anschließend begebe dich zum See der Wahrheit.“ Knapp vorbeugte sich die Violetthaarige. „Jawohl!“ Jupiter warf Relena einen gehässigen Blick zu, bevor die Kommandanten im Eilschritt den Raum verließen. Jeder war seiner Aufgabe bewusst – und den Folgen ihres Versagens. Relena sah ihnen nicht nach, sondern senkte den Kopf um ihr Antlitz zu verbergen. Gefühle, die sie versuchte zu unterdrücken, verwirrten die Frau. Diese hatte sie seit jenem Tag nicht mehr gefühlt, seit sie Team Galaktik diente, „Relena, ich hoffe, du vergisst nicht die Wichtigkeit unserer Mission, aufgrund der Sorge um irgendwelche Kinder“, sprach Akagi, während er nachdenklich den Monitor betrachtete. Eines kurzen Augenblicks wandelte sich sein Gesicht in einen überraschten Ausdruck, so als hätte er soeben eine plötzliche Erkenntnis errungen. Doch jener Gesichtsausdruck verschwand so rasch, wie er gekommen war. „Natürlich, Meister Akagi“, erwiderte Relena, jegliche Emotion aus ihrer Stimme verbannt. „Ich werde euch nicht enttäuschen.“ Akagi lächelte. „Du weißt, dass ich Ungehorsamkeit nicht dulde, auch von dir nicht!“, sagte der Anführer. „Aber ich vertraue dir.“ Relena fühlte sich geschmeichelt. Niemanden kam Akagis vollstes Vertrauen zuteil. Untergeben neigte sie den Kopf. „Irgendwelche Befehle, Meister?“ „Du wirst das Kampftraining der Anwärter übernehmen.“ Innerlich fluchte die Schwarzhaarige. Ihr war gewiss, dass Akagi dies nur tat, um sie unter Beobachtung zu stellen. „Du darfst gehen.“ Relena nickte, verbeugte sich aber nicht. Würdevoll trat sie einige Schritte zurück, dann verließ die Frau mit erhobenem Haupt den Raum. Niedere Mitglieder kreuzten ihren Weg, doch jene erweckten nicht die Aufmerksamkeit Relenas. Sie war in ihren Gedanken vertieft. Gefühle wühlten die kühle Kommandantin Galaktiks auf. Es war eine Sorge, die durch die Feindselig Jupiters, geweckt worden war. Es war kein Geheimnis, das diese und Kommandantin Mars einen hasserfüllten Groll gegen Relena hegten. Ihr war gewiss, dass Jupiter sich ihrem Befehl widersetzen würde. Was wäre, wenn der Tod dieser Kinder ein Missgeschick wäre? Dem Mädchen durfte nichts geschehen! Ihr Weg führte die Schwarzhaarige zu einem Raum, der in finsteres Zwielicht getaucht war. Relena machte sich nicht die Mühe jenes Zimmer zu erleuchten, schritt eilig zum Balkon und öffnete die Türe. Ihr schwarzer Drache erwartete sie bereits und grüßte seine Trainerin freundlich grollend. Nachdenklich kraulte sie sein Maul. „Was hast du vor, Relena?“, erklang unerwartet eine Stimme, die die Agentin umher wirbeln ließ. Sie starrte in die kalten Augen eines Jungen, kaum älter als achtzehn Jahre mochte jener nicht sein. Weißblondes Haar umrandete sein ausdrucksloses Gesicht und fiel ihm strähnig über die Schulter. „Dai“, fauchte Relena aufgebracht. „Was tust du hier?“ Der Angesprochene zuckte mit den Schultern, während er langsamen Schrittes das Zimmer betrat. „Ich hatte da so ein eigenartiges Gefühl…“, entgegnete der junge Mann ruhig. Auf seinen Lippen trat ein höhnisches Lächeln. „Du willst dich doch nicht aus dem Staub machen, um diesem Pack von Kindern zur Hilfe zu eilen?“ Relena schaute Dai kühl an. „Ich wüsste nicht, was dich diese Tatsache angehen mag.“ „Relena, Relena…“, tadelte er belustigt. „Dein Vorhaben wird der Boss gar nicht gutheißen. Aber vielleicht flüstert ihm ein kleines Mäuschen diese Information zu, dass seine rechte Hand Untreue begeht?“ Rasch schnellte Relena vor und presste den Jungen grob gegen die Wand. Ihr eiserner Griff um seinen Kragen ließ zu keiner Zeit nach. „Pass auf, was du sagst, Junge!“, zischte die Schwarzhaarige warnend. „Sonst wird es schnell böse enden!“ Langsam lösten sich die Finger der Agentin und entfernte sich einen Schritt zurück. Kühl betrachtete sie Dai, der sie noch immer amüsiert ansah. „Sollte dieses Mädchen wirklich die Trägerin des Ethaveon-Kristalls sein, so wird sie uns ein Dorn im Auge sein“, provozierte Dai die Agentin Team Galaktiks weiterhin. „Jupiter wird hoffentlich so schlau sein, sie zu töten.“ Relena ballte ihre Hand zur Faust, auf welcher nun die Knochen weiß hervortraten. Sie zögerte einen Moment, versuchte den Zorn zurück zu halten, der ihre Gedanken vergiftete, doch schließlich, als die Frau das spöttische Grinsen auf Dais Lippen erblickte, wurde sie vom Feuer der Wut überwältigt. Als Relena ihm mit aller Kraft ins Gesicht schlug, neigte sich sein Kopf nach hinten und hörte mit Genuugtung ein herrliches Knacken. Blut rann nun aus Dais Nase, welches er mit dem Handrücken versuchte aufzuhalten. „Wage noch einmal meine Loyalität infrage zu stellen, werde ich dir sämtliche Knochen brechen!“, zischte die schwarzhaarige Frau bedrohlich. Relena wandte sich ab und trat ins Freie heraus. Gluraks kalter Blick ruhte auf Dai. Warnend kräuselte der schwarze Drache seine Lefzen, kauerte sich aber auf Geheiß seiner Trainerin nieder. Während sich die Krallen in den Boden fraßen, fächerte der schwarze Drache die Flügel, und stieß sich kraftvoll vom Boden ab. Mit wenigen Schlägen seiner Schwingen stieg Glurak in die Lüfte empor. Sein dunkler Körper verschmolz mit der nahenden Finsternis der Nacht, begleitend vom Flattern des dunklen Umhangs. Hosted by Animexx e.V. (http://www.animexx.de)